Djokovic übergibt sich: Zverev muss als Nachtarbeiter mächtig kämpfen

Es ist tief in der Nacht, als Alexander Zverev aufatmen kann. Der beste deutsche Tennisprofi gewinnt sein Auftaktspiel in Cincinnati - hat aber deutlich mehr Mühe, als ihm lieb ist. Noch viel schlimmer ergeht es Novak Djokovic.
Wimbledon-Finalist Alexander Zverev kommt vor den US Open nur langsam in Schwung. Der Hamburger wendete bei der Nachtschicht in seinem Auftaktspiel beim Masters-Turnier in Cincinnati eine Pleite gerade noch ab. Der an Nummer eins gesetzte Zverev siegte gegen den Briten Cameron Norrie 3:6, 6:3, 6:3. Den Matchball verwandelte er um 2:15 Uhr Ortszeit.
"Ich musste in meinen Rhythmus kommen. Der erste Satz war nicht gut. Der zweite und dritte Satz waren aber auf einem hohen Level", sagte Zverev. In der nächsten Runde trifft er auf den Franzosen Terence Atmane.
Zverev hatte zuletzt schon beim Masters-1000-Turnier in Montreal gepatzt, als er überraschend in der zweiten Runde gegen den Niederländer Tallon Griekspoor gescheitert war. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 30. August in New York.
Weitere Deutsche schon raus
Für Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann war dagegen in der zweiten Runde schon Schluss. Struff verlor gegen den Chilenen Alejandro Tabilo 3:6, 4:6. Für Hanfmann kam das Aus nach einem 6:7 (5:7), 1:6 gegen den Franzosen Arthur Fils.
Ein frühes Aus ereilte auch Superstar Novak Djokovic. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger aus Serbien unterlag dem Argentinier Thiago Agustin Tirante 6:2, 4:6, 4:6. In seinem ersten Match auf der Tour seit der Niederlage im Wimbledon-Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Jannik Sinner hatte Djokovic sichtlich mit den Temperaturen zu kämpfen und erbrach sich im zweiten Satz während eines Medical Timeouts.
Djokovic, an Position drei gesetzt, hatte den Titel in Cincinnati 2018, 2020 und 2023 gewonnen und nur bei seinem Debüt in Ohio 2005 in der ersten Runde verloren. Auch für ihn war das Masters die Generalprobe für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Bei den US-Open hat der Serbe vier seiner 24 Major-Titel geholt.
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