"Orangefarbenes Stück Scheiße": Chuck Lorre und Weißes Haus liefern sich Schlagabtausch

"Orangefarbenes Stück Scheiße"Chuck Lorre und Weißes Haus liefern sich Schlagabtausch
05.10.2026, 16:31 Uhr
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Bei einer Gala bezeichnet Chuck Lorre den US-Präsidenten als "aufgeblähtes, orangefarbenes Stück Scheiße" und witzelt sogar über dessen Tod. Das Weiße Haus reagiert nun ähnlich derb auf den "Big Bang Theory"-Schöpfer.
Chuck Lorre ist für den Humor hinter Serien wie "The Big Bang Theory" und "Two and a Half Men" verantwortlich. Bei einer Spendengala in Los Angeles fielen die Witze der Drehbuchautor allerdings deutlich derber aus als im Fernsehen. Zielscheibe waren US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump. Vor allem bei einem Scherz über Trumps Tod und einigen heftigen Beschimpfungen kannte Lorre kaum Grenzen - und hat damit nun eine ebenso scharfe Reaktion aus dem Weißen Haus provoziert.
"Chuck Lorre sollte sich umgehend in psychiatrische Behandlung begeben", erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, gegenüber Fox News Digital. Lorre müsse seinen schweren Fall des sogenannten "Trump Derangement Syndrome" behandeln lassen, der sein "erdnussgroßes Gehirn völlig zerfressen" habe. Bei dem "Trump Derangement Syndrome" handelt es sich nicht um eine medizinisch anerkannte Diagnose, sondern um einen politischen Kampfbegriff. Trump und seine Unterstützer verwenden ihn vor allem, um aus ihrer Sicht irrationale oder überzogene Kritik am US-Präsidenten zu beschreiben.
Lorre wurde für sein soziales Engagement geehrt
Auslöser für die ungewöhnlich scharfe Reaktion aus dem Weißen Haus war Lorres Auftritt bei den Angel Awards von Project Angel Food am 26. September in Los Angeles. Dort wurde der erfolgreiche Sitcom-Produzent mit dem Founders Angel Award ausgezeichnet - der höchsten Auszeichnung der Organisation, die in ihrer Geschichte zuvor erst einmal vergeben worden war. Lorres Stiftung hat Project Angel Food über Jahre finanziell unterstützt. Die Organisation versorgt schwer und lebensbedrohlich erkrankte Menschen in Los Angeles kostenlos mit speziell auf ihre medizinischen Bedürfnisse abgestimmten Mahlzeiten.
"Ich empfinde es als ein absolutes Privileg, an eurer Mission mitzuwirken", erklärte Lorre in seiner Dankesrede. Sein Engagement habe auch mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun: "Da ich selbst Hunger erlebt habe, ist mir dieses Anliegen eine Herzensangelegenheit. Ganz gleich, wie sehr ich beruflich gesegnet war - man vergisst nicht so leicht Instant-Ramen in heißem Wasser oder die 'gehobene Küche' in Form von Ketchup-Suppe." Bei Dankesworten beließ es der Comedy-Autor allerdings nicht.
"Russischer Agent"
Eigentlich, so Lorre, würde er gerne über seinen Wunsch nach einer mitfühlenderen Regierung sprechen, "die Gesundheit und Wohlergehen ihrer Bürger an die erste Stelle setzt". Doch seine Arbeit als Comedy-Autor verpflichte ihn gewissermaßen dazu, die Gelegenheit für "ein paar Worte über dieses aufgeblähte, orangefarbene Stück Scheiße im Weißen Haus" zu nutzen.
Und Lorre legte nach. Eigentlich würde er lieber ausführlich all jenen danken, die Project Angel Food zu einem Zufluchtsort für Menschen in Not gemacht hätten. "Das wäre mir lieber", erklärte er. Weil er aber Comedy-Autor sei, müsse er stattdessen darüber sprechen, wie er jeden Morgen CNN einschalte - in der Hoffnung zu erfahren, dass der Präsident der Vereinigten Staaten auf der Toilette einen tödlichen Herzinfarkt erlitten habe.
Auch Melania Trump blieb von Lorres Attacken nicht verschont. Er stellte die Frage, wie die USA zunächst eine "kluge, gebildete, herzliche und humorvolle First Lady wie Michelle Obama" hätten annehmen und sich anschließend mit Melania Trump als First Lady abfinden können. Dabei blieb seine Wortwahl ähnlich drastisch. Lorre bezeichnete Melania als "chirurgisch optimierte, kaltherzige jugoslawische Escort-Dame, die ihren Ehemann offensichtlich hasst". Außerdem bezeichnete er Donald Trump in seiner Rede als "russischen Agenten".
Dass das Weiße Haus auf diese Attacken nicht mit Zurückhaltung reagieren würde, überrascht angesichts des Tons der Rede kaum. Mit der Forderung nach "psychiatrischer Behandlung" und dem Angriff auf Lorres "erdnussgroßes Gehirn" setzte Sprecher Davis Ingle den verbalen Schlagabtausch schließlich fort.
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