Tropenvirus Chikungunya erstmals in der Schweiz übertragen

Vier Fälle im Tessin
Tropenvirus Chikungunya erstmals in der Schweiz übertragen
Im Tessin sind erstmals vier Fälle des Chikungunya-Fiebers aufgetreten, ohne dass die Patienten vorher in Risikogebiete gereist waren. Die Behörden gehen von lokaler Übertragung durch Tigermücken aus.
Publiziert: vor 37 Minuten
- Im Tessin wurden erstmals vier Chikungunya-Fälle ohne vorgängige Reise in Risikogebiete gemeldet
- Das Virus wird nicht direkt von Mensch zu Mensch, sondern durch infizierte Aedes-Mücken übertragen
- Die Betroffenen haben leichte Gelenkbeschwerden, das Ansteckungsrisiko gilt als sehr gering
Janine EnderliRedaktorin News
Im Tessin sind erstmals vier Fälle von Chikungunya-Fieber aufgetreten. Wie die kantonalen Gesundheitsbehörden am Mittwoch erklärten, sei keine der vier betroffenen Personen zuvor in Gebiete gereist, in denen das Virus vorkommt.
Die Patienten haben leichte Gelenkbeschwerden, ansonsten gehe es ihnen den Umständen entsprechend gut.
Übertragungsweg und Risikobewertung
Das Chikungunya-Virus wird nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über Stiche infizierter Mücken der Gattung Aedes – vor allem durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus).
Da die Tigermücke im Tessin mittlerweile fest etabliert ist, kam der Nachweis lokaler Übertragungen für die Fachstellen nicht völlig unerwartet – vergleichbare Fälle traten in den letzten Jahren bereits in Ländern wie Italien und Frankreich auf.
Der Tessiner Kantonsarzt stuft das aktuelle Ansteckungsrisiko als sehr gering bis vernachlässigbar ein.
Das sind die typischen Symptome
Chikungunya hat in den meisten Fällen einen milden Verlauf. Die charakteristischsten Symptome sind Fieber und Gelenkschmerzen, die stark sein können, insbesondere an Händen, Handgelenken, Knöcheln und Füssen. Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Hautausschläge können ebenfalls auftreten.
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