Schweizer Sturmjuwel mit dem Tod bedroht – Club reagiert

- Alessandro Vogt (21), ehemaliger FCSG-Stürmer, wird als Leihspieler des 1. FC Heidenheim im Netz mit dem Tod bedroht.
- Ein Fan beleidigte und bedrohte ihn nach dem 1:1 gegen Energie Cottbus in einem Tiktok-Video, das gelöscht wurde.
- Der Club leitet ein Stadionverbotsverfahren ein und schaltet Sportradar ein, rechtliche Schritte sind offen.
In der vergangenen Saison feierte Alessandro Vogt mit dem FC St. Gallen den Cupsieg und die Vizemeisterschaft. Der Stürmer hatte mit 18 Toren und fünf Assists in 41 Pflichtspielen grossen Anteil am Erfolg der Ostschweizer.
Im Sommer wechselte der Schweizer U21-Nationalspieler zur TSG Hoffenheim. Der Bundesligist verlieh den 21-Jährigen Ende August direkt an den 1. FC Heidenheim in die 2. Bundesliga, wo er Spielpraxis sammeln soll. Vogt kam für den Absteiger bislang regelmässig zum Einsatz. In sieben Ligapartien gelang ihm ein Tor. Dieses erzielte er am vergangenen Wochenende als Joker bei der 1:2-Niederlage in Karlsruhe.
Doch in der Vorwoche, nach dem 1:1 gegen Energie Cottbus, wurde der Schweizer nun Ziel einer Hassbotschaft. Wie die «Heidenheimer Zeitung» berichtet, beleidigte und bedrohte ein Fan Vogt mit dem Tod. Das Video auf Tiktok wurde mittlerweile gelöscht.
Club steht hinter Vogt
Der Club leitete daraufhin ein Stadionverbotsverfahren ein und schaltete das auf digitale Hassrede spezialisierte Unternehmen Sportradar ein. Trainer Frank Schmidt sagte gegenüber dem SWR: «So etwas geht mir komplett gegen den Strich, wenn einer meint, er muss auf Social Media Spieler vernichten und sie bedrohen.»
Der FCH sicherte Vogt seine volle Unterstützung zu. Ob auch rechtliche Schritte folgen, ist offen. Der Club wolle gemeinsam mit dem Spieler entscheiden, sobald alle Informationen vorliegen. «Er weiss, dass er die volle Rückendeckung von uns als Verein hat und wir ihn bedingungslos schützen», heisst es.
Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.
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