ESPN DeportesDuelo de pitcheo entre Yankees y Padres se va a entradas extrasESPNMourinho can't explain shock Madrid loss at BetisThe Jerusalem PostIsrael Aerospace Industries' first cargo-converted Airbus aircraft completes first flightוואלהלפחות 10 הרוגים בפיצוץ בבסיס צבאי בבוליביהUOLCom falhas no som, Capital Inicial canta com Dado Villa-Lobos no Rock in RioDaily MailBillionaire dynasty heiress Isabel Getty, 32, whose oil tycoon great-grandfather Paul was once the world's richest man, marries British financier, 41, in stylish London wedding after decades of family tragedyThe Sydney Morning HeraldHow Sweeny plans to spend US Open richesWirtualna PolskaDziało się w nocy. Wybuch amunicji w Boliwii. Rozejm w Ukrainie?ColliderJon Bernthal and Tom Holland's First Epic Deserves a Rewatch 9 Years LaterMintIndia-US trade deal to be finalised in ‘next few months’? Trump’s ‘priority’ at G20 and a hint from US envoy Sergio GorMyJoyOnlineGSE showed strong performance in August 2026 despite recording more stock lossesHabertürk2 kent için "sarı" alarm verildi! İllerimizde hava durumu
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 5, 2026

El Niño: Sorge in Brasilien vor neuen Überschwemmungen

Translate
Überschwemmungen im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul

Sorge in Brasilien vor El Niño Kommt die Flut zurück?

Stand: 04.09.2026 • 05:08 Uhr

Im brasilianischen Porto Alegre gab es erst vor zwei Jahren eine verheerende Flutkatastrophe. Durch das Klimaphänomen El Niño drohen nun neue Überschwemmungen - ist die Stadt diesmal besser vorbereitet?

Anne Herrberg

Ein alter Gummistiefel, ein Reifen, sogar eine verschimmelte Matratze - sie alle erzählen Geschichten von zerstörten Existenzen. Das sagt Barbara Barbieri, während sie mit ihren Kollegen vom Zivilschutz durch die Schutt- und Trümmerberge steigt. Die Spuren der Katastrophe sind noch immer zu sehen, hier auf der Pintada-Insel vor Porto Alegre. Auch zwei Jahre nachdem die verheerende Flut große Teile der Stadt Porto Alegre überschwemmte.

"Damals schoss das Wasser hier herein, eine regelrechte Sturzflut", berichtet Barbieri. "Das war schockierend. Wir sahen, wie alles einfach weggespült wurde - so was hatte es noch nie zuvor gegeben."

Region bleibt Risikogebiet

Die Unwetter-Katastrophe im Mai 2024 im Bundesstaat Rio Grande do Sul war die schwerste, die Brasilien in Jahrzehnten erlitten hat: Mindestens 181 Menschen starben, mehr als 600.000 mussten ihre Häuser verlassen. Der Flughafen blieb noch monatelang geschlossen, Ernten wurden zerstört - besonders betroffen war die Stadt Porto Alegre und ihr Umland.

Die Region bleibt bis heute Risikogebiet. Deshalb treibt die Menschen die Sorge vor einem "Super El Niño" um. Denn mit dem Klimaphänomen verbunden sein könnten Rekordniederschläge und Hochwasser in diesem und nächstem Jahr.

Porto Alegre hat Hochwasserschutz verbessert

Marcus Olioveira, Chef des Zivilschutzes von Porto Alegre, ist schon jetzt in Alarmbereitschaft. "Gerade gab es eine Unwetterwarnung. Mögliche Stürme mit bis zu 80 Stundenkilometern, starken Gewittern und Hagel", berichtet er.

Doch die Stadt sei heute besser vorbereitet. Der Zivilschutz wurde aufgestockt, von 30 auf 80 Mitarbeiter, dazu gibt es ein neues Überwachungszentrum. Pumpstationen, Fluttore und Dämme wurden ausgebessert und das Frühwarnsystem modernisiert.

Bürgermeister Sebastião Melo kündigte an, dass die Modernisierungsarbeiten an den Pumpstationen - die 2024 aufgrund der Stromschlaggefahr stillgelegt wurden - bis November abgeschlossen sein sollen.

Mehr Extremwetter durch El Niño

Doch das wird in Zukunft nicht reichen, warnen Meteorologen wie Gilvan Sampaio vom Weltrauminstitut INPE, das auch Daten zu Klimathemen und zum Zustand des Regenwalds sammelt. Denn die Maßnahmen zur Klimaanpassung blieben in Brasilien, wie im übrigen Südamerika sehr zaghaft. "Meistens werden sie erst ergriffen, wenn es bereits zu Extremereignissen gekommen ist. Aber wir wissen: Das ist die neue Normalität. Nicht nur aufgrund von El Niño."

Extremwetterlagen wie El Niño werden durch den Klimawandel intensiver: Heftiger Regen im Süden und am Pazifik, im Norden und am Amazonas Trockenheit, Hitzewellen, Waldbrände. Es drohen Probleme bei der Energieversorgung, Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise etwa bei Zucker, Kakao oder Kaffee.

Und trotz der Investitionen in Prävention von umgerechnet fast 400 Millionen Euro im Bundesstaat kommt die Hilfe längst nicht überall an. Eine aktuelle Studie des Celso Furtado International Centre for Development Policy und des Climate and Society Institute ergab, dass die Landesregierung weniger als 0,5 Prozent ihres Klimabudgets für die Minderung künftiger Katastrophen ausgegeben hat.

Arme Bezirke besonders bedroht

In Stadtvierteln, wie der informell gebauten Favela Morro da Policia, gelegen auf einem Hügel in Porto Alegre, zeigt sich: Die Ärmsten sind am verwundbarsten. Stürme und Starkregen haben hier bereits Häuser verwüstet - einige Bewohner wurden umgesiedelt.

Doch nach wie vor leben hier 150 Familien - unter der ständigen Gefahr, dass Bäume umfallen, oder der Steilhang abrutscht, sagt Gemeindevorsteherin Daisy Martins. "Die Sorge ist, dass Menschen zu Schaden kommen könnten. Hier in der Gegend ist es schon oft vorgekommen, dass Menschen von den Wassermassen kilometerweit mitgerissen wurden."

Denn die Niederschläge nehmen zu, und der Pegel des Guaíba-Flusses, an dem Porto Alegre liegt, steigt erneut.

View the original on Tagesschau

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.