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Friday, October 9, 2026

VW ID. Tiguan vorgestellt: Annäherung an den Verbrenner

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Volkswagen präsentiert den ID. Tiguan: Das Elektroauto ist eine tiefgehende Überarbeitung des ID. 4, der seit 2021 angeboten wird. Mit dem Tiguan setzt Volkswagen die Strategie fort, bekannte Namen auf die ID-Reihe zu übertragen. Das ist beim Polo passiert, jetzt ist es beim Tiguan so, und vielleicht wird es demnächst beim Passat nochmal so sein. Der ID. Tiguan ist das, was Volkswagen eine „große Produktaufwertung“ nennt: Vor allem das Design nähert sich der Formensprache der weiterhin angebotenen Tiguan-Modelle mit Verbrennungsmotor an.

Der Konzern berücksichtigt außerdem mehrere Wünsche der Kundschaft, die beim ID.4 unerfüllt geblieben sind. Im Fokus steht dabei der MEB+ (für Modularer Elektrifizierungs-Baukasten Plus): Wie bei vielen anderen Elektroautos im Volkswagen-Konzern gibt es eine Traktionsbatterie mit 58 kWh als kostensensible Einstiegsvariante oder eine mit 77 kWh für mehr Leistung in jeder Hinsicht.

Konkret leistet der Elektromotor APP350 in Verbindung mit der 58-kWh-Traktionsbatterie 140 kW und hat ein Drehmoment von 350 Nm. Mit diesem Heckantrieb beschleunigt der ID. Tiguan in 8,5 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis zur Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Die vorläufige Reichweite liegt bei 450 km; die finale Homologation steht noch aus. Deshalb gab es vorab auch noch keine Werte für den WLTP-Verbrauch.

Neu ist, dass hier robuste, sichere und dauerhaltbare LFP-Zellen eingebaut sind, die allerdings eine geringere Energiedichte haben – sowohl gravimetrisch als auch volumetrisch. Volkswagen geht bei der Marke VW Pkw damit einen anderen Weg als in den Einstiegsmodellen Audi Q4 e-tron und Skoda Peaq: Dort ist eine NMC-Batterie mit 59 kWh netto eingebaut.

VW ID. Tiguan - außen (3 Bilder)

Volkswagen stellt den ID. Tiguan vor. Er ist das Ergebnis einer umfangreichen und tiefgehenden Überarbeitung des seit 2021 angebotenen ID.4. In der Seitenlinie ist die Abstammung vom ID.4 leicht erkennbar. (Bild:

VW

)

Das Einstiegsmodell Pure des ID. Tiguan kann mit maximal 105 kW laden. Für die Aufladung von 10 auf 80 Prozent nennt das Werk eine Zeit von 26 Minuten. Das würde einer durchschnittlichen Netto-Ladeleistung von rund 94 kW entsprechen. Mein Kollege Martin hatte genau diesen Antriebsstrang in einem VW ID.3 Neo gerade im Test. Unter idealen Bedingungen lag die maximale Ladeleistung dort bei bis zu 127 kW, und die Ladezeit ein paar Minuten unter der Werksangabe.

Zu den Verbesserungen des ID. Tiguan Pure gehört die erheblich gestiegene Anhängelast, die nun 1800 kg beträgt. Bei den Modellen mit der großen Batterie sind es 2000 kg. Alle ID. Tiguan haben außerdem 90 kg Stützlast sowie 75 kg Dachlast. Weitere Fortschritte sind das serienmäßige Fach unter der vorderen Haube sowie die Möglichkeit, externe elektrische Geräte mit Strom zu versorgen.

VW ID. Tiguan Frunk

Neu ist ein Fach unter der vorderen Haube, das ausreichend groß für das Ladekabel und etwas Kleinkram ist.

(Bild: VW)

Die Traktionsbatterie mit 77 kWh Energieinhalt und performanten NMC-Zellen ist entweder mit Heckantrieb (210 kW Motorleistung, 600 km Normreichweite) oder mit Allradantrieb (220 kW, 560 km) bestellbar. Hier ist die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h limitiert, und die Beschleunigung beträgt 6,6 (oder 6,3 Sekunden für die Allradversion 4Motion) für den Sprint auf 100 km/h. Ziemlich sicher wird VW noch einen ID. Tiguan mit mehr Leistung nachlegen.

Wie gehabt liegt die Spannungsebene des Batteriesystems bei 400 Volt. Der ID. Tiguan ist hier nicht anders aufgestellt als Konkurrenten wie der Kia EV5 (Test), der Renault Scénic E-Tech oder das Tesla Model Y (Test). Um das Fenster zwischen 10 und 80 Prozent Ladestand zu schließen, braucht der ID. Tiguan mit der 77-kWh-Batterie 29 Minuten. In der Spitze kann mit bis zu 165 kW geladen werden, im Schnitt sind es im genannten Bereich netto etwa 111 kW. Der Unterschied zur kleinen Batterie ist also weitaus kleiner, als es die Spitzenladeleistungen erwarten lassen.

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