Schweizerische Nationalbank macht 44,2 Milliarden Franken Gewinn

- 43,3 Milliarden Franken Gewinn stammen bei der SNB aus den Fremdwährungspositionen.
- Insgesamt steht die Nationalbank nach drei Quartalen 2026 bei 44,2 Milliarden Franken Gewinn.
- Aktien brachten Kursgewinne von 23,7 Milliarden, Zinspapiere einen Kursverlust von 22,6 Milliarden Franken.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für die ersten drei Quartale 2026 einen Gewinn von 44,2 Milliarden Franken aus. Den grössten Beitrag lieferten die Fremdwährungspositionen mit 43,3 Milliarden Franken, wie die SNB in einer Mitteilung am Freitag bekanntgibt.
Das Ergebnis der SNB hängt stark davon ab, wie sich Gold, Devisen und Kapitalmärkte entwickeln. Die SNB betont deshalb, dass aus dem Zwischenresultat nur bedingt auf das Jahresergebnis geschlossen werden kann. Starke Schwankungen seien bei ihren Ergebnissen die Regel.
Gewinne bei Aktien, Verlust bei Zinspapieren
Auf ihren Fremdwährungsanlagen nahm die SNB 10,7 Milliarden Franken an Zinsen und 2,3 Milliarden Franken an Dividenden ein. Dem standen Zinsaufwände von 0,7 Milliarden Franken gegenüber.
Bei Zinspapieren und ähnlichen Anlagen entstand ein Kursverlust von 22,6 Milliarden Franken. Beteiligungspapiere, etwa Aktien, brachten dagegen Kursgewinne von 23,7 Milliarden Franken. Zusätzliche wechselkursbedingte Gewinne beliefen sich auf 29,8 Milliarden Franken.
Goldbestand bringt 1,2 Milliarden Franken
Der mengenmässig unveränderte Goldbestand führte zu einem Bewertungsgewinn von 1,2 Milliarden Franken. Ende September wurde ein Kilo Gold mit 112’118 Franken bewertet. Ende 2025 lag der Kurs noch bei 110’919 Franken pro Kilo.
Auf den Frankenpositionen erzielte die SNB einen Gewinn von 100 Millionen Franken. Dieser entstand vor allem durch die Verzinsung von Giroguthaben sowie durch Geschäfte, mit denen die Nationalbank Liquidität abschöpft.
Worauf sollte die SNB deiner Meinung nach am stärksten achten, wenn die Ergebnisse so stark schwanken?
Vor der Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven beträgt der Gewinn damit 44,2 Milliarden Franken. Wie hoch diese Zuweisung ausfällt, legt die SNB erst Ende Jahr fest. Die Rückstellungen sollen sicherstellen, dass die Währungsreserven für die Geld- und Währungspolitik ausreichend bleiben. Ob es eine Ausschüttung für den Bund und die Kantone gibt und wie hoch diese wird, ist also noch offen.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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