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Monday, November 2, 2026

Nach gescheiterter Rettung: Weltraumteleskop Swift wird diese Woche abstürzen

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Das aufgegebene Weltraumteleskop Swift der NASA wird in den kommenden Tagen abstürzen, die Space Force der USA geht davon aus, dass es am Freitag so weit ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP und ergänzt, dass das 1,5 Tonnen schwere Gerät möglicherweise nicht vollständig zerstört werden wird. Einzelne Teile aus Wolfram sowie Spiegelstücke könnten auf der Erdoberfläche einschlagen, würden dabei aber wahrscheinlich einen Ozean treffen. Herunterkommen könnte das Instrument aber gegenwärtig auch noch über weiten Teilen Afrikas, Australiens, Indiens, Südostasiens und Zentral- beziehungsweise Südamerikas. Der genaue Absturzort wird sich aber erst kurz vorher herauskristallisieren, noch kann es jeden Punkt unter der Umlaufbahn treffen. Informationen gibt es bei der Aerospace Corporation.

Das Weltraumteleskop umkreist die Erde seit 2004 und heißt seit 2018 offiziell Neil Gehrels Swift Observatory nach dem inzwischen verstorbenen ersten Forschungsleiter. Es untersuchte primär Gammastrahlenblitze und hat in 22 Jahren mehr als 2000 davon entdeckt, dazu rund 1400 Sternexplosionen. Von großem Wert war es dabei vor allem als Frühwarnsystem, das Observatorien auf der Erde rasch Bescheid geben konnte, damit diese die stärksten Explosionen im Universum ins Visier nehmen können. Vor einem Jahr wurde deutlich, dass das Gerät wegen der erhöhten Sonnenaktivität schneller zur Erde absinkt als erwartet, woraufhin die NASA eine beispiellose Rettungsmission beauftragt hat: Eine robotische Sonde des US-Raumfahrtunternehmens Katalyst sollte das Observatorium greifen und in eine höhere Umlaufbahn schieben. Dort hätte es noch für Jahre forschen können.

Die Raumsonde LINK von Katalyst wurde am 3. Juli nach einer beispiellos kurzen Vorbereitungszeit gestartet. Später musste die Firma aber mitteilen, dass sich die Sonde um die eigene Achse drehte und sich nicht stabilisieren ließ. Zwei der drei Reaktionsräder waren ausgefallen. Anfangs gaben sich die Verantwortlichen noch optimistisch, dass die Mission trotzdem gelingen könnte, das wurde aber am 19. August revidiert. Seitdem ist klar, dass es keine Rettung mehr gibt, das Weltraumteleskop wird abstürzen und verglühen. Wo genau, ist wie immer bei unkontrolliert abstürzenden Objekten bis kurz vorher nicht absehbar. Die Gefahr für Menschen ist aber minimal: Weil die Erde überwiegend von Ozeanen bedeckt ist, stürzen solche Objekte meist ins Wasser – manchmal schlagen Trümmer aber auch an Land ein.

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