Medwedew schiesst Fan ab, wird disqualifiziert – Djoker geschockt

Darum gehts
- Daniil Medwedew wurde im Halbfinal des Tennisturniers in Peking disqualifiziert, weil er einen Ball ins Publikum schlug und dabei einen Zuschauer im Gesicht traf.
- Novak Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3 zum Sieger erklärt und steht damit im Final gegen den Australier Alex de Minaur.
- Djokovic hat in Peking noch nie ein Spiel verloren – es war sein 33. Sieg in Folge an diesem Turnier.
Weil sein Halbfinalgegner Daniil Medwedew disqualifiziert wurde, steht Tennis-Star Novak Djokovic bei seinem Lieblingsturnier in Peking wieder einmal im Final. Der Russe schlägt gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum und trifft dabei einen Zuschauer im Gesicht. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.
Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt und trifft im Endspiel an diesem Dienstag auf den Australier Alex de Minaur. Der 39-jährige Serbe hat in Peking noch nie ein Spiel verloren und verliess nun zum 33. Mal als Sieger den Platz.
«Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt», sagte Djokovic. «Es tut mir auch für Daniil leid, weil ich genau weiss, wie es sich anfühlt, für so etwas disqualifiziert zu werden», sagte die langjährige Nummer eins der Welt, die 2020 bei den US Open disqualifiziert wurde.
Spannendes und skurriles Duell
Vor dem unrühmlichen Ende hatten sich Djokovic, der im Viertelfinal Alexander Zverev bezwungen hatte, und Medwedew ein packendes Duell geliefert. Allein der erste Satz dauerte 1:19 Stunden, ehe sich Djokovic mit 7:5 durchsetzte.
Beiden Spielern waren die Strapazen anzumerken. Djokovic wirkte angeschlagen und seine Hände immer wieder auf die Oberschenkel. Medwedew nahm dem Serben die Probleme aber offenbar nicht ab und imitierte seinen Gegner einige Male.
Als er zum 2:4 seinen Aufschlag abgab, nahm sich aber auch der Russe eine Behandlungspause. Danach schaffte er das Re-Break, verlor dann aber wieder selbst den Aufschlag und kurz darauf die Nerven.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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