Nach dem Hitzesommer – Es grünt wieder in den Schweizer Gärten – dank Rollrasen

Nach dem Hitzesommer Es grünt wieder in den Schweizer Gärten – dank Rollrasen
Viele Rasen litten unter Hitze und Trockenheit. Nun steigt die Nachfrage nach Rollrasen. Produzenten sind stark gefragt.
Feucht vom Morgentau, jeder Halm gleich lang, kein Unkraut. Das Rasenfeld von Landwirt Roland Zahnd bei Wünnewil FR ist wie ein Teppich. Ein grüner Teppich, wie man ihn nach dem Hitzesommer in der Schweiz nicht oft zu sehen bekommt.
Die Hitzewellen und der fehlende Regen haben viele Rasen in Gärten und Pärken in braune, ausgedorrte Flächen verwandelt.
Nach dem Hitzesommer steigt die Nachfrage
Roland Zahnd ist Rollrasenproduzent und derzeit ein gefragter Mann. Sein Telefon klingelt ständig. Das Geschäft mit Rollrasen brummt. «Wir haben viele Bestellungen. Es kommen auch viele kurzfristige Anfragen.»
Er spüre die Nachwirkungen des heissen und trockenen Sommers, sagt Rasenproduzent Zahnd. Er habe mehr Anfragen als sonst im Herbst. «Viele Rasen haben Schaden genommen und sind ausgetrocknet.»
Nun wünschen sich viele Menschen wieder einen grünen Rasen – und dies möglichst schnell: «Oft kommt unser Rollrasen ins Spiel, wenn es mit dem Nachsäen nicht klappt und die Menschen keine Geduld mehr haben.»
Am Morgen, wenn es noch kühl ist, läuft auf dem Feld von Roland Zahnd die Ernte. Der Rasen wuchs hier während rund zwei Jahren, wurde regelmässig gedüngt, viel gewässert und bis zu dreimal pro Woche gemäht. Nun ist er bereit für die Ernte.
So wird Rollrasen geerntet
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Bild 1 von 6. Eine Maschine schneidet Bahn um Bahn die Grasnarbe ab. Am Vorabend wurde der Rasen bewässert. Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Bild 2 von 6. Die Bahnen sind zwei Meter lang, ... Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Bild 3 von 6. ... werden von der Maschine aufgerollt ... Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Bild 4 von 6. und dann auf eine Palette gelegt. Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Bild 5 von 6. Schliesslich werden die Rasenrollen für den Abtransport bereit gemacht. Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Bild 6 von 6. Roland Zahnd und sein Sohn Janis Zahnd haben derzeit viel zu tun. Bildquelle: SRF/Thomas Pressmann.
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Eine Maschine, die aussieht wie eine Mischung aus Traktor, Rasenmäher und Kartoffel-Vollernter, schneidet Bahn für Bahn den Rasen samt Wurzeln. Dann rollt sie die Bahnen auf und legt sie für den Weitertransport auf Paletten.
Das schnelle Grün hat seinen Preis
Ein solcher Rollrasen liegt seit wenigen Tagen im Garten des Ehepaars Roggo. Wegen der Hitze und einer Baustelle sei dort ein neuer Rasen nötig geworden. «Es sah nach dem Umbau aus wie in der Wüste», sagt Lisbeth Roggo. «Auch wegen unseres Hundes Sam war es uns wichtig, direkt beim Einzug einen Rasen zu haben, den wir benutzen können», ergänzt ihr Mann Benno Roggo.
Gärtner Erich Kaderli hat den Rasen bei den Roggos verlegt. «Rollrasen braucht weniger Geduld. Wird Rasen gesät, muss man gut zwei Monate warten, bis man die Fläche nutzen kann, beim Rollrasen sind es zwei Wochen. Gute Pflege brauchen aber beide.»
Rollrasen braucht weniger Geduld.
Es sei auch eine Kostenfrage, für welche Variante man sich entscheide, sagt Kaderli. «Rollrasen kostet mehr, und gerade bei grösseren Flächen kann das ins Gewicht fallen.»
Hat der Rasen trotz Klimawandel eine Zukunft?
Auch Gärtner Kaderli berichtet von einer grossen Nachfrage: «Wir sind nach dem trockenen und heissen Sommer vor allem mit Sanierungen beschäftigt. Wir haben viele Aufträge. Die Warteliste ist lang.» Die Nachfrage nach einem gepflegten grünen Rasen sei nach wie vor gross.
Zurück zu Roland Zahnd. Der Rollrasenproduzent weiss: Die Rasenhalme brauchen Wasser und mögen es lieber nicht zu heiss. Trotzdem ist Zahnd überzeugt: Auch mit dem Klimawandel hat der Rasen eine Zukunft. «Im Gegensatz zu älteren Gräsersorten können die neueren mit Temperaturen bis zu 30 Grad gut umgehen. Diese Entwicklung wird weitergehen.»
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