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Tuesday, August 18, 2026

Zehn Menschen bei russischen Angriffen im Gebiet Charkiw getötet

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Ein zerstörtes Auto neben einem brennenden Gebäude nach einem Luftangriff in Petschenihy in der Region Charkiw in der Ukraine.

Russischer Angriffskrieg Zehn Menschen im Gebiet Charkiw getötet

Stand: 18.08.2026 • 10:30 Uhr

Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Die ukrainische Armee setzte Hunderte Drohnen gegen die Region Moskau ein. Details zu Schäden liegen nicht vor.

In der Ukraine sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben im Gebiet Charkiw mindestens zehn Menschen getötet worden. In Petschenihy rund 55 Kilometer östlich von Charkiw seien acht Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es sei zivile Infrastruktur beschädigt worden, darunter zehn Privathäuser, ein Café und Geschäfte.

Russland griff zuletzt verstärkt mit Marschflugkörpern und Raketen an, da es der ukrainischen Armee nach Regierungsangaben an modernen Flugabwehrraketen mangelt. Russische Drohnen können hingegen nach ukrainischer Darstellung gut bekämpft werden.

Die ukrainische Luftwaffe kündigte in der vergangenen Woche an, die Zahl der von Russland verwendeten und durch die Ukraine abgefangenen Raketen nicht mehr regelmäßig zu erwähnen. Vermutlich soll dies Rückschlüsse auf das eigene Abwehrraketenarsenal erschweren.

Russland meldet mehr als 600 ukrainische Drohnen

Auch die Ukraine griff in der Nacht erneut an. Moskau und die umliegende russische Hauptstadtregion wurden massiv mit Drohnen attackiert. Nach Darstellung des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin flogen 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion.

Ein Großteil sei bereits auf dem Weg, etwa 180 Drohnen dann im Raum Moskau von der Luftverteidigung zerstört worden. Der Betrieb der Hauptstadtflughäfen wurde zeitweise eingestellt. Sobjanin teilte nicht mit, ob und wie viele Drohnen ihre Ziele erreichten.

Offenbar erneut Wildberries-Lager getroffen

Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte mit, dass erneut ein Lagerhaus des Logistikkonzern Wildberries getroffen worden sei. Ein durch den Drohnentreffer ausgelöstes Feuer sei bereits wieder gelöscht worden. Zudem seien Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk beschädigt worden, so Worobjow via Telegram. Details nannte er nicht.

Die Ukraine wirft dem Online-Versandhändler Wildberries vor, russischen Soldaten und der russischen Armee Ausrüstung zu liefern - auch Drohnenbauteile. In den vergangenen Wochen schlugen Drohnen in einer Reihe von Lagerhäusern ein und lösten teils Großbrände aus. Dies schädigt auch kleinere russische Unternehmen, die ihre Waren via Wildberries vertreiben.

Der ukrainischen Armee gelingt es, Ziele weit entfernt von der Front zu treffen. Dabei setzt sie vor allem auf Drohnenschwärme mit großer Reichweite.

Britische Drohnen eingesetzt?

Ein Bericht der Sunday Times hat unterdessen für Verstimmungen zwischen den Regierungen in Moskau und London gesorgt. Die britische Zeitung hatte geschrieben, zwei von britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei Angriffen auf militärische und industrielle Ziele in Russland eingesetzt worden.

Die russische Botschaft in London drohte daraufhin mit "Konsequenzen". Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen.

Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde. Das Vereinigte Königreich steht seit Beginn des russischen Angriffskriegs fest an der Seite der Ukraine.

Hinweis zur Berichterstattung

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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