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Friday, October 30, 2026

Blick beim Gipfeltreffen der Amag-Markenbosse

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Von nächstem Donnerstag bis Sonntag steigt die 39. Auto Zürich. Die Amag belegt als grösste Importeurin gleich die gesamte Halle 5. Exklusiv für SonntagsBlick ziehen die Markenchefs vorab Bilanz – und verraten ihre Trümpfe.

Audi mischt seit dieser Saison in der Formel 1 mit. Was bringt dieses Engagement?

Dieter Jermann, Markenchef Audi: In erster Linie Markenstärke. Es ist die höchste Auszeichnung, in der Rennsport-Königsklasse mitzumischen. Und für uns ist natürlich der Schweizer Hintergrund des Teams extrem positiv und spannend. Was Peter Sauber (83) einst kreiert und aufgebaut hat, läuft jetzt weiter und wird laufend vergrössert und ausgebaut. Nicht unerheblich für den Wirtschaftsstandort Schweiz.

Der neue Audi-Supersportwagen Nuvolari wird nicht an der Auto Zürich gezeigt. Wann kommt er auf unsere Strassen?

Der Nuvolari ist ein Image-Projekt und momentan existiert nur ein Prototyp. Er wurde innert kürzester Zeit entwickelt und umgesetzt. Der 1001-PS-Supersportler geht nächstes Jahr in Produktion und die ersten Exemplare dürften auch dann ausgeliefert werden. Von den 200 für Europa bestimmten Einheiten erhalten wir für die Schweiz rund 20 Fahrzeuge. Dazu haben wir eine grosse Warteliste.

Weniger gut läufts im ewigen Duell mit der deutschen Premiumkonkurrenz.

Stimmt, als Marke sind wir punkto Marktanteil noch nicht dort, wo wir hinwollen. Das hat verschiedene Gründe. Unter anderem auch Marktbedingungen, die verhinderten, dass wir mit gewissen Modellen die gewünschten Volumen erzielen konnten. Wir bleiben aber zuversichtlich, denn fürs letzte Quartal siehts positiv aus. Abgerechnet wird erst Ende Jahr. Und so viel vorweg: Die kommenden Modelle werden technologisch und beim Design ein starkes Zeichen setzen.

Kein Nuvolari an der Messe, dafür ein Audi-F1-Showcar und ein bunter Strauss weiterer Neuheiten. Ihre Highlights?

Sicher der A2 E-Tron, den Audi jetzt kurz vor der Markteinführung schon zeigen kann. Ein kompaktes Fahrzeug, das elektrisch und sehr innovativ daherkommt. Hinzu kommt unser aufgewerteter E-Bestseller Q4 E-Tron. Dann unser Flaggschiff, der neue Q9 sowie die dritte Generation des Q7. Zudem wird mit dem RS4-Avant-Nachfolger RS5 unser vielleicht grösster Erfolg präsentiert. Von ihm haben wir in nur sechs Monaten bereits über 600 Stück verkauft.

Erfolgreich in der Schweiz unterwegs ist Cupra. Was ist das Geheimnis des noch relativ jungen, aber aufstrebenden Brands?

Rico Christoffel, Markenchef Cupra/Seat: Cupra positioniert sich zwischen Premiumsegment und Massenmarkt und setzt auf Emotionalität, Sportlichkeit, Dynamik und Design. Ein Cupra ist mehr als nur ein Auto, um von A nach B zu kommen. Ein Cupra will Spass machen und ein Statement für Individualität sein. Offenbar kommt dies, gerade in der Schweiz, gut an. Blicken wir zwei Jahre zurück, hatten wir rund 3500 Bestellungen. Inzwischen sind wir per Oktober bei 6000.

Was zeigt Cupra in Zürich?

Im Mittelpunkt steht das Thema Custom by Abt, mit all den optischen Tuningmöglichkeiten für unsere verschiedenen Modelle. Für Sportsfreunde zudem spannend: der Cupra Leon VZ TCR. Ein Fronttriebler mit 325 PS, von dem nur 499 Exemplare gebaut werden, aber über 50 Stück in die Schweiz kommen. Und dann zeigen wir natürlich noch unseren neuen Kompaktstromer Cupra Raval – ebenfalls mit Custom by ABT-Paket.

Um Seat beneidet Sie derzeit niemand. Der Brand gilt bei vielen als Auslaufmodell. Wetten, dass Seat 2030 Geschichte ist?

Wie vom Seat-Vorstandsvorsitzenden Markus Haupt kommuniziert, werden verschiedene Szenarien diskutiert. Bis es so weit ist, bleibt Seat ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios. Sollte die Marke tatsächlich dereinst neue Wege gehen, liefern wir unseren Seat-Händlern für die nächsten 15 Jahre Teile und servicieren die Autos weiter.

Auto Zürich 2026 – das musst du wissen

Datum/Öffnungszeiten: 5. bis 8. November 2026, 10 bis 21 Uhr (Sa/So 10 bis 19 Uhr)

Ort: Messe Zürich

Eintrittspreise: Erwachsene 23 Franken (online) / 26 Franken (Tageskasse); AHV/IV-Bezüger 14 / 16 Franken; Schüler/Studierende/Lernende 12 / 14 Franken; Abendtickets (Do/Fr ab 18 Uhr) 14 / 16 Franken; Familientickets (2 Erwachsene, 1–4 Kids bis 16 Jahre) 45 Franken; Dauerkarte 40 Franken

Infos: www.auto-zuerich.ch

Datum/Öffnungszeiten: 5. bis 8. November 2026, 10 bis 21 Uhr (Sa/So 10 bis 19 Uhr)

Ort: Messe Zürich

Eintrittspreise: Erwachsene 23 Franken (online) / 26 Franken (Tageskasse); AHV/IV-Bezüger 14 / 16 Franken; Schüler/Studierende/Lernende 12 / 14 Franken; Abendtickets (Do/Fr ab 18 Uhr) 14 / 16 Franken; Familientickets (2 Erwachsene, 1–4 Kids bis 16 Jahre) 45 Franken; Dauerkarte 40 Franken

Infos: www.auto-zuerich.ch

Wechseln wir zu Skoda, dem Erfolgsbrand der Amag schlechthin. Mit dem kompakten Epiq und dem grossen Peaq zeigt Skoda in Zürich zwei weitere, neue Stromer.

Markus Kohler, Markenchef Skoda: Genau, und die kommen mit der neuen Designsprache «Modern Solid» beim Publikum gut an. Der Epiq als kleiner Kompakter, aber mit grossem Kofferraum. Und der Peaq als neues Flaggschiff mit Platz für Familien mit bis zu sieben Personen.

Löst Skoda bald die langjährige Nummer 1 VW in der Schweiz ab?

Warum nicht? Wir sind mittlerweile extrem breit aufgestellt. Das zeigt sich auch in unserem kontinuierlichen Wachstum. Wir haben zuletzt wieder um 0,2 Prozent Marktanteil zugelegt.

Welches ist aktuell der meistverkaufte Skoda in der Schweiz?

Der elektrische Enyaq. Ein klassisches Flottenfahrzeug, das inzwischen den Octavia als Bestseller abgelöst hat. Aber mir ist nicht so wichtig, welches Modell der Bestseller ist, sondern dass sich alle gut verkaufen. Und wenn wir die Top 10 anschauen, sind wir mit vier Modellen in dieser Hitparade nicht so schlecht vertreten.

Viele E-Neuheiten zeigt auch die Marke VW in Zürich. Wie reagiert das Publikum?

Claude Gregorini, Markenchef VW: Sehr gut. Schon der ID.3 Neo lief im Sommer gut an. Und der eben lancierte ID. Polo ist ein Verkaufsschlager. Wir haben bereits 1350 Kundenbestellungen. Es dürfte entsprechend zu etwas längeren Lieferfristen kommen. Gespannt sind wir auf die Publikumsresonanz bei unseren beiden Auto-Zürich-Highlights, dem neuen ID. Cross, einem vollelektrischen Kompakt-SUV und der Schweizer Premiere des neuen ID. Tiguan als ID.4/ID.5-Nachfolger.

Mit dem neuen Motto «True Volkswagen» besinnt sich VW wieder auf alte Stärken …

… genau, das ist der richtige Weg. Dazu gehören klares Design, hochwertige Materialien, intuitive Bedienung mit physischen Tasten und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Da passen die jüngsten VW-Rückrufe wegen korrodierender Schrauben oder brandgefährdeter Akkus aber schlecht?

Ja, das ist ärgerlich. Aber auch Beweis dafür, dass VW wirklich auf Sicherheit bedacht ist und deshalb besser vorsorglich Rückrufaktionen startet.

Blick auf die Nutzfahrzeuge: Auch sie stehen in Zürich. Wie behauptet sich VW gegen die Konkurrenz?

Nicol Fleissner, Chefin VW Nutzfahrzeuge: Wir sind die Nummer 1 im leichten Nutzfahrzeugmarkt. Und in Zürich zeigen wir unsere neuen, aufgewerteten Grossraum-Vans wie den California oder den Multivan.

Wie weit fortgeschritten ist die E-Mobilität bei den Nutzfahrzeugen?

Vor allem bei Grossflotten sehen wir eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach E-Fahrzeugen. Unternehmen mit klaren Nachhaltigkeitszielen treiben die Elektrifizierung ihrer Flotten aktiv voran. Aktuell sind wir bei rund 15 Prozent. Und mit dem ID. Buzz Cargo haben wir das meistverkaufte E-Nutzfahrzeug im Angebot, was uns sehr freut.

Inzwischen fluten über 20 chinesische Marken unseren Markt mit neuen Modellen. Wie hält die Amag dagegen?

Olivier Wittmann, Managing Director Amag-Import: Gemäss AXA Mobilitätstacho 2026 möchten 84 Prozent all jener, die sich einen neuen Stromer wünschen, ein Produkt eines deutschen Herstellers kaufen. Gründe sind wohl der gute Ruf der Volkswagen-Gruppe, die gute Qualität unserer Autos, unser grosses und professionelles Händler- und Service-Netz mit top ausgebildeten Mitarbeitenden. Kommt dazu, dass wir heute mit unserem schweizweiten Partnernetz und mit den rund 200 Standorten alles aus einer Hand anbieten können. Unser gesamtes Ökosystem, das wir als Amag anbieten, ist auf unserem Markt wohl beispiellos.

Konkurrenz belebt das Geschäft: Herr und Frau Schweizer greifen bei den China-Stromern bereits zu.

Stimmt. Neue Wettbewerber auf dem Markt fordern auch uns als arrivierte Player mit mehr als 30 Prozent Marktanteil heraus. Wir überdenken gewisse Abläufe und bewegen uns so zum Wohle des Konsumenten weiter vorwärts. Ich bin sicher, die Kunden werden sich überlegen, wo sie künftig am besten aufgehoben sind. Bei welcher Marke, mit welcher Serviceleistung und mit welchen starken Partnern im Hintergrund.

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