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Thursday, October 29, 2026

Nachgefragt: Darum hat dein Lieblingsresti plötzlich KI-Bilder

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Ein perfekter Burger, glänzende Nudeln, makelloses Sushi: Auf Lieferplattformen sieht das Essen manchmal etwas zu perfekt aus. Während sich Nutzerinnen und Nutzer online über solche KI-generierten Bilder ärgern und lustig machen (20 Minuten berichtete), bestätigt Just Eat Schweiz gegenüber 20 Minuten: Die Plattform generiert selbst Speisenfotos für Partnerrestaurants, die keine eigenen Bilder hochgeladen haben.

«Damit kommen wir einem häufig geäusserten Wunsch unserer Partner nach, da professionelle Fototermine für viele Betriebe zu kostenintensiv waren», sagt Séverine Linda Götz von Just Eat Schweiz. Die Restaurants könnten sich per Opt-in oder Opt-out für oder gegen die Bilder entscheiden.

Wie stehst du zu KI-generierten Essensbildern auf Lieferplattformen wie Just Eat?

Allerdings war das nicht von Anfang an so: «Beim ersten Rollout wurden die KI-Bilder auf den Profilen der betreffenden Partner automatisch ergänzt», bestätigt Just Eat. Wer sie nicht will, kann die Funktion deaktivieren lassen. Das Feedback der Partner fällt laut Just Eat grösstenteils neutral bis positiv aus.

Manche Gerichte stellt sich die KI anders vor, als sie normalerweise aussehen – so wie dieser griechische Salat, der mit einem ganzen Block Feta versehen ist. Trotzdem sagt Just Eat Schweiz, dass es bisher kaum negatives Feedback zu den KI-Bildern gab.

Manche Gerichte stellt sich die KI anders vor, als sie normalerweise aussehen – so wie dieser griechische Salat, der mit einem ganzen Block Feta versehen ist. Trotzdem sagt Just Eat Schweiz, dass es bisher kaum negatives Feedback zu den KI-Bildern gab.Screenshot Just Eat Schweiz

Praktisch, aber nur eine Übergangslösung

Das Imperial Garden x Nota Sushi mit Standorten in Bülach und Männedorf ist eines der Restaurants. «Die KI-Bilder bei Just Eat wurden nicht von uns selbst erstellt, sondern automatisch über Just Eat hinzugefügt beziehungsweise generiert», sagt Inhaberin Alexandra. Man habe sich also nicht bewusst gegen echte Fotos entschieden.

Als Übergangslösung seien die Bilder praktisch, wenn noch kein eigenes Foto vorhanden sei. «Langfristig bevorzugen wir aber auf jeden Fall eigene Fotos unserer Gerichte, weil sie natürlich besser zeigen, wie das Essen tatsächlich aussieht.»

In Bülach hat das Team bereits einen grossen Teil der Bilder ersetzt oder überarbeitet und zeigt nun teilweise echte Fotos, in Männedorf fehle dafür bisher die Zeit. Dies sei das grössere Problem als das Geld: Das Restaurant bietet viele Gerichte an und ist mit eigener Website, Just Eat und Uber Eats auf mehreren Plattformen vertreten. Dazu kommen unterschiedliche Bildgrössen und Formate. «Dadurch ist es ziemlich aufwendig, die Fotos überall einzeln anzupassen und hochzuladen.» Negative Rückmeldungen von Gästen zu den KI-Bildern habe man bisher keine erhalten.

«Kosten und Aufwand spielen eine Rolle»

Andere Restaurants setzen KI ganz bewusst ein. Vor dem griechischen Restaurant Mythos an der Stauffacherstrasse in Zürich steht eine Werbetafel mit KI-generierten Essensbildern. «Wir haben uns für KI-Bilder entschieden, um unser Take-away-Angebot ansprechend zu präsentieren und die Gerichte visuell in Szene zu setzen», sagt Geschäftsführerin Anna Papacharisiou.

Dabei gehe es auch um Ressourcen: «Kosten und Aufwand spielen eine Rolle, da sich mit KI relativ unkompliziert und schnell verschiedene Bilder erstellen lassen.» Auch bei Mythos habe es bisher weder positives noch negatives Feedback zu den KI-Speisen gegeben.

Hast du dich schon mal von KI-Bildern beeinflussen lassen, ob du ein Gericht bestellst oder nicht? Warum?

Meret Steiger

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

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