Leitl lobt: "Wir waren immer da"
Nach dem Remis in Kiel findet Hertha BSC gegen Arminia Bielefeld die passende Antwort - auch dank der guten defensiven Struktur.

Die nächste Hürde genommen: Torschütze Josip Brekalo und seine Kollegen feiern den 1:0-Sieg von Hertha BSC gegen Arminia Bielefeld. IMAGO/Nordphoto
Josip Brekalo ging mit einem klaren Plan zum Punkt. "Ich habe in meinem Kopf entschieden, nach links unten zu schießen", sagte er über die Ausführung des von Maximilian Großer verschuldeten Handelfmeters in der Nachspielzeit. "Was passiert, passiert." Es passierte dann Folgendes: Bielefelds Keeper Jonas Kersken war dran am Elfmeter, konnte ihn aber nicht abwehren. Und aus Brekalo brach nur einen Augenblick danach die pure Erlösung heraus. "Es war einfach ein verdienter Sieg", bilanzierte der Torschütze nach seinem Lucky Punch in der Nachspielzeit, der das 1:0 gegen Arminia Bielefeld und den achten Sieg im neunten Liga-Spiel brachte. "Mein Elfmeter zeigt, dass wir uns genau das verdient haben, obwohl er nicht gut geschossen war."
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Mit viel Last-Minute-Adrenalin ging der Tabellenführer in seinen Feierabend - nach einem Nachmittag, der zur Geduldsprobe wurde und doch noch ein gutes Ende nahm. "Wir haben uns gegen einen Gegner, der brutal tief stand und das Spielfeld eng gemacht hat, immer wieder Chancen herausgespielt", sagte Sportdirektor Benjamin Weber. "Das Tor haben wir sehr spät gemacht, aber trotzdem war es hochverdient."
Restverteidigung und Gegenpressing waren top
Webers Analyse brachte das Geschehen auf den Punkt. Wie schon in der Vorwoche in Kiel (0:0) machten sich die Berliner mit ihrer mangelhaften Chancenverwertung selbst das Leben schwer. Aber sie wurden nie kopflos. "Es ist nicht einfach, einen Gegner zu bespielen, der so tief steht wie heute", sagte Paul Seguin. "Trotzdem sind wir ruhig geblieben, haben immer dran geglaubt und hochverdient das Spiel gewonnen."
Auch Trainer Stefan Leitl lobte die Herangehensweise seines Teams: "Wir haben's richtig gut gemacht. Wir waren geduldig und sind nicht von unserem Plan abgewichen. Wir waren in der Restverteidigung und in den Gegenpressing-Momenten gut. Wir haben kaum Umschaltsituationen zugelassen, waren sehr kompakt und sehr diszipliniert. Wir waren immer da. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg."
Brekalos eher schwach geschossener Handelfmeter brachte den späten Sieg. Für Leitl war die finale Wendung des Spiels aufgrund ihrer Entstehung "in dem Moment vielleicht glücklich", aber "in Summe" war der Sieg für ihn "hochverdient". Während die Konkurrenz aus Wolfsburg (1:1 in Bochum) und Heidenheim (1:1 gegen Cottbus) Boden einbüßte, surft Hertha weiter auf der Erfolgswelle. "Wir haben jetzt 25 Punkte nach neun Spielen, das ist überragend", erklärte Leitl und gab sogleich die Maxime für die nächsten Wochen aus: "Einfach weitermachen, gar nicht so viel nachdenken." Und vielleicht noch Elfmeter üben.
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