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Wednesday, October 28, 2026

Instagram will Youtube Konkurrenz machen – Creators üben Kritik

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  • Instagram testet mit «Features» Videos, die bis zu 90 Minuten lang sind.
  • Damit könnte die Plattform zur Konkurrenz für Youtube werden.
  • Creatorinnen und Creator fordern eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen.
  • Wann die Funktion nach Europa kommt, ist unklar.

Auf Reels folgen Features: Die Social-Media-Plattform Instagram testet eine Ausweitung ihres Angebots auf längere Videos. Die sogenannten Features sollen bis zu 90 Minuten lang sein. Die Funktion könnte eine Konkurrenz für Youtube darstellen. Dort gibt es bekanntlich ewig dauernde Clips. Auf Instagram war bisher bei 60 Minuten Länge Schluss. Zumindest im Feed. In den Reels liegt die Grenze bei 20 Minuten.

Aktuell laufen erst einmal Tests

«Es ist früh, und wir testen und hören Feedback, während wir vorankommen», heisst es in der Caption zu dem Clip, in dem Instagram-Chef Adam Mosseri und Vizepräsidentin Tessa Lyons die geplante Neuerung vorstellen. «Aber wir freuen uns, den Kreativen mehr Raum zu geben, um ihre Geschichten mit ihrer Community zu teilen.» Angedacht seien auch horizontale Langform-Videos.

Wie IGTV, nur weitergedacht

Es ist nicht das erste Mal, dass Instagram mit langen Formaten experimentiert. So hatte die Plattform im Jahr 2018 mit IGTV eine eigene Video-App lanciert, diese aber später wieder eingestellt. Bei IGTV konnten die Clips bis zu einer Stunde lang sein. Seit dem Verschwinden der App wurden die Videos stärker in die Plattform selbst integriert.

So sahen das Instagram- und das IGTV-Logo im Jahr 2018 aus.

So sahen das Instagram- und das IGTV-Logo im Jahr 2018 aus.Instagram

«Reels werden weiterhin ein zentraler Bestandteil von Instagram bleiben», zitiert «Tech Crunch» Lyons. «Wenn Nutzerinnen und Nutzer aber tiefer in die Inhalte von Creatorinnen und Creatoren eintauchen möchten, denen sie folgen, sollen sie das ebenfalls auf Instagram tun können.

Creators fordern Beteiligung an Werbeeinnahmen

Während die Instagram-Verantwortlichen von den Plänen überzeugt scheinen und auch viele Userinnen und User die Ankündigungen abfeiern, reagierten andere Creators und Creatorinnen skeptisch auf die Ankündigung. Sie fürchten um ihre Einnahmen. So könnte Meta, der Konzern hinter Instagram, in den langen Videos künftig Werbung platzieren. So wie es auch bei Youtube üblich ist. Ob die Content-Erstellerinnen und -Ersteller daran beteiligt werden, ist derzeit allerdings offen. Sie fürchten, leer auszugehen und wie bisher auf Werbepartnerschaften, Sponsoring oder kostenpflichtige Abonnements angewiesen zu sein.

«Bezahlt Creators oder lasst es bleiben»

«Das ist echt lächerlich. Ihr wollt Creator und Premium-Inhalte unbedingt auf der Plattform haben, bietet dafür aber überhaupt keine Anreize», kommentierte der Podcaster @brandondavisbd unter einem Interview-Clip mit Instagram-Chef Mosseri. «Bezahlt Creators auf der Plattform oder lasst es bleiben. Meine Langform-Inhalte bekommt ihr jedenfalls nicht umsonst.» Auch Userin @nellyslife.co ist noch nicht überzeugt: «Hoffentlich bedeutet das auch Werbeeinnahmen für die Kreativen.» Und @aventurasdorava schreibt: «Die Leute posten auf Youtube und nutzen Instagram, um Traffic dorthin zu lenken, weil Youtube sie dafür bezahlt.»

Wie findest du die «Features»-Idee?

Launch in Europa unklar

So unklar wie die Entlöhnung der Inhaltersteller ist auch, wann das neue Feature voll ausgerollt wird und in Europa verfügbar sein wird. Nach ersten Tests in Brasilien weitet Instagram «Features» zunächst nur auf ausgewählte Videomacher in den USA aus. Dort soll der Teilnehmerkreis erst einmal auf Zehntausende wachsen. Dann werde man weitersehen, heisst es in US-Medien.

Digital-Push

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Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

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