Deutschland findet keine Lücke im griechischen Abwehrriegel
Trotz einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Augsburg, kam die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht über ein Remis gegen Griechenland hinaus. In Thessaloniki trennte sich die DFB-Elf 0:0 (0:0) vom Europameister von 2004. Damit verharrt man in Gruppe 2 in Liga A der Nations League weiter auf dem dritten Platz.
Auf drei Positionen veränderte Bundestrainer Jürgen Klopp seine Startelf im Vergleich zum 2:0 gegen Serbien. Für Maxi Mittelstädt, Serge Gnabry und Nick Woltemade rückten David Raum, Lennart Karl und Jonathan Burkardt in die Anfangsformation.
Griechenland mit erster großer Chance
Die Griechen kamen mit mehr Schwung in die Partie und hatten nach rund einer Minute die erste richtige dicke Gelegenheit. Liverpools Kostas Tsimakas flankte von links an den Fünfmeterraum, wo Kapitän Georgios Masouras Jonas Urbig im deutschen Tor per Kopf zu einer ersten Glanztat zwang.
Im dritten Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp gelingt der deutschen Nationalmannschaft der befreiende erste Sieg. Beim 2:0 gegen Serbien erspielt sich das DFB-Team Chancen über Chancen.
02.10.2026 | 7:44 minDie DFB-Elf übernahm in der Folge die Kontrolle über das Spiel und kam durch Übergangs-Kapitän Florian Wirtz zu einem ersten Abschluss - der Schuss des Liverpoolers wurde allerdings über das Tor geblockt (8.).
Ansonsten ließ sich das Spiel ähnlich an, wie die Partie vor rund einer Woche in Augsburg. Die Griechen verteidigten im tiefen Block, Deutschland gab den Ton an, fand aber zunächst die Lücken im dichten Defensivverbund der Gastgeber nicht.
Deutschland wird besser
Bis Derry Scherhant mit einem schönen Diagonalball auf Lennart Karl den Raum öffnete. Der bediente von der rechten Grundlinie aus Florian Wirtz, der per Kopf am eigenen Mann, Jonathan Burkardt, scheiterte (20.).
Gerade der Freiburger Scherhant war in der ersten Halbzeit auffällig. Nach hohem Ballgewinn prüfte er Konstantinos Tzolakis im griechischen Tor via Distanzschuss - der Torhüter der Gastgeber blieb Sieger (22.).
Die DFB-Elf wurde nun kreativer, gewann die wichtigen hohen Bälle konsequent zurück und zwang Tzolakis nur drei Minuten später zu einer nächsten Parade - Raum hatte es per sehenswertem Dropkick von der Strafraumkante aus probiert.
Burkardts Tor wird wieder einkassiert
Griechenland hatte immer mehr Mühe, die Lücken in dem eigenen Abwehrreihen zu schließen, Deutschland rollte immer wieder mit Tempo auf die Defensive der Gastgeber zu - und ging vermeintlich auch in Führung.
Viel Ballbesitz, viele Anläufe, wenig Ertrag: Die deutsche Nationalmannschaft tut sich gegen kompakte Griechen schwer und erlebt in Augsburg einen bitteren Abend.
27.09.2026 | 7:38 minDer starke Scherhant setzte sich auf der linken Seite im Eins-gegen-Eins durch und bediente Burkardt, der aus kurzer Distanz einschob (33.). Doch da in der Entstehung des Treffers Tom Bischof den Ball mit der Hand berührte, kassierte der VAR den Treffer wieder ein.
Scherhant schien das kaum zu bekümmern - den Freiburger bekamen die Griechen nicht in den Griff, sein Distanzschuss kurz vor der Pause rauschte nur knapp links am Tor vorbei (43.). So ging es mit 0:0 in die Kabine, die Führung hätte die DFB-Elf längst verdient.
Griechenland erhöht die Zweikampfhärte
Die zweite Halbzeit begann etwas ruppiger als die erste. Griechenland versuchte nun das Spiel etwas körperbetonter und kämpferischer werden zu lassen und so den Deutschen den Spielwitz zu nehmen. Die hielten aber dagegen, der Spielfluss ging so etwas verloren.
Nach dem Spiel gegen die Niederlande loben befragte Fans den Einsatz und die neuen Spieler. Sie trauen Bundestrainer Jürgen Klopp zu, Begeisterung für die Nationalelf zu wecken.
25.09.2026 | 1:04 minDie nächste Chance nach einer Wirtz-Hereingabe. Philipp Treu schaltete freistehend im griechischen Fünfmeterraum nicht schnell genug, und legte den Ball nochmal quer, anstelle selbst zu schießen (56.).
Die DFB-Elf kontrollierte die Partie zwar nicht so wie im ersten Durchgang, kam aber weiter zu guten Möglichkeiten. Nach schöner Passstaffette kam Scherhant halblinks recht frei zum Abschluss, der Schuss trudelte jedoch recht deutlich rechts am Tor vorbei (65.).
Deutschland hat mehr Probleme
Insgesamt machte Griechenland den Gästen aus Deutschland das Leben seit dem Seitenwechsel schwerer, hatten durch einen Kopfball von Kapitän Masouras selbst mal wieder eine Gelegenheit (76.). Die Spieler von Jürgen Klopp wussten sich zwar zu helfen, doch die Torchancen wurden weniger - dennoch wäre die Führung für die DFB-Elf längst verdient.
Nach einer längeren zähen Phase kam erneut Treu nochmal zu einer guten Gelegenheit. Eine Flanke von links rutschte zum Freiburger am zweiten Pfosten druch, der den Ball etwas überrascht über das Tor setzte (86.).
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