heise+ | Für welche Art von Spielen sich die Engine Godot eignet – ein Interview
In der Spieleentwicklung sind die kommerziellen Spiele-Engines Unity und Unreal allgegenwärtig. Seit einigen Jahren allerdings wird eine kostenlose Alternative immer beliebter: Die Godot Engine ist Open Source und unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Die Engine lässt sich ohne Lizenzkosten frei einsetzen und anpassen.
Seit dem Start der Entwicklung im Jahr 2014 hat sie sich von einem Nischenprodukt zur Alternative zu den etablierten Engines entwickelt. Der Marktanteil ist zwar noch klein, doch vor allem im Indie-Game-Bereich erscheinen immer mehr Spiele auf Godot-Basis. Meist handelt es sich um 2D-Games, doch mit dem Egoshooter „Road to Vostok“ gab es auch bereits ein Godot-Spiel mit detaillierter 3D-Grafik.
(Bild:
privat
)Raffaele Picca ist Godot-Experte und Spieleentwickler. Bei Bippinbits arbeitet er an Spielen wie Dome Keeper und PVKK - Planetenverteidigungskanonenkommandant.
Auch Spieleentwickler Raffaele Picca nutzt die Engine bereits seit sieben Jahren und hat auch schon selbst Code zum Godot-Projekt beigetragen. Außerdem gehört er zu den Organisatoren des Entwicklertreffens GodotFest in München. Picca testet regelmäßig, was mit Godot möglich ist. Die von ihm mitentwickelten Spiele demonstrieren, dass mit der Open-Source-Engine entwickelte Spiele bei Spielerinnen und Spielern ankommen und sich deswegen auch gut verkaufen. Als Teil des Studios Bippinbits arbeitet er am Indie-Hit „Dome Keeper“ und dem grafisch aufwendigen „PVKK: Planetenverteidigungskanonenkommandant“. Beide Spiele verwenden Godot. Picca kann also erklären, wo die Engine gerade steht, wofür sie sich eignet und wo Unity oder Unreal besser sind.
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