"Manchmal ganz hoffnungslos": Familie spricht über Johann Lafers Kampf gegen den Krebs

"Manchmal ganz hoffnungslos"Familie spricht über Johann Lafers Kampf gegen den Krebs
02.11.2026, 13:50 Uhr
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Die Krebsdiagnose von Johann Lafer hat auch seine Familie schwer getroffen. Seine Frau und seine Tochter berichten nun, wie sie dem TV-Koch in den vergangenen Monaten zur Seite standen. Inzwischen gibt es Grund zur Erleichterung.
Seit Monaten kämpft Johann Lafer bereits gegen den Krebs. Inzwischen geht es dem beliebten TV-Koch nach eigenen Angaben deutlich besser. Wie belastend die vergangenen Monate für ihn und seine Angehörigen waren, machen nun seine Ehefrau Silvia und Tochter Jennifer deutlich. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erzählen sie, wie die Familie mit der Diagnose umgegangen ist und wie sie Lafer auch in besonders schwierigen Momenten unterstützt hat.
"Wir haben ihn ermutigt und dabei nichts heruntergespielt. Wenn er manchmal ganz hoffnungslos war, haben wir versucht, ihn mit Zuversicht und Mut wieder aufzubauen", berichtet Silvia Lafer, die seit 1990 mit dem Koch verheiratet ist.
Auch die beiden gemeinsamen Kinder Jennifer (31) und Jonathan (25) wollten ihren Vater in dieser Zeit nicht allein lassen. Obwohl beide inzwischen in Den Haag leben, versuchten sie, möglichst häufig bei ihren Eltern zu sein. "Wir waren eigentlich immer da", erzählt Jennifer Lafer. "Mein Bruder und ich wohnen beide in Den Haag. Aber als wir erfahren haben, was los ist, war es uns sehr wichtig, so oft wie möglich bei Papa zu sein."
"Ich bin ganz erleichtert"
Besonders im Sommer habe die 31-Jährige viel Zeit mit ihrem Vater verbracht. Dabei sei es ihr nicht nur darum gegangen, ihn zu unterstützen, sondern auch ihrer Mutter beizustehen. "Wir wollten Papa und auch Mama beistehen. Ich bin so froh, dass es Papa inzwischen besser geht. Ich bin ganz erleichtert", sagt sie. Auch gemeinsame Erlebnisse bekamen durch die Erkrankung eine besondere Bedeutung. "Wir waren zusammen im Urlaub in Kroatien. Das war uns in diesem Jahr besonders wichtig", berichtet Jennifer Lafer.
Ende Mai hatte Johannes Lafer seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Auf Instagram erklärte er damals, bei ihm sei ein "indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom" festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine Form von Lymphdrüsenkrebs.
Belastende Chemotherapie
Mittlerweile hat sich der Gesundheitszustand des Fernsehkochs nach eigenen Angaben verbessert. Erst vor wenigen Tagen erklärte er, es gehe ihm "besser, viel besser". Im Gespräch mit dem "Spiegel" berichtete Lafer außerdem, dass seine Behandlung inzwischen umgestellt worden sei. Statt einer Chemotherapie erhalte er nun eine Immuntherapie. "Ersteres war jetzt nicht ganz so einfach, muss ich ehrlicherweise sagen. Aber ansonsten, wie man sieht, wächst es", sagte er mit Blick auf seine Haare.
Von einer vollständigen Genesung könne allerdings noch keine Rede sein. Dennoch blickt der 69-Jährige optimistisch in die Zukunft. "Es ist natürlich noch nicht so weit, dass ich ganz gesund bin. Aber ich kann sehr zuversichtlich ins nächste Jahr blicken. Das ist wichtig", erklärte er. Zuvor hatte er betont, dass er glaube, bislang vieles richtig gemacht zu haben.
Der Weg dorthin sei jedoch alles andere als leicht gewesen. Es sei "aber auch ein sehr mühsamer Prozess" gewesen, sagte Lafer. "Den wünsche ich niemandem, und das möchte ich auch nicht noch mal haben. In den nächsten zwei Jahren muss ich regelmäßig diese ganzen Anwendungen machen, damit das eingedämmt wird."
Dass die Diagnose auch seinen Blick auf das Leben verändert hat, hatte der Fernsehkoch bereits in der NDR-Sendung "DAS! Rote Sofa" erzählt. "Ich bin viel nachdenklicher und auch sehr viel bewusster im Umgang mit mir selber und mit meinem Umfeld", erklärte Lafer damals. Zudem sei er dankbarer geworden. Die vergangenen Monate hätten ihm vor Augen geführt, dass es Situationen im Leben gebe, in denen man auf die Hilfe anderer angewiesen sei, insbesondere auf die Unterstützung von Fachleuten und Ärzten.
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