heise-Angebot: AI Beyond the Hype: Was KI in echten Software-Teams wirklich verändert
Künstliche Intelligenz verändert die Software-Entwicklung – aber nicht unbedingt so, wie es die Ankündigungen der Anbieter versprechen. Der Track „AI Beyond the Hype – The Real Transformation“ der OOP 2027 setzt deshalb bewusst einen anderen Schwerpunkt: Nicht die nächste spektakuläre Demo steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, was KI in echten Organisationen tatsächlich verändert.
- Wie lässt sich ein KI-Use-Case bewerten, bevor ein Unternehmen investiert?
- Wie kann der tatsächliche Nutzen belegt werden?
- Was kostet agentische Entwicklung – nicht nur in Tokens, sondern auch in Qualität, Kontrolle und mentaler Belastung?
- Und wie verändern sich Teams, wenn aus dem Werkzeug zunehmend eine Art digitale Kolleg:in wird?
Echte Erfahrungen statt Pilotprojekt-Folklore
Der Track versammelt Erfahrungsberichte aus der Praxis und nimmt dabei auch die weniger komfortablen Seiten der KI-Transformation in den Blick. Es geht um echte Trade-offs, konkrete Zahlen und Ergebnisse aus dem Betrieb – und damit um die Frage, welche Ansätze über das Experimentierstadium hinaus tatsächlich Mehrwert schaffen. Schon die Titel der Sessions zeigen die Bandbreite:
- „KI mit Rendite“ beschäftigt sich damit, wie Unternehmen Use Cases bewerten können, bevor sie investieren.
- „Building the Dark Factory“ blickt auf die Vision einer Software-Entwicklung, in der Agents den gesamten Software Development Lifecycle übernehmen.
- Und „From costing the world to sustainable use“ zieht Bilanz aus den Erfahrungen eines Software-Unternehmens mit KI-Coding-Tools.
Dabei bleibt der Blick nicht auf Produktivität und Geschwindigkeit beschränkt.
- „Mehr KI. Mehr Produktivität. Mehr mentale Belastung?“ fragt nach den Auswirkungen auf die Menschen,
- während „Mein Kollege, die KI?“ untersucht, was KI mit agiler Teamarbeit macht.
- Auch die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Agenten wird zum Gegenstand: Was verändert sich, wenn aus dem klassischen Tool ein aktiver Akteur im Entwicklungsprozess wird?
Qualität, Vertrauen und Kontrolle
Mit zunehmender Autonomie von KI-Systemen stellt sich eine weitere Frage: Wie lassen sich Ergebnisse und Entscheidungen überprüfen? Der Track widmet sich deshalb auch der Qualitätssicherung.
- In „Evidenz statt Hype: KI-Code-Reviews auf dem Prüfstand“ geht es um die Frage, wie zuverlässig KI-generierter Code tatsächlich bewertet werden kann.
- „Weil wir KI-Agenten nicht vertrauen“ nimmt die Qualität von Entscheidungen unter die Lupe.
Für Software-Architekten und Verantwortliche in regulierten Branchen besonders relevant ist die Frage, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen agentische Systeme benötigen. Der Vortrag „KI-Agenten im hochregulierten Umfeld – Architektur, Compliance, Vertrauen“ verbindet deshalb Architekturfragen mit Compliance und Governance.
KI hat auch gesellschaftliche Nebenwirkungen
Der Track betrachtet die Entwicklung zudem nicht ausschließlich aus technischer Perspektive. „Code, Bias, and Consequence“ fragt beispielsweise, ob KI bestehende geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Tech-Branche und darüber hinaus verstärken könnte.
Damit geht es um mehr als die Frage, ob ein KI-System schneller Code produziert. Die Sessions untersuchen, wie sich Arbeitsweisen, Verantwortlichkeiten, Teamstrukturen und Entscheidungsprozesse verändern, wenn KI immer stärker in die Softwareentwicklung eingebunden wird.
Aber auch sehr konkrete technische Fragen kommen nicht zu kurz:
- Sessions zu Token-Nutzung, Value Maxxing,
- effizienter KI-gestützter Entwicklung sowie
- MCP und AI-Gateways zeigen, wie sich neue agentische Arbeitsweisen technisch sinnvoll und wirtschaftlich betreiben lassen.
Vom Versprechen zum belegbaren Mehrwert
Der rote Faden des Tracks ist damit schnell erkennbar: Nicht mehr KI um ihrer selbst willen, sondern mehr Wert durch KI.
„AI Beyond the Hype“ richtet den Blick auf das, was nach dem ersten Experiment kommt: auf den produktiven Einsatz, auf messbare Ergebnisse, auf Kosten und Qualität – und auf die Menschen und Organisationen, die mit den neuen Systemen arbeiten müssen.
Damit passt der Track unmittelbar zum Motto der OOP 2027 „Beyond the Hype“: Wer wissen möchte, wie KI-gestützte Softwareentwicklung jenseits von Produktversprechen und Demo-Szenarien aussieht, findet hier zahlreiche Praxisberichte und unterschiedliche Perspektiven.
Alle Vorträge des Tracks „AI Beyond the Hype – The Real Transformation“ sind im Programm der OOP 2027 zu finden.
OOP Konferenz by heise
Die OOP Konferenz by heise gehört seit mehr als 35 Jahren zu den etablierten Fachkonferenzen für Software-Architektur und Software-Entwicklung im deutschsprachigen Raum. Sie bringt Software-Architekten, Entwickler:innen, IT-Entscheider und weitere IT-Professionals zusammen, die sich mit der Gestaltung moderner Softwaresysteme und den Herausforderungen der digitalen Zukunft beschäftigen.
Im Mittelpunkt steht ein breites, von der Community kuratiertes Fachprogramm mit mehr als 120 Vorträgen, Keynotes und Workshops. Rund 150 Experten aus dem In- und Ausland geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, teilen Erfahrungen aus der Praxis und diskutieren unterschiedliche Perspektiven auf Technologie, Architektur und Organisation.
Die OOP verbindet dabei technologische Tiefe mit konkreter Praxiserfahrung. Neben aktuellen Themen wie Künstlicher Intelligenz, KI-nativen Architekturen und agentenbasierten Systemen geht es um grundlegende Fragen von Softwarearchitektur, Design und Programmierung ebenso wie um Testing und Qualität, Agilität, Führung und digitale Souveränität.
Unter dem Motto „Beyond the Hype“ richtet die OOP 2027 den Blick bewusst hinter die aktuellen Schlagzeilen: Welche Innovationen schaffen tatsächlich Mehrwert? Wie lassen sich neue Technologien mit Stabilität, Sicherheit und Machbarkeit verbinden? Und welche Prinzipien bleiben auch dann relevant, wenn der nächste Hype längst da ist?
Zielgruppe & Teilnahme
Die OOP richtet sich an Software-Architekt:innen, Software-Entwickler:innen, Product Owner und Agile Coaches, IT-Entscheider und CTOs, Projektleiter und Team Leads sowie Qualitätsverantwortliche und Tester.
Bis zu sieben parallele Tracks ermöglichen es, individuelle fachliche Schwerpunkte zu setzen und gleichzeitig über den eigenen Themenbereich hinauszublicken. Ergänzt wird das Konferenzprogramm durch eine Ausstellung mit Software-Herstellern, Serviceanbietern und IT-Dienstleistern sowie zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch innerhalb der IT-Community.
Termin: 02. - 05. Februar 2027
Ort: SCC München
Motto: „Beyond the Hype“
Programm: mehr als 120 Vorträge, Keynotes und Workshops in bis zu sieben parallelen Tracks
Weitere Informationen und vollständiges Programm:
https://www.oop-konferenz.de
(Beate Friedrichs)
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