Prunk und Pandas: Trump empfängt Xi in Washington
Treffen von Trump und Xi Prunk und Pandas
Stand: 24.09.2026 • 18:53 Uhr
Künstliche Intelligenz, Handel, Ukraine und Taiwan - die Liste der brisanten Themen zwischen den USA und China ist lang. Doch das Treffen von Trump und Xi begann betont freundschaftlich - was auch mit zwei Pandas zu tun haben könnte.
US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Weißen Haus mit viel Prunk zu einem Staatsbesuch empfangen. Trump und First Lady Melania begrüßten Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan zu den Klängen einer Militärkapelle. Anschließend schritten sie über einen roten Teppich ins Weiße Haus.
Es ist Xis erster Besuch in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt und das zweite Treffen in diesem Jahr von den Staatschefs der beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Bei Xis letztem Besuch im Weißen Haus hatte ihn der damalige Präsident Barack Obama empfangen.
Trump und Xi sind nach Angaben von Beobachtern bemüht, trotz einer Vielzahl heikler Themen wie Handel, Taiwan, Iran und Künstlicher Intelligenz stabile Beziehungen und ihre Freundschaft zu demonstrieren.
Trump kündigt Entscheidungen über KI an
Trump sagte in seiner Begrüßungsrede, er werde mit Xi drängende Fragen besprechen. Dazu gehörten Sicherheit, Technologie und "Superintelligenz" - mit diesem Begriff bezeichnet der 80-Jährige die KI. Der US-Präsident erklärte, es werde in diesem Bereich Entscheidungen geben.
Bereits zu Beginn des Besuchs hatten die USA eine Verlängerung der Pause im Zollstreit angekündigt. Es stelle sich die Frage, ob dies vielleicht schon das wichtigste Ergebnis des Treffens sein werde, mutmaßte der frühere US-Diplomat und Chinaexperte Jeff Moon. Bislang biete die Zusammenkunft nämlich viel Prunk und Pomp, aber wenig Substanz.
Trump hob in einer Ansprache seine persönliche Freundschaft mit Xi hervor. Er sagte, die beiden Mächte hätten im Handel Fortschritte erzielt. Als eine besondere Geste hatte Trump seinen Gast persönlich auf dem Rollfeld des Militärflughafens Joint Base Andrews bei Washington empfangen.
Xi erklärte, der Wettbewerb zwischen den USA und China solle "gesund sein und in Grenzen gehalten werden". Er fügte hinzu, China sei bereit, die Zusammenarbeit mit den USA bei der Bekämpfung illegaler Drogen zu verstärken, und betonte, die Streitkräfte beider Staaten sollten ihre Koordination intensivieren.
Pandas als Geste der Freundschaft
Als Geste der Freundschaft kündigte Xi an, China werde dem Zoo von Atlanta zwei Pandas überlassen. Er bezeichnete die Tiere als "Botschafter der Freundschaft". Mit Blick auf China gibt es seit Jahrzehnten den Begriff der Panda-Diplomatie.
Dabei werden Pandas an Staaten ausgeliehen, um diese Peking gegenüber wohlgesonnen zu stimmen. Im Jahr 1972 wurden nach einem China-Besuch des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon die ersten Pandabären in die Vereinigten Staaten gebracht.
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