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Sunday, September 27, 2026

"Extreme Positionen": Völler sorgt sich wegen AfD und kritisiert FIFA-Boss Infantino

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Völler sorgt sich wegen AfD und kritisiert FIFA-Boss Infantino

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27.09.2026 | 09:53 Uhr

Der Aufstieg der AfD besorgt viele Deutsche - auch DFB-Sportchef Rudi Völler. Er zieht einen Vergleich zu Italien. Außerdem kritisiert Völler FIFA-Boss Gianni Infantino und glaubt an ein Comeback von Julian Nagelsmann.

Rudi Völler schaut sorgenvoll auf die jüngsten Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. "Ich verfolge diese Entwicklung bereits ein bisschen länger. Das ist ja kein rein deutsches, sondern auch ein europäisches Problem. Ich bin mit einer Italienerin verheiratet", sagte Völler der "Bild"-Zeitung: "Meine Frau ist auch gegen den Rechtsruck in ihrer Heimat. In Italien gibt es den nicht nur viel länger, die rechtspopulistische Partei Fratelli d'Italia stellt zudem die Ministerpräsidentin", verwies der frühere Spieler der AS Rom auf die seit 2022 amtierende Regierungschefin Giorgia Meloni.

Die Entwicklung in Deutschland mit dem Aufstieg der AfD betrachte er mit Sorge, so Völler. "Die Empfänglichkeit für extreme Positionen und Parteien verschiedener Ausprägung nimmt auch in Deutschland zu.

Der 66-Jährige kritisierte zudem FIFA-Präsident Gianni Infantino. Dessen Pläne, Teile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, bezeichnete Völler als "grenzwertig". Noch schlimmer fand der Weltmeister von 1990 aber Infantinos Agieren während der Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko. "Was mich fast am meisten gestört hat, war die zurückgenommene Rote Karte während der WM gegen US-Stürmer Balogun. Da hat Infantino meiner Meinung nach eine große Chance verpasst, der Fußballwelt etwas zurückzugeben. Ich an seiner Stelle hätte gesagt: Donald Trump hat mich angerufen, aber ich bin der FIFA-Präsident und sage jetzt, Balogun bleibt gesperrt, weil alles andere ja Betrug am Fußball ist. Es war ein Eingriff in den Sport, den es niemals geben darf", betonte Völler.

Völler ordnet Hoeneß-Kritik ein

Die Kritik von Bayern-Patron Uli Hoeneß, die Nationalmannschaft habe bei der WM im Sommer einen "Betriebsausflug" mit Familie gemacht, ließ Völler nicht als Grund für das Ausscheiden gelten. "Ich verstehe, was Uli meint. Ich würde als Außenstehender wahrscheinlich genauso argumentieren. Man muss aber sagen: Deswegen haben wir die Elfmeter gegen Paraguay nicht verschossen. Die anderen Verbände haben es mit den Familien ähnlich gehandhabt. Es gab sogar Nationen, die haben ihre Spieler zwischendrin immer wieder für zwei Tage nach New York gelassen", sagte der DFB-Sportdirektor.

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Diese Szenen zeigen die neue Galligkeit des DFB-Teams

Das Problem für das DFB-Team seien "die Macht der Bilder" gewesen, so Völler - etwa das Aussteigen der Spieler mit ihren Familien aus dem Teamflieger. "Schon nach dem ersten oder zweiten Spiel habe ich gedacht, dass uns das irgendwann nochmal einholen könnte, wenn es sportlich nicht läuft." Die deutsche Mannschaft war in Amerika bereits im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen gegen Paraguay ausgeschieden. Bundestrainer Julian Nagelsmann musste danach seinen Hut nehmen.

Von Nagelsmann-Comeback überzeugt

Völler ist aber sicher, dass Nagelsmann bald an wieder an die Seitenlinie zurückkehrt. "Wir haben einige Male telefoniert. Julian wird ein bisschen durchatmen, zur Ruhe kommen. Und dann wird er schnell wieder eine absolute Top-Mannschaft übernehmen, da habe ich keine Zweifel. Er ist ein exzellenter Trainer."

Das Debüt von Nagelsmanns Nachfolger Jürgen Klopp beim 1:1 in Holland bewertete Völler als "gut". Klopp habe eine "beeindruckende" Energie und schaffe es, die Mannschaft mitzunehmen. "Auch im Training spürst du Jürgens Energie. Ich habe das schon mal erlebt, Christoph Daum war ihm in diesem Punkt ähnlich", zog er einen Vergleich zu der 2024 verstorbenen Trainerlegende. Zugleich erinnerte Völler daran, dass es eine "grundsätzlich positive Stimmung" auch unter Nagelsmann gegeben habe.

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