Mittwoch: Uber-Ausbau mit Catering-Übernahme, Toshiba und Seagate buhlen um TDK
2,3 Milliarden US-Dollar zahlt Uber für die Übernahme des Catering-Vermittlers Ezcater aus Boston. Damit möchte Uber mehr Speisen an Unternehmen zustellen, denn die eigene Sparte Uber Eats bedient bislang kleinere Bestellungen. Eine weitere Übernahme deutet sich im HDD-Bereich an. Zwei der drei verbliebenen Festplattenhersteller sollen an einem Kauf von TDK interessiert sein, dem letzten unabhängigen Zulieferer von HDD-Schreib-Leseköpfen. Derweil wagt Jaguar einen kompletten Neustart, an dessen Beginn eine riesige, ungewöhnlich geformte und sehr teure Limousine mit drei E-Motoren steht. Der neue Jaguar Type 01 hat kaum noch etwas vom bisherigen Jaguar-Design – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Der Beförderungsvermittler Uber übernimmt das Unternehmen Ezcater, das US-weit Catering zwischen mehr als 140.000 Restaurants und bestellenden Unternehmen vermittelt. Ezcaters Angebot umfasst sowohl fortlaufende Lieferung zubereiteter Speisen zur Verköstigung von Mitarbeitern als auch klassisches Catering für einzelne Veranstaltungen. Ähnliches bietet Uber in Form von Uber Eats bereits an, bedient allerdings in der Regel kurzfristige Bestellungen deutlich kleinerer Mengen. Mit dem Bostoner Unternehmen Ezcater steigt Uber in das Geschäft längerfristig geplanter Speisenbestellungen größeren Umfangs ein. Das zugekaufte Geschäft ist bislang nicht profitabel. Dennoch erwartet Uber, dass sich seine Marge mit Ezcaters Geschäft verbessert: Uber übernimmt US-Catering-Konzern Ezcater.
Eine weitere Übernahme in der IT-Branche wird dagegen noch diskutiert. Seagate und Toshiba sind offenbar beide an TDKs Geschäftseinheit für magnetische Schreib-Leseköpfe von Festplatten interessiert. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Quellen hat Toshiba im Frühjahr Gespräche mit TDK aufgenommen, aber im Sommer hat Seagate ein höheres Angebot abgegeben. Die Übernahme dürfte mehrere Milliarden US-Dollar kosten. TDK ist der letzte unabhängige Zulieferer von Schreib-Leseköpfen für Festplatten, sodass eine Übernahme durch einen der HDD-Hersteller wettbewerbsrechtlich zu prüfen sein wird. Denn damit könnte einer der HDD-Hersteller die Preise von Schreib-Leseköpfen kontrollieren und die Produktionsmengen von Rivalen beeinflussen, so ein Bericht: Seagate und Toshiba im Bieterstreit um Übernahme von TDKs HDD-Geschäft.
Die Marke Jaguar stand in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder am Abgrund. Von einigen Fans wurde und wird sie hartnäckig vergöttert, die allerdings vor allem die ruhmreiche Vergangenheit preisen – und nicht die Neuerscheinungen der näher zurückliegenden Jahre. Ein kompletter Reset soll es richten: Alle bisherigen Modelle sind eingestellt, der letzte F-Pace lief im Dezember 2025 vom Band. Seitdem baut Jaguar keine Neuwagen mehr. Das soll sich 2027 ändern. Dann geht der Type 01 in Serie, den Jaguar jetzt erstmals ungetarnt zeigt. Die 5,24 m lange Limousine, die nur 1,4 m hoch ist, hat wirklich gar nichts mehr mit der Jaguar-Historie zu tun. Jaguar verbaut drei Elektromotoren, einen vorn, zwei hinten. Der Type 01 soll ab etwa 165.000 Euro zu haben sein. Es ist der radikale Bruch mit der Historie: Jaguar Type 01 vorgestellt.
Jaguar Type 01 - außen (5 Bilder)

Jaguar
)Japan liefert kaum Beschuldigte an Staaten aus, mit denen das Kaiserreich kein Auslieferungsabkommen hat. Die hat es nur mit Südkorea und den USA. Im Falle eines Russen macht Japan nun eine der seltenen Ausnahmen: Er wurde Anfang Oktober an Deutschland ausgeliefert, wo ihm der Strafprozess gemacht werden soll. Der 28-Jährige ist verdächtig, wichtiger Teil Qilins zu sein. Qilin ist in letzter Zeit einer der aktivsten Ransomware-Banden; der Verhaftete soll für die Programmierung der Software zuständig gewesen sein. So ist Qilin 2024 erfolgreich in die IT eines deutschen Logistikunternehmens eingedrungen und hat dieses erpresst. Die Qilin-Bande ist international tätig, auch in Japan. Dort wurde vor gut einem Jahr die Großbrauerei Asahi angegriffen, ebenfalls mit der Ransomware Qilin: Russe von Japan an Deutschland ausgeliefert.
Bis zum Sommer 2025 waren Speichermodule für Desktop-PCs und Notebooks sowie SSDs günstig. Dann schlug der KI-Boom zu, der Bau riesiger Rechenzentren saugt den Markt der Speicherchips leer. Seit einem Jahr klettert die Preiskurve deshalb steil nach oben. Da liegt die Frage nahe: Wie entwickeln sich die Preise in der Zukunft? Zwar sind keine konkreten Vorhersagen möglich, aber mehrere Trends und Veränderungen zeichnen sich ab. Die Hersteller von RAM- und NAND-Flash-Chips verdienen irre Summen, investieren aber auch Milliarden in den Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten. Theoretisch könnte das die Liefersituation entspannen, allerdings verschiebt sich gleichzeitig die Nachfrage. Wir analysieren die aktuelle Situation bei Speicherchips und erläutern absehbare Entwicklungen im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Wie lange bleibt RAM noch teuer?
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Auch noch wichtig:
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