Nevio steckte über eine Stunde auf 85 Meter Höhe fest

Darum gehts
- Das 85 Meter hohe Kettenkarussell «Aeronaut» an der Basler Herbstmesse blieb am Samstagabend bei der letzten Fahrt stehen.
- Passagiere wie News-Scout Nevio sassen bei winterlichen Temperaturen rund eine Stunde in der Höhe fest.
- Jeder Fahrgast erhielt vom Betreiber 100 Franken Entschädigung, alle wurden unverletzt evakuiert.
Ausgerechnet bei der letzten Fahrt am Samstagabend passierte es: Das 85 Meter hohe Kettenkarussell «Aeronaut» auf dem Basler Kasernenareal machte keinen Wank mehr. Die Passagiere sassen fest, schaukelten auf Zweiersitzen hoch über der Stadt und dies bei winterlichen Temperaturen.
Nevio und seine Kollegen erlebten die Panne an der Herbstmesse hautnah. «Ich war eines der Opfer», witzelt er am Montag danach. «Kurz nach 23 Uhr sind wir stecken geblieben. Eine Viertel Stunde nach Mitternacht waren wir erst wieder unten», so der News-Scout. Den Sinn für Humor habe er dennoch nicht verloren: In der Höhe seien einige humorvolle Videos und Content für seine Freunde entstanden, erzählt er weiter.
Evakuierungsprotokoll
Der Betreiber der Bahn bestätigt die Panne. Vonseiten des Schaustellers heisst es: «Wie jedes Fahrgeschäft verfügt auch der Aeronaut über ein spezielles Evakuierungsprotokoll. Unser geschultes Team befolgte dieses Verfahren in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Polizei, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Gäste zu gewährleisten.» Alle Passagiere wurden sicher und unverletzt evakuiert, so der Betreiber weiter.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt bestätigt gegenüber 20 Minuten, über den Vorfall informiert worden zu sein. Weder Polizei noch Feuerwehr mussten sich an der Evakuierung beteiligen, stellt die Polizei klar. «Der Bahnbetreiber konnte dies selber bewerkstelligen», so der Sprecher.
Passagiere erhielten 100 Franken als Entschädigung
Das Basler Präsidialdepartement nennt weitere Details. Eine Störung der Bahn hatte aus Sicherheitsgründen eine sogenannte Full-Brake-Auslösung zur Folge. Die Passagiere gingen nach dem Schock nicht leer aus. «Jedem Fahrgast wurde vom Bahnbetreiber eine Entschädigung in der Höhe von 100 Franken ausgehändigt», so der Sprecher Dominik Lachenmeier.
Laut Lachenmeier wurde der Bahnbetrieb maximal 45 Minuten lang unterbrochen. Bahnbesuchen steht trotz der Panne nichts im Weg: «Die defekten Bauteile des Aeronauten wurden unmittelbar ausgetauscht», stellt der Sprecher klar.
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