Mozilla startet Firefox Enterprise
Mozilla bringt Firefox Enterprise auf den Markt. Die erste Version, Firefox Enterprise 158.0, ist ab sofort verfügbar. Wer den Browser einsetzen will, muss derzeit einen Vorabzugang anfragen.
Firefox und Firefox ESR ließen sich schon bisher per Unternehmensrichtlinien verwalten; neu ist hingegen die zentrale Konsole, die Organisationen auf eigener Infrastruktur betreiben. Nutzer melden sich vor der Arbeit im Browser über das Single Sign-on ihrer Organisation an. Firefox Enterprise unterstützt dafür Identitätsanbieter mit OpenID Connect. Administratoren können die Anmeldung vom Sicherheitszustand des Endgeräts abhängig machen: Der Browser meldet unter anderem, ob die Festplatte verschlüsselt ist und Sicherheitssoftware läuft. Erfüllt ein Gerät die Vorgaben später nicht mehr, meldet Firefox den Nutzer ab. Details hierzu finden sich in den Release Notes von Firefox Enterprise 158.0.
Richtlinien, Daten und KI-Nutzung
Über die Konsole können IT-Teams Browserrichtlinien, Nutzer und Sitzungen verwalten. Für ausgewählte Websites lassen sich das Einfügen von Inhalten, Datei-Uploads, Downloads und Drucken unterbinden oder mit einer Warnung versehen. So kann eine Organisation verhindern, dass Beschäftigte zum Beispiel sensible Daten in nicht freigegebene KI-Dienste kopieren.
Zur selbst betriebenen Infrastruktur gehören laut Mozilla neben der Konsole auch Dienste für Browser-Updates, Synchronisierung, Telemetrie und Absturzberichte. Firefox Enterprise soll sich in bestehende Systeme für Identitätsverwaltung, Sicherheitsüberwachung und Geräteverwaltung einfügen. Ziel ist laut der Ankündigung von Firefox Enterprise, dass Organisationen mehr Kontrolle über ihre Browser-Infrastruktur und Daten erhalten.
Der Vertrieb konzentriert sich zunächst auf Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Weitere Länder sollen folgen. Mozilla arbeitet außerdem an Thunderbird Enterprise; weitere Details gibt es bislang nicht.
Was Google für Chrome anbietet
Google bietet mit Chrome Enterprise Core ebenfalls eine zentrale Verwaltung von Browserrichtlinien an, allerdings über eine Cloud-Konsole. Chrome Enterprise Premium ergänzt unter anderem Regeln gegen Datenabfluss und Kontrollen für die KI-Nutzung.
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