iPhone Duo: Was es im Vergleich zum iPhone 18 Pro weniger kann
Apples erstes Foldable ist da: Am Freitag wird das iPhone Duo offiziell an erste Besteller geliefert. Zwar muss man bei einem nun auftretenden Kaufwunsch vermutlich bis Januar warten, da die Geräte ausverkauft sind. Doch sollte man vor der Entscheidung grundsätzlich genau hinsehen. Trotz des spannenden neuen Formfaktors müssen Erwerber nämlich mit einer Anzahl von Defiziten leben, die man von anderen (sogar günstigeren) iPhones schlicht nicht gewohnt ist.
Es ist kein iPad mini zum Aufklappen
So bekommt man zum Preis von mindestens 2300 Euro kein wirkliches „Riesen-iPhone“ – auch nicht im aufgeklappten Zustand. Das 7,6 Zoll große Innendisplay entspricht im Hochkantformat ungefähr der Größe eines iPhone 18 Pro Max, ist dafür nur etwas breiter. Das Außendisplay ist wiederum weniger hoch (wenn auch breiter) als das des iPhone 13 mini.
Es handelt sich also keineswegs um ein iPad mini zum Zuklappen, das aktuell (noch ohne OLED) mit 8,3 Zoll kommt. Nutzer werden sich bei der Bedienung also umgewöhnen müssen, auch wenn Apple verspricht, im Betriebssystem Vorsorge für eine adäquate Bedienung getroffen zu haben. Dennoch müssen Entwickler ihre Apps anfassen, wenn sie sie wirklich passend für das iPhone Duo machen wollen.
Funktionsumfang und Kamera
Beim Funktionsumfang muss man ebenfalls Abstriche machen, wenn man es mit dem mindestens 1600 Euro teuren iPhone 18 Pro Max vergleicht. Es gibt keine Gesichtserkennung, sondern die Rückkehr des Fingerabdrucksensors Touch ID in der Seitentaste. Eine Kamerasteuerung ist zwar vorhanden, dafür aber keine frei belegbare Aktionstaste. Man kann nur eSIMs verwenden, physische SIM-Kartenslots existieren nicht. Die Batterie soll laut Apple bis zu 24 Stunden lang „typische Benutzung“ packen (was in der Praxis deutlich geringer ausfällt), das 18 Pro Max bis zu 30 Stunden. Die Ladegeschwindigkeit per Kabel ist minimal langsamer. Beim Gewicht muss man mit einem Plus von rund 40 Gramm gegenüber dem iPhone 18 Pro Max rechnen.
Das Kamerasystem ist deutlich einfacher. Es fehlt der dritte Sensor, das Teleobjektiv. Wer optisch zoomen will, kann das nur per Crop mit der Hauptkamera. Eine variable Blende fehlt, die Bildstabilisierung und die Focus-Pixel-Abdeckung sind ebenfalls schlechter. Zudem lässt Apple den LIDAR-Scanner weg, was Spatial-Fotos und Spatial-Videos unterbindet. Auch die verfügbaren Foto- und Videoformate fallen schlechter aus: ProRAW-Fotos gehen gar nicht, ProRest und ProRes RAW für Video werden ebenfalls nicht unterstützt. Auch mit ACES und Apple Log 2 muss man beim Duo erst gar nicht anfangen, sie fehlen in der Kamera-App.
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