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Sunday, August 16, 2026

Syrer verlieren immer häufiger ihren Schutzstatus

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Wegen der geänderten Lage in ihrem Land wird immer mehr Syrern der Schutzstatus in Deutschland aberkannt. 2026 wurden bisher 23,2 Prozent der Schutzstatus widerrufen, teilt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit.

16.08.2026 | 0:22 min

Die Zahl der Syrerinnen und Syrer, denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) den Status als Flüchtling aberkennt, nimmt zu. Wie aus einer Antwort der schwarz-roten Koalition auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, endeten im ersten Halbjahr 23,2 Prozent der insgesamt 8.320 Überprüfungen mit dem Widerruf oder der Rücknahme des Schutzstatus.

In den meisten Fällen ging es um die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaften oder des sogenannten subsidiären Schutzes. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 hatten nach einer solchen Überprüfung lediglich 3,7 Prozent der Geflüchteten mit syrischer Staatsangehörigkeit ihren Schutzstatus verloren, 2024 waren es 3,1 Prozent.

Ein paar tausend Flüchtlinge aus Syrien sind mittlerweile wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Manche müssen, andere gehen freiwillig, weil sie dort eine bessere Perspektive für sich sehen.

08.08.2026 | 4:35 min

Schutzstatus hängt von Lage im Herkunftsland ab

Zu einem Widerruf kommt es, wenn die Voraussetzungen für den Schutz nachträglich wegfallen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich die Lage im Herkunftsland grundsätzlich ändert.

Seltener ist die Rücknahme. Sie greift, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass jemand im Asylverfahren falsche Angaben zu seiner Herkunft oder den Fluchtgründen gemacht hat.

Mit dem Bürgerkrieg kamen viele Syrer nach Deutschland. Seit dem Ende des Assad-Regimes denken manche über eine Rückkehr nach. Wir begleiten einen Arzt, der eine schwere Entscheidung treffen musste.

08.07.2026 | 1:49 min

Sicherheitslage in Teilen Syriens angespannt

Nachdem eine von Islamisten angeführte Rebellenallianz auf die Hauptstadt Damaskus vorgerückt war, hatte Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 das Land verlassen. Nach dem Sturz des Langzeitmachthabers kehrten Hunderttausende syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurück - vor allem aus der Türkei, dem Libanon und aus Jordanien.

Die Sicherheitslage in Syrien ist in einigen Gebieten noch angespannt, teils kam es zu Gewalt zwischen unterschiedlichen konfessionellen Gruppen.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Syriens Übergangspräsident sind sich einig: 80 Prozent der Geflüchteten sollen aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren. Doch ist das Land sicher genug?

31.03.2026 | 8:50 min

Bamf weitet Überprüfungen des Schutzstatus aus

Zunächst hatte das Bamf lediglich in Verfahren von Straftätern und sogenannten Gefährdern sowie in den Fällen, bei denen eine Heimreise nach Syrien den Behörden bekannt wurde, Widerrufsprüfungen eingeleitet.

Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort mitteilt, hat das Bundesamt Mitte Juni nun damit begonnen, "sukzessive die Aberkennungstätigkeit auf die Personengruppen auszuweiten, auf welche die Entscheidungstätigkeit im Asylverfahren aufgrund der Verbesserung der humanitären Lage in Syrien bereits ausgeweitet worden ist".

Mit extremer Brutalität sei der IS gegen die Jesiden vorgegangen, sagt Extremismus-Experte Hans-Jakob Schindler. Auch heute seien die Jesiden weder im Irak noch in Syrien ganz sicher.

03.08.2026 | 12:07 min

Regierung: Aberkennung betrifft nicht schutzbedürftige Syrer

Nach Angaben der Bundesregierung betrifft die Ausweitung Menschen, deren Asylverfahren schon länger als 21 Monate andauern beziehungsweise Verfahren, in denen das Bamf aufgrund des Erfolgs einer Untätigkeitsklage durch ein Verwaltungsgericht zur Entscheidung verpflichtet ist.

Zudem seien Menschen betroffen, die nicht besonders schutzbedürftig sind und bei denen davon ausgegangen wird, dass sie in Syrien ihren Lebensunterhalt selbstständig sichern können oder bei denen ein familiäres Netzwerk beziehungsweise ein soziales Umfeld die Gewähr für eine ausreichende Versorgung bietet.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete das ZDF im Länderpspiegel am 08.08.2026 ab 17:05 Uhr.

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