Löhne geben Erhöhung vor: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent

Löhne geben Erhöhung vorExperten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent
26.09.2026, 10:51 Uhr
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Während intensiv über die Zukunft der Rente diskutiert wird, sieht die Einkommensentwicklung für die aktuellen Rentnerinnen und Rentner gar nicht so schlecht aus. Die nächste Rentenerhöhung könnte sogar höher als erwartet ausfallen.
Die Renten in Deutschland könnten einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr um deutlich mehr als vier Prozent steigen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einem Plus von 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.
"Wir gehen in unseren Berechnungen momentan von einem Anstieg der Renten um 4,7 Prozent aus", sagte IWH-Konjunkturchef Oliver Holtemöller der Zeitung. Auch die Deka Bank erwartet demnach eine Erhöhung von mehr als vier Prozent. "Die diskutierte Größenordnung von über vier Prozent halte ich für realistisch", sagte deren Chefvolkswirt Ulrich Kater der "Bild".
Beide Experten verwiesen zur Begründung auf die vergleichsweise stark steigenden Verdienste der Arbeitnehmer in diesem Jahr. Diese sind Grundlage für die Rentenanpassung 2027.
Die Deutsche Rentenversicherung hält dem Bericht zufolge an ihrer bisherigen Prognose eines Rentenanstiegs um 4,4 Prozent fest. Ein Plus von 4,7 Prozent wäre im Westen die stärkste Rentenerhöhung seit 2022. Damals waren die Altersbezüge dort um 5,35 Prozent gestiegen.
Arbeit an neuen Modellen
Die von der Bundesregierung eingesetzten Alterssicherungskommission hatte 33 Empfehlungen für Reformen erarbeitet, die jetzt zwischen Union und SPD kontrovers diskutiert werden. Unter anderem soll bis 2031 die Haltelinie verlängert werden, die das Rentenniveau bei 48 Prozent hält. Wirtschaftswissenschaftler mahnen jedoch seit längerem, dass dieses Niveau aufgrund demografischer Veränderungen kaum noch zu halten ist.
In dieser Woche hat die Bundesregierung eine neue staatliche Förderung vorgestellt, um die private Altersvorsorge künftig schon im Kindesalter beginnen zu lassen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil brachte am Freitag sein Gesetz zur sogenannten Frühstartrente in den Bundestag ein: Es sieht vor, dass der Bund künftig für Kinder und Jugendliche pro Monat zehn Euro in ein individuelles Depot einzahlt - in der Erwartung, dass dann durch die Effekte von Zins und Zinseszins bis zum Rentenantritt eine erhebliche Summe zusammenkommt.
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