ESPNWhite Sox's Montgomery sets single-season strikeout record with 224RTP DesportoFinalíssima em Pontevedra. Vasco Vilaça procura título mundial de triatloThe Jerusalem PostAuthenticity and Modernity Party wins Morocco vote, Islamists return to oppositionPunchPeter Obi not godfather to Soludo’s children — First Lady’s aideCNN TürkTürkiye’nin en sıcak ve en kurak yılları belli olduInquirerAfrican swine fever on pigs confirmed in Agutaya, PalawanESPN DeportesRussell le gana a Max en emocionante final en GP de AzerbaiyánObservador DesportoQuatro corpos recuperados após explosão em AtenasThe GuardianSlovenia v Scotland: Nations League – liveBBC SportRepublic of Ireland confirm Israel game will go aheadFox NewsKate Upton retires, high school football game rocked by what some say is a cheap shot & iOSU's new kicker?BBC عربيالبيت الأبيض يمنع "سي إن إن" من مرافقة ترامب على متن الطائرة الرئاسية "إير فورس وان"
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 26, 2026

Erbitterter Promoter-Streit: "Feige kleine Scheißer" - Furys und Joshuas Schlacht vor Blitz-Kollaps

Translate

"Feige kleine Scheißer" - Furys und Joshuas Schlacht vor Blitz-Kollaps

imageVon Martin Armbruster

26.09.2026 | 12:51 Uhr

Kaum ist die ersehnte Battle of Britain zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua offiziell, steht die Schlacht um Großbritannien vor dem K.o. - hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Streit zweier Promoter.

Der Multimillionen schwere Box-Blockbuster der englischen Schwergewichts-Stars Tyson Fury und Anthony Joshua könnte nur wenige Tage nach Verkünden des langersehnten Duells platzen. Das berichten mehrere Medien und Boxinsider. Furys Manager Spencer Brown hat sich auf Anfrage von ntv.de bis dato nicht zu den Berichten geäußert.

Fury selbst meldete sich via Instagram zu Wort und behauptete, die "Battle of Britain" falle ins Wasser. "Breaking News: Anthony Joshua und Eddie Hearn versuchen, aus diesem Kampf rauszukommen. Sie sagen, dass er jetzt doch nicht kämpfen wird. Das sind feige kleine Scheißer - und hauptsächlich hat das mit Eddie Hearns Ego zu tun. Er denkt sich eine Million verschiedene Dinge aus und droht damit: 'Wir werden nicht kämpfen.' Du kleiner Feigling", wetterte der 2,06-Meter-Riese. Die Veranstalter seien schon dabei, einen anderen Gegner für ihn zu suchen.

Erst am Donnerstag hatte der saudische Boxmogul Turki Al-Sheikh mitgeteilt, der Kampf sei perfekt. Geplant ist, dass die britischen Rivalen am 11. Dezember im Principality Stadium von Cardiff vor 80.000 Zuschauern aufeinandertreffen. Streaming-Gigant Netflix will das Spektakel weltweit übertragen. Medienberichten zufolge sollen der 38-jährige Fury und der zwei Jahre jüngere Joshua bis zu 100 Millionen Pfund (116 Mio. Euro) pro Nase kassieren.

Fury strich Vertragspassage wieder heraus

Hintergrund der jüngsten Eskalation ist ein Streit zwischen Hearn und US-Promoter Dana White. Als sich der New Yorker Madison Square Garden als favorisierter Schauplatz abgezeichnet hatte, drängte Hearn vehement darauf, dass der Kampf in Großbritannien stattfindet. Außerdem verlangte er, sein Rivale White dürfe das Event nicht promoten. White ist allerdings eng mit Al-Sheikh verbunden, der den Showdown - auch mit Mitteln des Public Investment Funds des saudischen Königshauses - finanziert. Al Sheikh und White haben in den USA die Box-Liga Zuffa gegründet und versuchen, etablierte Promoter wie Hearn zurückzudrängen. Als der 45-jährige Saudi den Kampfabend in Wales verkündete, wurde White im Namen der amerikanischen Box-Bibel "The Ring" (das Magazin gehört Al-Sheihk) als Promoter aufgeführt.

Joshua und Fury hatten im Frühjahr Verträge mit Al-Sheikh und der saudischen Event-Vermarkter Sela unterschrieben. In Joshuas Kontrakt steht laut Hearn, dass der Kampf gegen Fury in Großbritannien stattfinden muss - und eben, dass White keine Promoter-Rolle spielt. Fury bestätigte das auf dem Medienkanal seiner Marke "Furocity" und gab an, einen entsprechende Passus zu White in seinem Vertrag gestrichen zu haben: "In Joshuas Vertrag steht offenbar, dass Dana nicht involviert sein durfte. Das stand auch in meinem, aber ich hab's rausgenommen, damit er involviert sein konnte."

Langjähriger Klitschko-Manager Bönte kritisiert Fury

Der britische Box-Manager Rick Glaser schreibt in den sozialen Medien ebenfalls, das Duell sei vom Tisch - und schiebt den schwarzen Peter eindeutig Hearn zu. "Eddie Hearn hat es endlich geschafft. Er hat seine Rolle völlig überreizt und den Kampf zum Scheitern gebracht", behauptet Glaser. Alle "relevanten Mächte" hätten das Ereignis wieder abgeblasen. Hearn habe Bedingungen gestellt, "obwohl er weder die Veranstaltung finanziert noch eine Medienplattform wie Netflix zur Verfügung stellt." George Pyne, CEO von Bruin Capital, das kürzlich 30 Prozent der Anteile an Hearns Firma Matchroom erworben hat, sei bereits an Netflix und die saudischen Veranstalter herangetreten, um sich zu entschuldigen. Pyne prüfe nun rechtliche Schritte seines Unternehmens gegen Matchroom.

Anders bewertet die Situation der langjährige Manager der Klitschko-Brüder, Bernd Bönte. "Als jemand, der mit Eddie Hearn große Verträge - wie etwa zu dem Kampf zwischen Joshua und Wladimir Klitschko 2017 im Wembley-Stadion - ausgehandelt hat, kann ich nur sagen, dass sich alle Details einer solchen Vereinbarung - wer geht als erstes in den Ring, welche Ringgröße gibt es, et cetera et cetera - in den Verträgen der Boxer eins zu eins widerspiegeln müssen", erläuterte Bönte bei ntv/RTL. "Vertrag ist Vertrag. Wenn Hearn und Joshua einen Vertrag ausgehandelt und unterschrieben haben, in dem steht, dass White nicht der Promoter ist, und er jetzt doch Promoter sein soll , dann ist das Vertragsbruch - ganz einfach. Das wäre absolut unprofessionell von den Veranstaltern um Turki Al-Sheikh."

Bei Fury wisse man ohnehin, "dass er macht, was er will", kritisierte der DAZN-Kommentator und -Experte das Gebaren des Ex-Weltmeisters. "Wenn er die Passage mit White streicht, zeigt das auch, wie illoyal er sich seinem langjährigen Promoter Frank Warren gegenüber verhält. Warren ist ganz sicher alles andere als erpicht darauf, dass White nun als Promoter in Großbritannien auftritt." Das Fury-Lager und Al-Sheikh hätten "natürlich gedacht, dass Joshua bei diesen extremen Summen sowieso mitmachen wird. Wenn er und Hearn jetzt auf dem Vertrag bestehen, spricht das für ihr Rückgrat, besonders das von Joshua, denn es ist ja sein Geld, um das es geht", sagte Bönte.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.