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Tuesday, October 13, 2026

Knoten an der Lunge – Papst Leo XIV. hat die Operation gut überstanden

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  • Papst Leo hat nach Angaben des Vatikans einen chirurgischen Eingriff zur Entfernung eines Knotens an der Lunge gut überstanden.
  • Die Operation im Gemelli-Spital in Rom sei erfolgreich und nach Plan verlaufen, hiess es am Dienstagabend.
  • Es ist das erste bekannte grössere gesundheitliche Problem des 71-Jährigen seit seinem Amtsantritt vor 17 Monaten.

Der Papst hatte am Sonntag erklärt, das Gewächs sei bei einer Untersuchung frühzeitig entdeckt worden. Geplant ist, dass Leo etwa eine Woche zur Erholung in der Klinik bleibt. Alle öffentlichen Termine bis zum 20. Oktober wurden abgesagt. Der Eingriff soll medizinischen Experten zufolge auch klären, ob das Gewächs bösartig ist oder weitere Behandlungen erforderlich sind. Der Vatikan machte am Dienstag keine Angaben zu genauen Untersuchungen.

Leo, der im Mai 2025 zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus gewählt worden war, gilt für einen Kirchenführer als vergleichsweise jung. Er treibt Sport und ist nicht als Raucher bekannt. Vom 6. bis 17. November ist bislang eine Reise des Papstes nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant.

Operation im «Spital der Päpste»

Die Gemelli-Klinik in Rom, in der der Leo XIV. operiert wurde, ist seit Jahrzehnten für die Behandlung von Päpsten zuständig. Das Spital auf dem Hügel Monte Mario im Nordwesten der italienischen Hauptstadt liegt nur fünf Kilometer Luftlinie vom Vatikan entfernt. Wegen ihrer besonderen Rolle wird die Klinik oft als «Spital der Päpste» bezeichnet.

Das Policlinico Universitario Agostino Gemelli ist das Lehrspital der Katholischen Universität Sacro Cuore (Heiliges Herz). Es wurde 1964 gegründet und gilt als eines der besten Spitäler Italiens. Benannt ist die Klinik nach dem Franziskanerpater und Mediziner Agostino Gemelli (1878–1959).

Ein Mann in weissem Gewand schüttelt die Hand eines Mannes in einem weissen Arztkittel.
Legende: Papst Leo XIV. wird vom behandelnden Arzt vor der Klinik begrüsst. Reuters / Guglielmo Mangiapane

Eigener Trakt im zehnten Stock für Päpste

Etwa 1800 Betten hat die Klinik. Im zehnten Stock gibt es einen eigenen Trakt für den Papst. Dieser besteht aus einem Apartment mit Krankenzimmer, mehreren Salons, Küche, Kapelle und Besprechungsraum. Die gesamte Etage wird strengstens bewacht von Beamten der Vatikan-Gendarmerie. Papst Leo XIV. traf am Dienstagmittag für seine Lungenoperation ein.

Die Tradition, dass Päpste im Gemelli behandelt werden, besteht seit der Amtszeit von Johannes Paul II. (1920–2005). Als Patient war er zehnmal dort, das erste Mal nach dem Attentat auf ihn 1981. In seinen letzten Lebensjahren war der polnische «Jahrhundertpapst» oftmals sehr krank und Patient dort.

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  • Bild 1 von 3. Papst Johannes Paul II. im Jahr 1996 nach einer Operation am Blinddarm. Bildquelle: EPA/STF.

  • Bild 2 von 3. Auch Papst Franziskus war einige Male zu Behandlungen im Spital. Hier nach einer Behandlung im März 2025. Bildquelle: REUTERS/Guglielmo Mangiapane.

  • Bild 3 von 3. Nun soll auch Papst Leo XIV. zur Behandlung in das Spital. Für den Pontifex wurden bereits Blumen und Kerzen niedergelegt. Bildquelle: AP Photo/Andrew Medichini.

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Auch Leos Vorgänger Franziskus war nicht selten in der Klinik. Erstmals 2021 für eine Darmoperation. Im März 2023 wurde er dort wegen einer Lungenentzündung behandelt, im Juni unterzog er sich einer Bauchoperation. Im Frühjahr 2025 war er für mehr als fünf Wochen in jenem Spital wegen einer beidseitigen Lungenentzündung. Einen Monat nach seiner Entlassung starb er im Vatikan.

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