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Sunday, October 25, 2026

Dieses Klapprad-E-Bike schaltet von selbst: Uto Pro 20 mit Riemenantrieb im Test

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Schnelles Falten, Zweigang-Automatik, Riemenantrieb: Das Klapprad-E-Bike Uto Pro 20 punktet in der Stadt. Was taugt es im Alltag?

Bis zum Sommer 2025 hieß das Uto Pro 20 noch Eovolt Afternoon Pro. Dann benannte sich das Bike-Start-up aus Lyon um – vor allem, weil es seitdem auch nicht-elektrische „Bio-Bikes“ herstellt. Bei der Gelegenheit bekamen alle Modelle neue Namen. Technisch änderte sich an den Rädern wenig, das vor allem auf Pendler ausgerichtete Grund-Konzept blieb erhalten. Alle Uto-Räder werden zudem weiter in Frankreich montiert. Beim Pro 20 wurde vor allem der Faltmechanismus überarbeitet, alle Kabel und ein Fach für einen Tracker wurden in den Rahmen integriert.

Auspacken und Aufbau

Das Rad wird weitgehend vormontiert geliefert. Verpackung entfernen, Sattel und Lenker auf die passende Höhe einstellen, Bremsen, Reifen und Verschraubungen kontrollieren – und schon kann’s losgehen. In maximal 20 Minuten schaffen das auch Fahrrad-Laien.

Die Anleitung ist umfangreich und ordentlich strukturiert: Das rund 90-seitige Handbuch erklärt Einstellungen, Falten, Akku, Display, Schiebehilfe und Wartung auch auf Deutsch. Anschaulicher sind die ergänzenden Online-Anleitungen per Video.

Das Gewicht liegt laut Uto bei 20,5 kg (inkl. Akku, ohne Gepäckträger), unser Testrad wog 21,1 kg. Das maximale Gesamtgewicht beträgt 130 kg, es sind also etwa 109 kg Zuladung möglich – für ein Klapprad-E-Bike ein guter Wert.

Uto Pro20 Bilder

Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Uto Pro20

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Falten und Ausstattung

Die Falt-Konstruktion und der Aufbau sind nahezu selbsterklärend. Zwei orange Laschen ersetzen die sonst bei Falträdern üblichen großen Klemmhebel: An Haupt- und Steuerrohr je eine Lasche ziehen, dann das Vorderrad nach hinten und den Lenker nach unten klappen, Sattel runterfahren, Pedale einklappen. Ein Magnet-System hält die Radhälften gefaltet zusammen – ein besonders schneller und einfacher Faltvorgang, etwa 15 Sekunden sind mit etwas Übung realistisch.

Gefaltet bleibt das Rad auch beim Rollen und Tragen zuverlässig in Form – das schafft längst nicht jedes E-Klapprad. Im Stand hält der Mittelständer das Rad auch gefaltet stabil.

Das Faltmaß ist mit 86 × 69,5 × 46 cm im Mittelfeld der 20-Zoll-E-Falter. Geeignet ist das Pro 20 laut Hersteller für etwa 1,45 bis 1,90 m Körpergröße. Die lange Sattelstütze und die (mit drei beigelegten Distanzhülsen) anpassbare Lenkerhöhe machen’s möglich. Unser Tester kommt mit 190 cm gut mit dem Rad zurecht, die Sitzposition ist anatomisch korrekt.

Einzige Minuspunkte: Die Sattelstütze sinkt vor allem auf ruppigem Untergrund gelegentlich leicht ab, die Klemmung muss dann nachgezogen werden. Zudem kosten Gepäckträger extra: Uto bietet je einen für vorn und hinten an, beide für je 50 Euro.

Lenker, Display und Licht

Der Lenker ist für eine komfortable Sitzposition etwas nach hinten, zum Fahrer hin geschwungen bzw. geknickt. Die Griffe sind einigermaßen bequem und leicht ergonomisch, mit einer vergrößerten Auflagefläche.

Das recht kleine Bafang-Display (DZ40) zeigt Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe, Licht-Status und Akku-Ladezustand an, letzteren in fünf Balken. Auch bei hellem Tageslicht ist die Schwarz-Weiß-Anzeige kontrastreich und gut erkennbar. Über die fünf Striche für den Akku-Stand kann man die verbleibende Reichweite allerdings nur grob einschätzen. Die (kostenlose) Bafang-Go+-App liefert mehr Daten; im Test gab’s aber gelegentlich Verbindungsprobleme.

Vorn arbeitet ein LED-Scheinwerfer mit 70 Lux, hinten ein in die Sattelstütze integriertes Rücklicht, beides von Litemove. Sie werden vom Akku versorgt und schalten sich bei Dunkelheit automatisch ein. Die Reifen haben umlaufende Reflex-Streifen, zudem gibt es Reflektoren, wie in Deutschland vorgeschrieben an den Pedalen sowie vorne und hinten.

Uto Pro20

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Fahren

Mit seiner automatischen Zweigang-Schaltung ist das Pro 20 ein ideales Rad für Stadt und nahes Umland: anfahren, treten, beschleunigen, verzögern – um die richtige Übersetzung muss man sich nicht kümmern. Der erste Gang ist eher kurz ausgelegt, bei etwa 15 km/h wechselt das System in den zweiten Gang.

Der Gang-Wechsel erfolgt meist weich und ohne Ruckeln. Allerdings reagiert das System in Steigungen gelegentlich etwas spät, bis es wieder in den kleinen Gang schaltet. Dann muss man kurz recht kräftig kurbeln; eine kleine Tretpause hilft (wenn auch nicht immer).

Der Bafang-H700-Motor ist erstaunlich kräftig. Er sitzt in der Hinterradnabe, leistet 250 W und liefert 40 Nm. Ein Drehmoment-Sensor im Tretlager misst die Pedalkraft und regelt die Unterstützung entsprechend. Dadurch reagiert der Motor wesentlich natürlicher als ein einfacher Antrieb mit einem reinen Bewegungs-Sensor.

Fünf Unterstützungsstufen stehen bereit; Stufe zwei reicht im Stadtverkehr meist gut aus. Ab Stufe vier schiebt der Motor richtig kräftig, die höchste Stufe ist eigentlich nur in Anstiegen nötig. Der Start ist flott, die Unterstützung erfolgt progressiv, dabei trotzdem feinfühlig. Vor allem an Steigungen wirkt der Antrieb deutlich stärker, als die nominell 40 Nm Drehmoment es vermuten lassen.

Nachteil der Automatik ist die geringe Übersetzungsbandbreite: Zwei Gänge genügen auf flachen und moderat hügeligen Strecken. In steilen Anstiegen fehlt ein zusätzlicher kleiner Gang; bei hohem Tempo ist die Trittfrequenz relativ hoch.

Der Riemen, ein Gates CDN, passt ideal zu einem Stadt-Faltrad: Er läuft sauber und leise, benötigt kein Öl und verursacht beim Tragen und Falten keine schmutzigen Finger oder Hosenbeine. Ebenfalls angenehm ist der geringe Wartungsaufwand: Gelegentliches Säubern reicht. Einen Riemen hat auch das deutlich günstigere Engwe P20 (Testbericht), dort allerdings ganz ohne Schaltung.

Uto Pro20

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Muss man in einem Steilstück absteigen, hilft die Schiebehilfe: Hält man die Mitte des Displays länger gedrückt, treibt der Motor das Hinterrad im Schritttempo an.

Das Fahrverhalten ist für ein 20-Zoll-Rad erstaunlich komfortabel. Die 55 mm breiten Schwalbe Big Apple dämpfen auf ruppigen Strecken wie Pflastersteinen und Schotter gut, auf Asphalt laufen sie angenehm ruhig und bieten auch bei Nässe Sicherheit. Im Stadtverkehr fährt das Pro 20 sicher und stabil. Erst bei hohem Tempo, etwa in Abfahrten, werden die kleinen Räder spürbar: Dann heißt es, den Lenker immer gut im Griff zu behalten.

Die Shimano MT200 mit 160-mm-Scheiben bremsen zuverlässig und gut dosierbar. Auch ohne Motorunterstützung lässt sich das Pro 20 gut fahren, dann machen sich die rund 21 kg Gewicht allerdings bemerkbar, vor allem beim Beschleunigen und bei höherer Geschwindigkeit.

Akku und Reichweite

Der Akku kommt von Samsung und hat knapp 353 Wh, bei 36 V und 9,8 Ah. Er versteckt sich in der Sattelstütze, ein Magnetstecker verbindet ihn über eine Buchse im Rahmen mit dem Motor. Er ist zusammen mit der Stütze aus dem Rahmen entnehmbar, jedoch per Schloss gesichert. Laden kann man ihn also am Rad oder auch separat. Vor allem bei niedrigen Temperaturen ist es ratsam, den Akku mit in die warme Wohnung zu nehmen – das verbessert die Reichweite und Lebenserwartung des Akkus.

Apropos Reichweite: Uto verspricht bis zu 70 km, ein Idealwert. In unserem Test waren es auf gemischtem, eher wenig hügeligem Terrain im Mittel gute 50 km. Im Alltag sind so erfahrungsgemäß 45 bis 55 km realistisch; bei viel hoher Unterstützung, vielen und/oder starken Steigungen oder auch Kälte können es auch mal nur 35 bis 45 km sein.

Die im Test gemessene Ladezeit beträgt bei (fast komplett) leerem Akku etwa 4,5 Stunden. 50 % werden nach rund 1 Stunde und 50 Minuten erreicht, 80 % nach etwa drei Stunden. Schlau und praktisch: Fällt die Restladung unter 30 %, reduziert das System die maximale Unterstützung schrittweise.

Preis

Im Handel kostet das aktuelle Modell 2999 Euro (Fahrradlagerverkauf). Das Vorjahresmodell in Taupe und Rauchgrün gibt es ab 2800 Euro (Fahrrad-XXL). Nicht verwechseln sollte man es mit dem Pro 20 NE für 1699 Euro: Das ist die Version ohne Motor.

Fazit

Das Uto Pro 20 ist ein hochwertiges Klapprad-E-Bike, prädestiniert für Pendler in urbanen Räumen. Sein großer Reiz liegt in der guten Kombination aus einfachem Falten, praktischer Zweigang-Automatik, sauberem Riemenantrieb, kräftigem Heckmotor, zuverlässigen Scheibenbremsen und gut abgestimmtem Drehmoment-Sensor. Und vor allem die breiten 20-Zoll-Reifen tragen dazu bei, dass sich das Pro 20 „erwachsener“ und komfortabler fährt, als die kompakten Abmessungen erwarten lassen.

Die Schwächen: Rund 21 kg trägt man ungern über längere Strecken (besser rollen!) bzw. Treppen, zwei Gänge sind im hügeligen Gelände nicht optimal. Auch Display und App wirken angesichts des vergleichsweise hohen Preises eher schlicht. Insgesamt bietet das Pro 20 aber für Stadt, Pendeln, Bahn und Kofferraum ein stimmiges, attraktives Gesamt-Paket – und das auch noch in einem schicken Design.

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