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Sunday, August 23, 2026

Mehrere Leichen nach Bootsunglück vor Tunesien geborgen

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Ein Blick auf Boote, die von Migranten genutzt und von der tunesischen Küstenwache beschlagnahmt wurden.

Vor der Küste Tunesiens Mehrere Leichen nach Bootsunglück geborgen

Stand: 23.08.2026 • 23:38 Uhr

Die Zahl der Todesopfer ist nach dem Bootsunglück vor der Küste des nordafrikanischen Landes weiter gestiegen. Von den 15 Insassen wird nur noch ein Mensch vermisst. Die Migranten wollten offenbar nach Italien.

Nach dem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens sind mittlerweile elf Leichen geborgen worden. Drei Personen werden nach Angaben der Küstenwache noch vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei den Insassen des untergegangenen Bootes soll es sich um tunesische Migranten gehandelt haben, die nach Italien wollten.

Jüngsten Angaben zufolge gibt es bislang nur einen Überlebenden. Zunächst war von zwei geretteten Menschen die Rede gewesen. Teams der Küstenwache, des Militärs und des Zivilschutzes setzten mit Unterstützung von zwei Hubschraubern die Suche nach den Vermissten fort, hieß es weiter.

An Bord hätten sich 15 überwiegend junge Menschen befunden, auch Minderjährige sowie sieben Mitglieder einer Familie sowie ein Mann und seine schwangere Frau.

Unglück löst Proteste aus

Alle Migranten stammten laut der Nachrichtenagentur Reuters aus der Region Ben Guerdane im Südosten Tunesiens. In der Stadt nahe der libyschen Grenze versammelten sich Dutzende junger Menschen, um eine Beschleunigung der Suchmaßnahmen zu fordern. Reuters zufolge setzte die Polizei Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Das zentrale Mittelmeer ist laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die tödlichste Migrationsroute der Welt. Die Zahl der Todesfälle habe sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Mindestens 914 Migranten seien 2026 auf dieser Route bislang ums Leben gekommen oder würden vermisst.

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