Nvidia-CEO gesteht Affäre – mit mutmasslicher Spionin

- Nvidia-Chef Jensen Huang soll laut «Financial Times» eine Beziehung mit Alice Huang eingeräumt haben.
- US-Geheimdienste vermuten, dass Alice Huang für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit tätig war.
- Nvidias Verwaltungsrat leitet eine unabhängige Untersuchung mit externen Ermittlern ein.
Nach zahlreichen Spekulationen und Medienberichten soll Nvidia-Chef Jensen Huang am Sonntag eine Beziehung mit Alice Huang eingeräumt haben. Das berichtet die «Financial Times».
Der Fall könnte für Huang jedoch weitreichendere Folgen haben als nur private: Nach Einschätzung von US-Geheimdiensten soll Alice Huang für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit tätig gewesen sein.
«Ich war meiner Frau gegenüber untreu»
Laut einem der «Financial Times» vorliegenden internen Schreiben entschuldigte sich Huang am Sonntag bei der Belegschaft. «Ich schulde meiner Familie und Ihnen allen eine Entschuldigung», soll der Firmenchef darin geschrieben haben. «Ich war meiner Frau gegenüber untreu. Mein Verhalten hat sie und unsere Kinder verletzt. Es gibt keine Entschuldigung für mein Handeln. Es tut mir zutiefst leid.»
In einer separaten Stellungnahme teilte Nvidia demnach mit, der Verwaltungsrat werde eine unabhängige Untersuchung einleiten. Anlass seien jüngste Berichte, wonach Gründer und CEO Jensen Huang möglicherweise Ziel einer ausländischen Geheimdienstoperation geworden sei.
Das Weisse Haus warnte Jensen Huang vor Monaten
Die Untersuchung zu den mutmasslichen Spionageaktivitäten soll von Mitgliedern des Verwaltungsrats und externen Ermittlern geführt werden. US-Behörden hätten bereits Anfang des Jahres ein internes Dokument erstellt, das auf Erkenntnissen der Geheimdienste beruhe. Darin sei von einer romantischen Beziehung zwischen Huang und Alice Huang die Rede, einer Führungskraft bei «Megaspeed», einem in Singapur ansässigen Nvidia-Kunden.
Zuvor hatte Nvidia Spekulationen über eine unangemessene Beziehung zwischen Jensen Huang und Alice Huang zurückgewiesen. Die «New York Times» berichtete am Sonntag zudem, US-Aussenminister Marco Rubio habe Huang bereits Monate zuvor davor gewarnt, dass seine mutmassliche Geliebte für China spioniere.
Huang führt Nvidia mit einem kleinen, eng verbundenen Kreis von Spitzenkräften. Als wichtigster Repräsentant des Konzerns auf internationaler Bühne verantwortet er zugleich ein grosses Team direkt unterstellter Mitarbeitender, das den operativen Betrieb des Unternehmens sicherstellt.
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
