PunchArmy chief inaugurates 49 projects to boost personnel welfareThe Jerusalem PostFrom commitments to action: Taiwan and the world creating climate solutions together - opinionESPN DeportesSanti Gimenez fue titular y marca gol con PortoESPN2026 playoff MVP tracker: This year's Mr. October is ...InquirerLGU employee killed, child bystander wounded in Pampanga ambushInquirer EntertainmentCeleste Cortesi announces birth of first childDeadlineEarl Barret Dies: Sitcom Writer Who Co-Created Ted Knight Vehicle ‘Too Close For Comfort’ Was 94ZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFIl Sole 24 OreAutorità doganale europea, l’Adm entra nel board con Andrea MazzellaAntara NewsIndonesian Navy ship conducts gun drills in Bali SeaPremium TimesAdamu Aliyu and the architecture of ICPC’s anti-corruption drive, By Nafisat BelloGlobal NewsTwo people charged after human remains found in Calgary home: police
The Daily Newsstand · Free, Always
Thursday, October 29, 2026

«Schreckt mich ab»: Schweizer sind genervt von KI-Foodbildern

Translate

Ein Veggie-Sandwich, das nur aus zwei Scheiben Brot besteht? Kräuterbutter, die aussieht wie Cola? Auf Tiktok sammelt Creatorin Anna die kuriosesten KI-generierten Bilder, die Nutzerinnen und Nutzer auf Bestellplattformen entdecken, unter dem Titel «Lieferando KI-Hölle». «Offensichtlich seid ihr genauso besessen von dem KI-Bild-Wahnsinn bei Lieferando wie ich», sagt sie in einem ihrer Videos, die tausendfach geschaut werden.

In den Kommentaren kippt der Spass oft in Frust. Eine Nutzerin schreibt: «Hab nach deinem Video erst mal die Lieferando-App gelöscht.» Ein anderer kommentiert, er nutze die Plattform seit zehn Jahren – mit solchen Bildern vergraule man ihn. Noch dramatischer sind Nutzer unter einem anderen Video: «Diese KI-Bilder sehen immer so aus, als ob Maden im Essen rumkriechen.»

Was hältst du von KI-generierten Bildern auf Speisekarten und bei Lieferdiensten?

Die KI-Fails blieben auch den Plattformen nicht verborgen. Just Eat, die Muttergesellschaft von Lieferando, testete in Grossbritannien automatisch generierte Bilder für Gerichte, zu denen Restaurants keine Fotos hochgeladen hatten. Dabei verstand die KI manche Namen falsch: Aus «Tiger Prawn Soup» wurde etwa eine Suppe mit kleinen Tigern statt Crevetten. Nachdem sich User darüber lustig machten, entschuldigte sich die Firma, entfernte die fehlerhaften Bilder und setzte den Test vorerst aus. Auch in Deutschland hat Lieferando das entsprechende KI-Tool vorerst pausiert.

Aus Tigergarnelen hat die KI kurzerhand kleine Babytiger gemacht: Diese Suppe auf dem Lieferservice Lieferando sorgte für Spott.

Aus Tigergarnelen hat die KI kurzerhand kleine Babytiger gemacht: Diese Suppe auf dem Lieferservice Lieferando sorgte für Spott.Lieferando

Wir haben nachgefragt: Auch in der Schweiz setzt Just Eat auf KI-generierte Bilder, wenn Restaurants keine eigenen Fotos hochgeladen haben. Zwei Schweizer Betriebe erzählen 20 Minuten, warum sie die Bilder nutzen – und weshalb zumindest einer sie langfristig wieder durch echte Fotos ersetzen will.

Mehr zu diesem Thema

«Schreckt mich persönlich ab»

Auch auf Reddit häufen sich solche Posts. Anfang Oktober sorgte dort ein besonders absurdes Bild für Hunderte Reaktionen: Aus einer Pizza Hawaii hat die KI kurzerhand ein Hawaii-Puzzle generiert. Unter einem anderen Beitrag schreibt ein Nutzer über sein Lieblingsrestaurant: «Eine Pizza wird als Salat gezeigt, Kräuterbutter als Cola usw. Es nervt einfach!» «Das schreckt mich persönlich ab», kommentiert jemand unter KI-generierten Pizza-Bildern.

Im Sommer wunderte sich ein Tourist nach einem Besuch in Genf über die vielen KI-generierten Restaurantmenüs in der Schweizer Stadt. Auf einer Karte habe sogar «CHE» statt «CHF» gestanden, berichtet er im Forum.

Bei einer Strassenumfrage von 20 Minuten fällt das Urteil ähnlich kritisch aus. Jaspar (27) sagt: «Ich finde AI-Speisekarten nicht gut, weil sie für mich signalisieren, dass man sich keine Mühe gibt.» Für ihn übertrage sich dieser Eindruck aufs Essen: Er würde lieber ein Restaurant ohne solche Bilder wählen.

Wir haben Anna (20) und Valerie (30) Bilder von verschiedenen KI-Gerichten gezeigt. Sie entlarvten zwar nicht jedes Bild als Fake, Fotos von Essen sollten ihrer Meinung nach trotzdem echt sein. Für Schrift oder Formatierung fänden sie den Einsatz von KI hingegen weniger problematisch.

Maurizio (25) und Aliya (46) finden KI-Karten «künstlich und billig». Nur ein schönes Lokal könnte sie noch umstimmen. Maurizio sagt: «Ich würde nur in so einem Restaurant essen gehen, wenn ich mega Hunger hätte. Sonst spricht mich so eine Speisekarte gar nicht an.»

KI-Bilder machen weniger Appetit

Ganz aus der Luft gegriffen ist die Abneigung nicht. Dass KI-Bilder weniger appetitlich wirken können, zeigt auch eine Studie. Forschende verglichen in einem Online-Experiment 60 echte Essensbilder mit 60 KI-generierten Versionen. Die 87 Teilnehmenden bewerteten die KI-Bilder im Schnitt als weniger realistisch – und gaben bei ihnen eine geringere Bereitschaft an, das Gezeigte essen zu wollen. Die Studie erschien im August im Fachjournal «Scientific Reports».

Dürfen KI-Bilder Essen schöner machen, als es ist?

Eine Pflicht, KI-Bilder auf Schweizer Speisekarten als solche zu kennzeichnen, gibt es derzeit nicht. Täuschen dürfen Abbildungen aber nicht: Nach Schweizer Lebensmittelrecht müssen Angaben über Lebensmittel den Tatsachen entsprechen. Das gilt auch für Bilder auf Speisekarten.

Wie stehst du zu KI-generierten Essensbildern in Restaurants oder bei Lieferdiensten?

Meret Steiger

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

Yasmina Al Dubai

Yasmina Al Dubai (yad), Jahrgang 2004, arbeitet seit Juni 2026 bei 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Lifestyle-Ressort.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.