«Herbst muss noch warten»: Darum gibts jetzt wieder bis 28 Grad

- Der Herbst muss warten: Die Schweiz geniesst nochmals fast sommerliche Temperaturen.
- Ein stabiles Hoch sorgt für Sonne und Wärme – bis 28 Grad sind am Wochenende möglich.
- Ab Beginn der neuen Woche könnte das Hoch nachlassen und mehr Regen bringen, so Meteorologe Peter Wick.
Nach dem Hitzesommer zeigt sich der Spätsommer in der Schweiz noch einmal von seiner warmen Seite. Bereits diese Woche kletterte das Thermometer vielerorts auf über 20 Grad. Fürs Wochenende sagen die Prognosen noch höhere Temperaturen voraus.
So kommt es zum Phänomen
Dass der Frühherbst sich im sogenannten Altweibersommer von seiner sonnigen Seite präsentiert, ist nichts Ungewöhnliches, wie Peter Wick sagt. «Beim Altweibersommer handelt es sich typischerweise um eine stabile Schönwetterphase im Frühherbst. Ein Hoch sorgt dafür, dass die Luft absinkt, sich dabei erwärmt und Wolken weitgehend aufgelöst werden. Kommt zusätzlich warme Luft aus südlichen oder südwestlichen Richtungen zu uns, können die Temperaturen Ende September nochmals erstaunlich weit nach oben klettern», erklärt der Meteorologe.
Wie stehst du zu den warmen Herbsttagen, die jetzt noch einmal kommen?
Einen Unterschied zum Sommer gibt es aber: Über Nacht kühlt es bereits deutlich ab. «Dadurch kann es am Morgen richtig frisch werden, bevor am Nachmittag nochmals fast sommerliche Gefühle aufkommen», erklärt Wick.
So warm wird es
Besonders warm wird es am Wochenende in der Nordwestschweiz. Am Samstag steigen die Temperaturen vielerorts auf 24 bis 25 Grad, in Basel sind sogar bis zu 26 Grad möglich. Etwas kühler bleibt es mit 21 Grad in St. Gallen.
Am Sonntag legt die Wärme nochmals zu. Basel, das Rhonetal und lokal auch im Mittelland sind laut Wick 25 bis 28 Grad möglich, auch in Zürich werden sommerliche 26 Grad erwartet. «Die 30-Grad-Marke sehe ich derzeit aber nicht in Reichweite – der Hochsommer kommt also nicht zurück, er schickt uns einfach nochmals einen ziemlich warmen Gruss.»
«Herbst muss noch vor der Tür warten»
Auch zu Beginn der neuen Woche ist mit ähnlich hohen Temperaturen zu rechnen. Danach wird die Geschichte unsicherer, wie der Meteorologe erläutert: Das Hoch könnte langsam an Kraft verlieren und Störungen könnten wieder näher kommen, wodurch mehr Wolken, Regen und tiefere Temperaturen den Herbst wieder stärker ins Spiel bringen könnten.
«Einen regelrechten Temperatursturz oder gar einen Kälteeinbruch sehe ich momentan aber noch nicht. Der Herbst steht zwar vor der Tür – am Wochenende muss er aber nochmals draussen warten.»
Das bedeutet «Altweibersommer» eigentlich
Als Altweibersommer wird eine Schönwetterphase im Herbst bezeichnet. Besonders ausgeprägt kann sie in den Bergen sein, wenn dort die Sonne scheint, während tiefer gelegene Gebiete unter Nebel oder Hochnebel liegen.
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Der ungewöhnliche Name hat dabei nichts mit älteren Frauen zu tun. Laut MeteoSchweiz wird seine Herkunft in der meteorologischen Fachliteratur nicht diskutiert. Eine verbreitete Erklärung führt aber den Begriff auf feine Spinnfäden zurück, die im Herbst durch die Luft schweben. Das kommt vom altdeutschen Begriff «weiben» und bezeichnet das Knüpfen von Spinnweben und wurde für das heutige Wort «weben» verwendet.
Auch «alt» ist hier nicht im heutigen Sinn zu verstehen. Laut Duden bedeutet es in diesem Zusammenhang «spät». Der Altweibersommer ist demnach wörtlich ein Spät- oder Nachsommer.
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