Schüler sind unzufrieden: Protestwelle aus Frankreich kommt in Belgien an

Schüler sind unzufriedenProtestwelle aus Frankreich kommt in Belgien an
06.10.2026, 16:14 Uhr
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Seit mehreren Tagen demonstrieren Schüler in Frankreich gegen schlecht ausgestattete Schulen. Doch auch im französischsprachigen Teil des Nachbarlands Belgien gehen junge Menschen auf die Straße - teils ebenfalls gewaltvoll.
Bei Schulprotesten in Belgien ist es zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen. In Lüttich seien am Montag 22 Polizeibeamte leicht verletzt worden, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Teilnehmer hätten die Polizei etwa mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.
Den Berichten zufolge kam es zu Straßenblockaden, kleinen Bränden und eingeschlagenen Fensterscheiben. Gegen die Demonstrierenden seien ein Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt worden. Den Angaben nach versammelten sich mehr als eintausend Demonstrantinnen und Demonstranten, um ihren Unmut über das Schulsystem auszudrücken. Seit dem Start der Proteste am vergangenen Donnerstag wurden etliche Personen festgenommen, darunter 17 Minderjährige.
Im nahegelegenen Hannuit wurden am Montagmorgen während eines Schulprotests laut Belga 15 Grundschulkinder durch Feuerwerkskörper leicht verletzt. Sie wurden demnach von fliegenden Funken getroffen. In der Folge sei ein Jugendlicher festgenommen worden.
250 Demonstrierende zogen den Angaben nach durch die Straßen Hannuits und protestierten vor großen Schulen. Auch sie kämpften den Berichten zufolge für bessere Gebäude, Lernbedingungen und angepasste Uhrzeiten. Im Zentrum stehe aber insbesondere die Forderung, gehört zu werden, berichtete der belgische Rundfunksender BRF.
Seit Tagen machen Schülerinnen und Schüler an Frankreichs Gymnasien ihrem Ärger über marode Schulgebäude und zu wenig Lehrpersonal Luft. Mittlerweile wird auch an Universitäten demonstriert. Immer wieder kam es bei den Protesten auch zu Ausschreitungen. Dem Innenministerium zufolge schlagen die Proteste in "städtische Unruhe" um. Einsatzkräfte würden angegriffen, Brände gelegt und Zerstörung angerichtet. Tausende Menschen wurden festgenommen.
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