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Thursday, October 1, 2026

Bitkom: Nur jede dritte Lehrkraft fühlt sich beim Smartphone-Thema unterstützt

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Ein Großteil der deutschen Lehrkräfte fühlt sich von ihren Schulen im Stich gelassen, wenn es um den Umgang mit privaten Mobilgeräten von Schülerinnen und Schülern geht. Zugleich betonen einige, dass ein moderner Unterricht ohne mitgebrachte Schülergeräte oft gar nicht durchgeführt werden kann. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter Lehrkräften der Sekundarstufen I und II ergeben.

Demnach sagen nur 36 Prozent der Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, dass sie ausreichend Unterstützung beim Umgang mit der Smartphone-Nutzung ihrer Schülerinnen und Schüler erhalten, während 74 Prozent beobachten, dass es den Heranwachsenden durch Smartphones schwerer fällt, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Eingreifen können Lehrkräfte in den meisten Fällen allerdings nicht – dagegen sprechen unter anderem rechtliche Fragen, da es sich bei Schülergeräten um Privateigentum handelt. Zudem gaben 54 Prozent der befragten Lehrkräfte an, dass sie das Einsammeln der Smartphones ihrer Schülerinnen und Schüler schon allein wegen des Schutzes der Privatsphäre für problematisch halten.

Zwar wurde auf Länder- und Bundesebene in den vergangenen Monaten viel über Handyverbote in Schulen und entsprechende Vorgaben diskutiert. Die Bundesländer haben dazu aber recht unterschiedliche Entscheidungen getroffen. In manchen Bundesländern sollen Schulgemeinschaften selbst Regeln erarbeiten und durchsetzen, während in anderen konkrete Verordnungen im Schulgesetz übergreifend Grundregeln vorgeben.

Zum Einsatz von Smartphones im Unterricht befragt, gaben 50 Prozent an, dies zu tun, davon allerdings nur 12 Prozent häufig und 38 Prozent selten. Dabei bewerten 29 Prozent der Lehrkräfte sie auch als hilfreiches Lernwerkzeug. 28 Prozent gaben an, ohne die Smartphones ihrer Schülerinnen und Schüler häufig keine digitalen Unterrichtsangebote machen zu können, weil diese die unzureichenden Schulausstattungen kompensieren.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst erklärte hierzu: „Smartphones sind Teil der Lebenswelt junger Menschen und gehören an den meisten Schulen zur Realität. Lehrkräfte dürfen damit nicht allein gelassen werden. Statt pauschaler Verbote brauchen Schulen klare, altersgerechte und durchsetzbare Regeln – etwa auf Grundlage von Leitlinien und Musterschulordnungen der Länder. Gleichzeitig müssen Lehrkräfte dabei unterstützt werden, Medienkompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten zu vermitteln.“ Für eine bessere schulische Ausstattung sollten etwa Mittel aus dem Digitalpakt 2.0 genutzt werden.

Bereits vor zwei Wochen hatte eine Bitkom-Erhebung zu Social Media an Schulen ein ähnliches Bild gezeichnet. Nur rund ein Viertel der befragten Lehrkräfte sahen Schulen ausreichend auf den Umgang mit Social Media vorbereitet. Einer Bitkom-Umfrage im August zufolge nannten 83 Prozent der Lehrkräfte übermäßige Smartphone-Nutzung durch Schülerinnen und Schüler als dringliches Problem.

Für die aktuelle Erhebung hatte Bitkom Research 501 Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II an Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, integrierten Gesamtschulen, Waldorfschulen und Schulen mit mehreren Bildungsgängen telefonisch befragt. Die Erhebung fand in den Kalenderwochen 22 bis 26 (Ende Mai bis Ende Juni 2026) statt.

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