ESPN Deportes'Hormiga' marcó su primer gol en la Europa League para empatar el encuentroDaily MaverickAFRICAN AVIATION: Africa’s air travel relies on distant hubs: It’s time to fix thisThe Jerusalem PostNorwegian Jews decry proposed criminalization of settlement trade - interiewוואלהצה"ל: שלושה מחבלי חמאס והג'יהאד האיסלאמי חוסלו בצפון רצועת עזהESPNTommy Pham homers for White Sox after making case for activation to GM in elevatorRTP DesportoPortugal cai nos `oitavos` do Mundial feminino de sub-20 ao perder com EspanhaGlobal NewsDistraction robberies targeting senior South Asian women rising in EdmontonThe IndependentNoah Woods latest: Body found in search for boy, 3, last seen in Suffolk playgroundFrance 24Amnesty says Iran committed 'crimes against humanity' in protests crackdownNOSCentrumlinkse oppositie in Zweden nipt groter dan rechts blokDeadlineBobbi Althoff Bringing Back ‘The Really Good Podcast’, New Season Premieres End Of SeptemberThe Hollywood ReporterViral YouTube Star Julie Nolke Plans Dark Comedy Series ‘Becky and Miranda’
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, September 16, 2026

Inklusionsinitiative – Hürden für Menschen mit Behinderung sind Thema im Nationalrat

Translate
  • Menschen mit Behinderung sollen in ihrem Alltag künftig weniger oft auf Hürden stossen.
  • Der Nationalrat hat mit den Beratungen zur Inklusionsinitiative und zum Inklusionsgesetz begonnen.
  • Die Liste der Änderungsanträge ist lang. Der Nationalrat wird die Debatte am Montag fortsetzen.

Das Inklusionsgesetz ist der indirekte Gegenvorschlag zu der von Behindertenorganisationen eingereichten Inklusionsinitiative. Diese verlangt, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und über alle Gesetzesebenen hinweg zu stärken. Im Gesetz will der Bundesrat diese Anliegen aufnehmen.

Person in einem grünen Shirt arbeitet an einem Computer, mit Tastatur im Fokus.
Legende: Die Initiative verlangt, die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und über alle Gesetzesebenen hinweg zu stärken. Keystone/Christian Beutler

Den vom Bundesrat nach Kritik angepassten Gegenvorschlag hatte die Mehrheit der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) zusätzlich ergänzt, im Sinne der Linken sowie der Initiantinnen und Initianten.

Zahlreiche Anpassungswünsche

Box aufklappen Box zuklappen

Sowohl die Bürgerlichen als auch die Linke haben zahlreiche Anpassungswünsche. Über 30 Minderheitsanträge liegen vor. Konkret will die Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission (WBK-N) des Nationalrats für Menschen mit Behinderung den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern und so deren wirtschaftliche Eigenständigkeit stärken. Zudem sollen Ausbildungsmöglichkeiten gezielt gefördert und Instrumente wie Job-Coaching gestärkt werden. Weiter will die Mehrheit die Zahl der Assistenzstunden für Menschen mit Unterstützungsbedarf im ersten Arbeitsmarkt auf neunzig pro Monat erhöhen. Ebenso will sie Assistenzleistungen Dritter stärken.

Wer nur in einem Heim die nötige Unterstützung erhalte, könne seine Wohnform nicht frei wählen, sagte Islam Alijai. Er forderte Voraussetzungen dafür, dass mehr Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden können.

Der Gegenvorschlag bringe zwar viele Fortschritte, sagte Katharina Prelicz-Huber (Grüne/ZH). Mit den Minderheitsanträgen von Rot-Grün kämen die Bestimmungen im Inklusionsgesetz der Initiative näher. Diese sei jedoch klarer und verbindlicher als die Gesetzesvorlage. Menschen mit Behinderung müssten Rechte nicht nur haben, sondern auch ausüben können, sagte Laurence Fehlmann Rielle (SP/GE).

Für Gabriela Suter (SP/AG) genügt es nicht, Informationen bereitzustellen, etwa am Bahnhof zu einem ausfallenden Zug. Diese Information müsse eine Person mit Sehbehinderung erreichen.

Mit der in der UNO-Behinderten­rechts­konvention verankerten Wahlfreiheit gehe es nur mühsam voran, stellte Jean Tschopp (SP/VD) fest. Der Gegenvorschlag stelle namhafte Verbesserungen dar, sagte Marie-France Roth Pasquier (Mitte/FR). Die WBK-N habe zentrale Alltags­erleichterungen in die Gesetzesvorlage eingebaut.

«Wunschzettel mit Kostenfolgen»

Die FDP will Korrekturen im Gesetzesentwurf. «Er präsentiert sich als Wunschzettel mit massiven Kostenfolgen», kritisierte Regine Sauter (FDP/ZH). Besonders störend sei, dass die Mehrheit nicht Hand bieten wolle für ein schlüssiges Konzept zur Arbeitsintegration. Für Arbeitgeber müssten die Bedingungen stimmen.

Hans Jörg Rüegsegger (SVP/BE) forderte namens der SVP mit einem Rückweisungsantrag eine schlankere Vorlage. Mit der Erweiterung des bundesrätlichen Vorschlags durch die Kommission würden private Arbeitgeber mit zusätzlichen Regelungen und Ansprüchen belastet, kritisierte er. Und das ohne Vernehmlassung.

Der Gegenvorschlag enthalte für praktisch jeden Lebensbereich neue Aufgaben, sagte Katja Stettler-Riem (SVP/BE). «Muss der Bund tatsächlich festlegen, wie Inklusion in all diesen Bereichen zu fördern ist?»

Jede neue Aufgabe brauche Verwaltung und für jede neue Leistung werde Geld benötigt, sagte Stettler-Riem. «Behinderung kann jeden und jede treffen», sagte Philipp Kutter (Mitte/ZH), selbst Rollstuhlfahrer. Fehlende Assistenz führe etwa dazu, dass Betroffene und Angehörige weniger arbeiten könnten. Auch das koste.

Und im öffentlichen Verkehr sei das Ziel der Barrierefreiheit verfehlt worden. An gewissen Orten brauche es Vorschriften, damit es ein kleines Stück vorwärtsgehe. Entscheide fällte der Nationalrat aus Zeitgründen noch nicht. Er wird die Debatte am kommenden Montagnachmittag fortsetzen.

View the original on SRF News

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.