Schlechte Kartoffelernte treibt Preis nach oben
Rückgang wohl um ein Viertel:Schlechte Kartoffelernte treibt Preis nach oben
Die Kartoffelernte fällt dieses Jahr schlechter aus - daher steigen die Preise. Im September mussten die Verbraucher bereits 11,3 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Kartoffeln werden deutlich teurer. Die geringe Ernte lässt in Deutschland die Preise für das Grundnahrungsmittel steigen. Im September mussten die Verbraucher bereits 11,3 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Steigerung lag damit deutlich über der allgemeinen Inflation von 3,3 Prozent.
2025 hatte es mit 13,9 Millionen Tonnen noch eine herausragend gute Ernte gegeben. Im laufenden Jahr werden nach vorläufigen Ergebnissen nur 10,4 Millionen Tonnen Kartoffeln eingebracht, was einen Rückgang um rund ein Viertel bedeutet.
Kartoffeln fallen wegen Dürre kleiner aus
Die Gründe dafür sind eine um 11,1 Prozent verringerte Anbaufläche und die Dürre, in deren Folge die Kartoffeln kleiner ausfielen. Statt 46 Tonnen pro Hektar konnten die Landwirte im Schnitt aktuell nur 38,9 Tonnen ernten. Wegen des knappen Angebots sind die Erzeugerpreise bereits deutlich gestiegen: Die Landwirte erhielten im August um 61,5 Prozent mehr Geld für ihr Produkt.
Trotz einer geringeren Ernte drohen laut einer Expertin keine leeren Regale und Preisexplosionen. Bei einigen Produkten und Warengruppen dürften die Preise aber weiter steigen.
22.08.2026 | 2:37 minSo stark ist der Kartoffelpreis auf der Erzeugerebene seit drei Jahren nicht mehr gestiegen. Für sämtliche pflanzliche Produkte haben die Erzeugerpreise um 12,3 Prozent zugelegt. Preissteigerungen auf dieser Ebene werden in der Regel über den Handel an die Verbraucher weitergereicht. Grundsätzlich kann sich Deutschland bei Kartoffeln selbst versorgen.
Friedrich der Große setzte früh auf die Kartoffel. Bereits 1756 ordnete er ihren Anbau an. Doch bis die Knolle sich durchsetzte, sollte es noch eine ganze Weile dauern.
21.04.2026 | 1:45 minKioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.