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Sunday, November 8, 2026

17 Hektar sollen gerodet werden: Umweltschützer protestieren gegen Red Bull-Fabrik bei Berlin

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17 Hektar sollen gerodet werdenUmweltschützer protestieren gegen Red Bull-Fabrik bei Berlin

08.11.2026, 20:46 Uhr

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Eine Person schneidet bei an einer Protestaktion in Bernhardsmüh Bäume aus Pappe mit einer Säge. Anlass ist die Waldrodung für den Bau einer Dosenfabrik von Red Bull. (Foto: picture alliance/dpa)

Im brandenburgischen Baruth will Red Bull ein neues Dosenwerk errichten. Dafür müssen rund 17 Hektar Wald gerodet werden, was Umweltschützer auf den Plan ruft.

Nach dem Beginn der Waldrodung für ein neues Dosenwerk für Red Bull hat in Baruth/Mark südlich von Berlin eine Gruppe von Umweltschützer gegen das Projekt protestiert. "Wohl aus Angst vor Protesten und anstehenden Gerichtsverfahren schafft Red Bull Fakten", hieß es in einer Mitteilung der Initiative "Ressourcenbündnis Baruth". "Nach der Genehmigung und Veröffentlichung durch die Gemeindeverwaltung Ende Oktober ließ Red Bull damit keine Zeit bis zur Rodung verstreichen."

Insgesamt sollen für das Dosenwerk rund 17 Hektar Kiefernwald weichen. Die Arbeiten hatten laut einer Unternehmenssprecherin am Montag begonnen. Das Gelände ist abgesperrt. Protest gibt es auch wegen des Wasserverbrauchs. Die Getränkehersteller Rauch und Red Bull wollen ihren Standort rund 50 Kilometer südlich von Berlin vergrößern.

Red Bull habe mit dem schnellen Beginn der Arbeiten gezeigt, wie das Unternehmen mit Bedenken aus der Bevölkerung und von Naturschutzverbänden umgehe, sagte Petra Liesenfeld von der Bürgerinitiative. Auf der gerodeten Fläche versammelten sich zum Protest rund 30 Menschen. Eine Fabrik, die Aluminium und chemische Stoffe verarbeite, sollte nicht im Wasserschutzgebiet entstehen, so Liesenfeld.

"Der in Kraft getretene Bebauungsplan schafft Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Produktionscampus", sagte Projektkoordinator Björn Hofbauer. "Die künftige Baufläche wird durch neue Wald- und Grünflächen in sechsfacher Größe ausgeglichen. 98 Prozent dieser Flächen liegen im direkten Umland von Baruth", hieß es.

Über einen Eilantrag des Umweltverbandes Grüne Liga gegen den bereits beschlossenen Bebauungsplan der Stadt ist bislang vor Gericht nicht abschließend entschieden. Allerdings hatte das Oberverwaltungsgericht zuvor den Antrag auf eine Zwischenverfügung abgelehnt, mit der die Grüne Liga den Beginn der Waldrodung vorerst stoppen wollte. Bei Tesla im märkischen Grünheide hatten Umweltaktivisten einen Wald monatelang besetzt, um gegen die Abholzung zu protestieren.

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