Starkes iPhone-Geschäft sorgt für Rekordumsatz bei Apple
Ausblick mau Apple meldet dank iPhone-Geschäft Rekordumsatz
Stand: 03.11.2026 • 09:13 Uhr
Apple hat unter dem neuen Konzernchef John Ternus die Erwartungen von Börsenprofis übertroffen. Der iPhone-Umsatz und die Konzernerlöse haben im dritten Quartal Rekordwerte erreicht. Die Aktie fällt trotzdem.
Eine starke Nachfrage und Preiserhöhungen haben Apple im dritten Quartal Rückenwind verliehen - geholfen haben die Spitzenmodelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Der Smartphone-Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf 57,56 Milliarden Dollar, wie der Tech-Riesen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit rund einer Milliarde Dollar weniger gerechnet. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns.
Im September bringt Apple traditionell neue iPhone-Modelle auf den Markt, die dann rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sind. Der neue Apple-Chef John Ternus sagte dem Wirtschaftssender CNBC, beim ersten aufklappbaren Modell des Konzerns, dem iPhone Duo, gebe es weiterhin Engpässe. In den Quartalszahlen ist Apples Faltmodell für mehr als 2.000 Euro aber nicht enthalten, da der offizielle Verkauf erst vor wenigen Tagen begonnen hat.
Erste Bilanz unter neuem Apple-Chef
Erstmals legte Ternus die Quartalszahlen vor und stand Investoren Rede und Antwort. Der bisherige Hardware-Boss hatte mitten in dem Quartal den Chefposten vom langjährigen Konzernlenker Tim Cook übernommen. Er nutzte die erste Analystenkonferenz, um eine Vision für Apple zu formulieren. Der Konzern lasse sich davon leiten, dass Technologie die Welt besser machen müsse, sagte Ternus.
Apple wolle dies durch Produkte erreichen, die kompromisslose Standards bei Qualität, Leistung, Design und Langlebigkeit erfüllten. Das iPhone stehe in der KI-Ära weiter im Mittelpunkt des Apple-Geschäfts als eine Art persönliches digitales Drehkreuz. Mit anderen Worten: Apple setzt darauf, dass es das iPhone und andere Geräte des Konzerns sein werden, über die Menschen auf Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) zugreifen werden.
Preiserhöhungen helfen Apple
Ein weiterer Grund für die starken Geschäftszahlen von Apple sind die jüngsten Preiserhöhungen für verschiedene Produkte. Damit reagierte das Unternehmen auf die in den vergangenen Monaten rasant gestiegenen Kosten für Speicherchips. Dieser Anstieg sei beispiellos und gehe weiter, sagte Ternus. Der Konzern versuche, dies unter anderem durch niedrigere Preise bei anderen Bauteilen abzufedern.
Die entscheidende Frage sei, wie stark sich der höhere Preis auf die Nachfrage auswirken werde, sagte Analyst Bob O'Donnell vom Research-Haus TECHnalysis. Andere Smartphone- und Laptop-Anbieter bekämen die Kaufzurückhaltung der Kunden deutlich zu spüren. Portfoliomanager Dan Morgan vom Vermögensverwalter Synovus erklärte beim Thema KI, dass andere Anbieter technologisch deutlich fortgeschrittener seien. "Doch Apple betont, dass die Siri-KI weitaus stärker auf Vertrauen und Datenschutz ausgerichtet ist."
Schwacher Ausblick
Apples Konzernumsatz kletterte in den vergangenen drei Monaten überraschend deutlich um zwölf Prozent auf 114,48 Milliarden Dollar. Unter dem Strich legte der Gewinn ebenfalls um zwölf Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zu.
Für das laufende Quartal prognostiziert Apple jedoch ein langsameres Wachstum. Wegen der weiter steigenden Speicherchip-Preise dürfte die Bruttomarge auf 45 bis 46 Prozent von zuletzt etwa 48 Prozent schrumpfen. Das drückte auf die Stimmung bei Anlegern. Apple-Papiere waren nachbörslich zeitweise vier Prozent im Minus.
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