The Jerusalem PostLegendary Jewish actor Walter Koenig, 'Star Trek's' plucky Chekov, dies at 90ESPNU.S. senators call on NBA to reevaluate Rwanda partnershipESPN Deportes5 motivos para creer en Real Madrid tras victoria ante BarcelonaDaily MaverickCOLLISION COURSE: Parliament summons SAA, demanding answers to deepening financial turmoil and turbulent governanceZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioCollider‘Cyberpunk 2077’ and ‘Witcher 3’ Are Officially Crossing Over Right NowBillboardMeg Stalter Shares the Ella Langley Song That ‘Made Me Cry’ & Teases What’s Next for Her Music CareerRai NewsPallone d'Oro. Inizia la sfilata a Londra in attesa della cerimonia. Messi assenten-tvMehr Geld, mehr Posten: Frankreich macht Zugeständnisse nach SchulprotestenGMA News3 persons injured after dump truck with sand overturns in QCسكاي نيوز عربيةيتزلج بكرسي متحرك.. صيني يحول التدريب إلى أرقام قياسيةBBC News BrasilQuem é quem no palanque de Lula durante discurso da vitória
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 26, 2026

Kommunen setzen auf neue Konzepte bei Cybersicherheit

Translate
Eine Person tippt auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur.

Cybersicherheit in Kommunen "Die größte Sicherheitslücke ist der Mensch"

Stand: 26.10.2026 • 18:56 Uhr

Eine Gemeinde zahlt für einen großen Auftrag - das Geld landet aber bei Kriminellen. Weil solche Betrugsmaschen immer häufiger werden, setzen Kommunen auf neue Konzepte gegen Cyberkriminalität - und brauchen gut geschultes Personal.

Von Markus Kaiser, BR

Ein Cyberangriff, bei dem alle Dateien der Gemeinde verschlüsselt werden und nicht mehr aufrufbar sind - das wäre ein Worst-Case-Szenario in der Gemeinde Marquartstein im Landkreis Traunstein. Erpresser würden in einem solchen Fall Lösegeld dafür verlangen, um die Daten wieder zugänglich zu machen.

Im Ernstfall sofort den Stecker ziehen

Gibt es Anzeichen für einen solchen Angriff, dann "sind unsere Mitarbeiter instruiert, sofort den Netzwerkstecker zu ziehen", sagt Bürgermeister Andreas Scheck. Im schlimmsten Fall müsse man das System neu aufsetzen und auf das Backup zurückgreifen. "Der Normalbetrieb würde dann schon ein paar Tage dauern, ein Notbetrieb ist innerhalb von zwei Tagen realistisch", so der Bürgermeister.

Ein gut geschultes Personal ist das A und O - so Claus Hofmann, Cybersicherheits-Beauftragter des Landratsamts Traunstein. Denn die größte Sicherheitslücke sei der Mensch. "Wir gehen davon aus, dass neun von zehn erfolgreichen Cyberangriffen immer mit dem Menschen zu tun haben." Dabei gehe es vor allem um gefälschte E-Mails, die oft nicht mehr von echten zu unterscheiden sind. "Das läuft über KI, völlig automatisiert, völlig fehlerfrei", sagt Hofmann.

Betrüger nutzen echte Mail-Adressen

Die Betrüger stehlen dafür Informationen von Geschäftspartnern. Im schlimmsten Fall verschaffen sie sich Zugriff auf deren IT-System und schreiben die Gemeinden unter der echten E-Mail-Adresse an und schicken täuschend echte Rechnungen. "Es geht über einen Schulbus-Unternehmer an die Gemeinde", sagt Claus Hofmann, "alles stimmt - die Rechnung, die ausgeführten Tätigkeiten - nur die Kontonummer ist falsch."

Auch eine Gemeinde im Landkreis Traunstein wurde bereits Opfer einer solchen Betrugsmasche. "Wir reden da von einem Betrag zwischen 80.000 und 140.000 Euro." Doch aus diesem Fall habe man gelernt, sagt Hofmann. Inzwischen ist es verpflichtend für die Mitarbeitenden in den Ämtern, telefonisch nachzufragen, falls ein Geschäftspartner seine Kontodaten ändert.

"Penetrationstests": Den Betrügern auf der Spur

Im Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) in Nürnberg kennt man die Strategien der Cyber-Angreifer. Das LSI führt sogenannte Penetrationstests durch. Dabei versetzen sich die Mitarbeiter in die Perspektive der Angreifer und suchen gezielt Sicherheitslücken im System von Städten und Gemeinden. Dabei müssen sie stets die Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz im Blick haben.

Durch KI werden Schwachstellen in IT-System schneller bekannt als früher und weiterverbreitet, so Pierre Reuter, Referatsleiter für Penetrationstests im LSI. Außerdem brauche es weniger Expertise, um einen Angriff durchzuführen. "Es ist nicht mehr notwendig, ein tiefes technisches Verständnis zu haben, sondern es geht eher darum, KI-Tools zu bedienen. Und da müssen wir mithalten, selbst KI einsetzen, um zu sehen, wo sie uns was bringt."

Eine Schwachstelle, auf die Pierre Reuter und seine Kollegen immer wieder stoßen, ist veraltete Software. Er empfiehlt deshalb Unternehmen und Ämtern, die regelmäßigen Updates ernst zu nehmen.

View the original on Tagesschau →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.