Mietwagen-Ärger in Kanada: Avis verlangt 5900 Dollar extra

29'000 km in einer Woche
Mietwagen-Ärger in Kanada: Avis verlangt 5900 Dollar extra
Ein Kanadier mietet für Familienferien einen SUV. Nach der Rückgabe flattert eine Rechnung über fast 6000 Dollar ins Haus. Der Vorwurf von Avis: Er sei in sieben Tagen knapp 29'000 Kilometer gefahren. Dann stellt sich heraus: Der Autovermieter hat einen Fehler gemacht.
Publiziert: 10:18 Uhr
Gunda BosselSEO-Redaktorin
Das muss man erst einmal schaffen: 28'933 Kilometer in sieben Tagen. Genau diese Strecke soll Yuehao Huang aus Toronto mit einem Mietwagen zurückgelegt haben. Zumindest laut der Abrechnung von Avis.
Gemäss dem Bericht der Plattform Driving hatte der Kanadier für Ferien mit seiner Familie einen GMC Yukon gemietet. Die Reise führte ihn in die Regionen Montreal, Ottawa und Mont-Tremblant. Die Mietkosten von mehr als 1000 Dollar hatte er bereits bezahlt. Doch nach der Rückgabe kam die böse Überraschung: Avis belastete seine Kreditkarte zusätzlich mit 5900 Dollar.
180 km/h – Tag und Nacht
Die angebliche Fahrleistung hätte selbst einen Rennfahrer an seine Grenzen gebracht. Huang hätte jeden Tag rund 4100 Kilometer zurücklegen müssen. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 180 km/h, und zwar 24 Stunden am Stück. Tankstopps, Pausen und Schlaf? Fehlanzeige.
«Das würde bedeuten, dass ich 24 Stunden lang mit 180 km/h fahre, ohne anzuhalten, zu tanken oder zu schlafen», sagte Huang dem kanadischen Sender CityNews.
Doch Avis liess mit sich zunächst offenbar nicht reden. Huang versuchte wochenlang, die Rechnung anzufechten. Ohne Erfolg. Selbst gegenüber seinem Kreditkartenunternehmen soll der Autovermieter die Belastung als korrekt bestätigt haben.
Erst die Medien helfen
Erst als sich Huang an die Medien, konkret CityNews wandte, kam Bewegung in den Fall. Gegenüber dem Sender räumte Avis schliesslich ein, dass ein Fehler passiert war. «Nach einer gründlichen Überprüfung haben wir bestätigt, dass ein Eingabefehler dazu geführt hat, dass dem Kunden fälschlicherweise zusätzliche Kilometer verrechnet wurden», erklärte das Unternehmen.
Dieser Tipp bei der Übernahme von Mietwagen erspart Ärger
Huangs Rat an andere Mietwagenkunden: Bei der Übernahme und Rückgabe den Kilometerstand fotografieren. So lässt sich später belegen, wie weit man tatsächlich gefahren ist.
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