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Thursday, October 29, 2026

GC-Shootingstar Krasniqi träumt von der spanischen Liga

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«Ich war überrascht, dass Xherdan mein Trikot auch haben wollte», erzählt Samuel Krasniqi (21) nach dem Auswärtsspiel gegen den FCB. Nach dem 0:0 sicherte er sich das Leibchen von Basel-Star Shaqiri – und dieser wollte prompt auch jenes vom GC-Shootingstar zurück.

Zuvor rannte sich der 21-Jährige, der aufgrund seiner Körpergrösse (1,73 m) und des quirligen Spielstils schon etwas an Shaqiri erinnert, im Joggeli 90 Minuten lang die Lunge aus dem Leib. «Es geht schon wieder. Amir ist noch mehr gerannt als ich», antwortet er auf die Frage, ob er nach dem Fight gegen den FCB denn nicht müde sei, als ihn Blick einen Tag danach zum Interview trifft.

Abschlusstraining mit Gashi

Krasniqi ist in dieser Saison die absolute Schlüsselfigur in der Offensive der Hoppers. Ohne den Flügelspieler geht beim Rekordmeister vorne praktisch nichts. «Ich versuche einfach, mein Spiel zu machen. Aber ich denke schon, dass ich ein Spieler bin, der spezielle Momente kreieren kann.» Von Druck will der schüchtern wirkende Jungspund aber nichts wissen: «Ich habe es gerne, wenn ich Verantwortung übernehmen kann. Der Klub gibt mir die Bühne, um zu performen.»

Vier Vorlagen und fünf Tore konnte der beste GC-Scorer in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits verbuchen. Und es hätten auch schon mehr Treffer sein können. Bei der Chancenauswertung hapert es bei Krasniqi immer mal wieder. «Daran muss und will er arbeiten», sagte sein Ex-Trainer Peter Zeidler (64) über ihn. Auch Krasniqi weiss: «Es ist mein Defizit. Ich ärgere mich manchmal selbst darüber. Aber ich glaube, das gehört zu meiner Entwicklung dazu. Ich weiss, dass ich noch kein kompletter Flügelspieler bin. Aber daran arbeite ich hart.» Dazu bleibt er nach dem Training oft länger auf dem Platz und trainiert seinen Abschluss mit Co-Trainer Shkëlzen Gashi (38), seinerseits zweifacher Super-League-Torschützenkönig (2014 und 2015).

Abrashi und die Nati-Diskussion

Auch viel Hilfe bekommt Krasniqi von seinem Captain Amir Abrashi (36). «Ich habe einen sehr engen Austausch mit Amir. Er ist mein bester Kollege im Campus. Er hilft mir sehr viel, ist aber auch streng mit mir – auf eine gute Art und Weise. Ich glaube, ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht so einen Spieler an meiner Seite hätte.»

Genau wie Abrashi hat Krasniqi Wurzeln in Albanien und im Kosovo. Der U21-Natispieler könnte neben der Schweiz auch für diese zwei Nationalmannschaften spielen. «Die Nationalmannschaft ist eine sehr persönliche Entscheidung für mich. Ich bin noch nicht so weit, dass ich sagen kann, ich habe mich für ein Land entschieden. Ich lasse meine Zukunft noch offen.» Einen persönlichen Kontakt des albanischen oder kosovarischen Verbandes habe es bisher noch nicht gegeben, ergänzt Krasniqi. In der U18, der U19 und der U21 spielte er für die Schweiz.

Doch wo sieht Krasniqi seine Zukunft auf Klub-Ebene? «Ich setze mir lieber kleine Etappenziele», sagt er. Eine Traumliga habe er aber trotzdem: «Spanien! Ich glaube, dass sie zu meinem Spielstil am besten passt.» Krasniqis Lieblingsverein ist der FC Barcelona. Die Antwort auf die Frage nach dem fussballerischen Idol dürfte deshalb kaum verwundern: «Lionel Messi ist mein Lieblingsspieler.»

Kein Durchbruch in Aarau

Der Weg in die Super League war nicht immer einfach für den GC‑Youngster. Der im Aargau aufgewachsene Krasniqi wurde beim FC Aarau ausgebildet, schaffte dort in der ersten Mannschaft aber nie den Durchbruch. Dann kam GC im Sommer 2024, holte ihn in die U21 und später in die erste Mannschaft. Umso schöner war es für Krasniqi, im vergangenen Mai ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub den Ligaerhalt zu schaffen. «Das Barrage-Rückspiel gegen Aarau ist mein bisheriges Karrierehighlight. Es war ein spezielles Spiel für meine Familie und mich.»

Dass es für ihn auf dem Brügglifeld nie richtig geklappt hat, habe unterschiedliche Gründe. «Es lag nicht nur an ihnen, sondern auch an mir. Der physische Aspekt hat mir damals noch gefehlt und ich war noch nicht bereit. Ich hatte dann das Gefühl, dass ich etwas Neues machen musste, um mich weiterzuentwickeln», so Krasniqi.

Ein Tapetenwechsel, der sich für ihn ausgezahlt hat. Bei den Hoppers setzt er sich durch und avanciert zum Schlüsselspieler. Derweil dürfte man sich in Aarau doch ziemlich fest ärgern, wenn man heute auf die Leistungen des ehemaligen Juniors blickt.

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

11

25

31

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

11

17

25

3

FC Sion

FC Sion

11

7

22

4

FC Zürich

FC Zürich

11

-3

17

5

Servette FC

Servette FC

11

2

16

6

FC St. Gallen

FC St. Gallen

11

-4

16

7

FC Basel

FC Basel

11

-3

14

8

FC Luzern

FC Luzern

11

-6

12

9

FC Thun

FC Thun

11

-11

10

10

FC Vaduz

FC Vaduz

11

-1

9

11

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

11

-13

9

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

11

-10

6

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