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Wednesday, October 21, 2026

"Wahrscheinlich Zersetzungsabsicht": Bundeswehr warnt vor "erheblicher" Gefahr durch russische Sabotage

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"Wahrscheinlich Zersetzungsabsicht"Bundeswehr warnt vor "erheblicher" Gefahr durch russische Sabotage

21.10.2026, 10:49 Uhr

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Einsatzkräfte der Polizei suchen ein Feld am Flughafen Leipzig/Halle nach Spuren ab. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundeswehr warnt laut einem Bericht vor möglichen russischen Sabotageanschlägen auf deutsche Streitkräfte. Dazu erweist sie auf mehrere Drohnenfunde. Ziel sei "politische und gesamtgesellschaftliche Schwächung der deutschen Unterstützung für die Ukraine".

Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht direkt bedroht durch mögliche russische Sabotageakte. In einem internen Papier, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitierte, werde diese Gefahr erstmals als "erheblich" eingestuft, heiße es in dem Text. Dies ist die zweithöchste Gefahren-Kategorie der Streitkräfte.

Verwiesen werde auf mehrere aktuelle Drohnenfunde. Genannt würden der offensichtlich fehlgeschlagene Anschlag vom August auf dem Flughafen Leipzig/Halle sowie ein weiterer Fund in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes in Wunstorf. Diese Drohne sollte demnach möglicherweise gegen Flugzeuge der Bundeswehr eingesetzt werden. In Leipzig war von einem mutmaßlichen russischen Angriff auf dort parkende ukrainische Transportflugzeuge ausgegangen worden.

"Die Vorfälle unterstreichen, dass Russland seit geraumer Zeit nahezu sicher über die Fähigkeit und sehr wahrscheinlich jetzt auch über die gesteigerte Absicht verfügt, gegen Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr, aber auch Partner wie der Ukraine in Deutschland vorzugehen", heißt es laut der SZ in der Analyse. Das Ziel sei demnach "sehr wahrscheinlich eine Zersetzungsabsicht, die sich aktuell auf die politische und gesamtgesellschaftliche Schwächung der deutschen Unterstützung für die Ukraine fokussiert".

Mit dem Einsatz von Drohnen als kinetisches Wirkmittel habe Russland "eine bisher antizipierte rote Linie der Schädigungsabsicht mit kinetischer und/oder letaler Wirkung" gegenüber der Bundesrepublik und der Bundeswehr überschritten, heißt es demnach weiter in dem Papier. Insbesondere bei dem Fall in Wunstorf sei "sehr wahrscheinlich von einer direkten Betroffenheit der Bundeswehr als Ziel auszugehen". Laut Einschätzungen der Nachrichtendienste sei zudem eine "kurzfristige Lageverschärfung zu erwarten und mit Aktionen in naher Zukunft zu rechnen".

BND-Chef Martin Jäger hatte bereits Anfang Oktober vor einem "gewaltsamen Konflikt mit Russland" gesprochen, in dem sich Deutschland befinde.

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