Jetzt droht Ammann die nächste Degradierung

Bitteres Olympia-Déjà-vu?
Jetzt droht Ammann die nächste Degradierung
Simon Ammann ist drei Wochen vor dem Saisonstart bereits gewaltig unter Druck. In Deutschland kämpft er um das letzte Schweizer Weltcup-Ticket.
Publiziert: vor 23 Minuten
Nicola AbtReporter Sport
Am 20. November starten die Skispringer in Lillehammer (No) in die Weltcup-Saison. Für Simon Ammann (45) gilt es aber schon jetzt ernst. Von Dienstag bis Donnerstag kämpft der vierfache Olympiasieger im Trainingslager in Oberstdorf (De) um das fünfte und letzte Schweizer Weltcup-Ticket. Dabei kommt es erneut zum Duell mit Felix Trunz (20).
Der Ostschweizer hatte Ammann Anfang des Jahres den Platz bei den Olympischen Spielen weggeschnappt. Schlägt die Skisprung-Legende nun zurück? Es wäre ein wichtiges Lebenszeichen vor seiner 30. Weltcup-Saison. Auch Remo Imhof (22) hat noch Chancen auf das letzte Ticket.
Vier Springer haben ihren Platz bereits auf sicher. Gregor Deschwanden (35), Killian Peier (31), Sandro Hauswirth (26) und Juri Kesseli (21) sind gesetzt. Letzterer hat sich mit starken Leistungen in der Vorbereitung aufgedrängt.
Schwieriger Sommer für Ammann-Bezwinger
Wer das letzte Ticket erhält, entscheidet allein die Leistung in Oberstdorf. «Wer in den Trainings am besten springt, wird selektioniert. Was früher war, interessiert mich nicht», stellt Nationaltrainer Bine Norcic klar.
Ammann habe zuletzt in Klingenthal positive Ansätze gezeigt. Zuvor war er mit seiner Familie in den Ferien. «Er brauchte etwas Zeit, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Um ihn mache ich mir aber keine Sorge», sagt Norcic. Trunz erlebte nach seiner sensationellen Olympia-Qualifikation einen schwierigen Sommer.
Selbst bei schwächer besetzten Wettkämpfen landete er ausserhalb der Top 30, zuletzt ging es aber auch bei ihm aufwärts. «Felix gefällt mir wieder deutlich besser. Er ist ein junger Athlet. Wir werden ihm die nötige Zeit geben.» Auch Imhof zeige gute Ansätze. Ihm fehlt teilweise noch die nötige Ruhe.
Saisonhighlight in Schweden
Am Donnerstagabend fällt die Entscheidung. Die fünf ausgewählten Springer sind für die ersten vier Weltcups gesetzt. Mitte Dezember wird in Engelberg neu selektioniert. Wer zunächst leer ausgeht, kann sich im Continental Cup für einen späteren Weltcup-Einsatz empfehlen.
Dass die Selektion bereits jetzt erfolgt, hat auch organisatorische Gründe. So können die Flüge für die ersten Weltcups frühzeitig gebucht werden. Zudem sollen sich das Weltcup- und das Continental-Cup-Team gezielt vorbereiten können. Der Saisonhöhepunkt folgt Ende Februar mit der Nordischen Ski-WM in Falun (Sd).
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