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Monday, November 2, 2026

Die biometrische ID ist da: Das musst du jetzt wissen

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Viele Menschen, die sich in den vergangenen Jahren einen neuen Pass ausstellen liessen, haben die biometrische Variante gewählt. Die gibt es seit heute, 2. November, auch bei der ID, die jetzt mit biometrischen Daten erhältlich ist. Die neue Karte ist ein physischer Ausweis im Kreditkartenformat, keine App und keine e-ID. Sie dient als Identitätsnachweis im Alltag und als Reisedokument im Schengen-Raum.

Wirst du dir eine biometrische ID holen?

Was steckt in der biometrischen ID?

Der Chip enthält die Personalien, ein Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke. Die Daten sind digital signiert. Das soll Fälschungen, Manipulationen und Identitätsmissbrauch zusätzlich erschweren.

Die e-ID hat nichts mit der biometrischen ID zu tun: Sie soll künftig in der App swiyu Wallet den digitalen Identitätsnachweis ermöglichen und ist kostenlos – aber kein Reisedokument.

Was ist anders als bei der bisherigen ID?

Der entscheidende Unterschied liegt im Chip. Die bisherige, nicht biometrische Identitätskarte enthält keine biometrischen Daten. Die physischen Sicherheitsmerkmale der beiden Karten sind laut Bundesamt für Polizei jedoch gleich. Die bisherige Karte gilt weiterhin als sicher.

Für den Antrag der biometrischen Variante müssen Foto und Fingerabdrücke erfasst werden – wie beim Pass. Deshalb gibt es sie bei den kantonalen Pass- und Identitätskartenstellen sowie im Ausland bei Schweizer Vertretungen. Eine ID ohne Chip kann je nach Kanton weiterhin über die Wohngemeinde beantragt werden.

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Muss ich jetzt eine neue Karte holen?

Nein. Alle bereits ausgestellten IDs bleiben bis zum aufgedruckten Ablaufdatum gültig. Erwachsene erhalten ihre ID für zehn Jahre, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre für fünf Jahre. Wer die Karte nur in der Schweiz vorweist, kann weiterhin die nicht biometrische Variante wählen.

Wofür brauche ich dann die biometrische Karte?

Für Reisen in die EU empfiehlt der Bund die Karte mit Chip. Die bisherigen nicht biometrischen IDs bleiben dort bis zu ihrem Ablaufdatum gültig, sofern das Zielland sie akzeptiert. Für künftig ausgestellte Karten ohne Chip könnten sich die EU-Reiseregeln später ändern: Massgeblich ist, wann das angepasste Freizügigkeitsabkommen in Kraft tritt. Wer regelmässig in die EU reist, ist mit der biometrischen ID auf die geplante Regelung vorbereitet.

Was das angepasste Freizügigkeitsabkommen ändert

Das Freizügigkeitsabkommen regelt, unter welchen Bedingungen Schweizerinnen und Schweizer sowie EU-Bürgerinnen und -Bürger im jeweils anderen Raum leben und arbeiten dürfen.

In der geplanten Anpassung geht es unter anderem um Identitätskarten: Die EU akzeptiert langfristig nur noch Karten mit Chip als Reisedokument. Deshalb benötigt auch die Schweizer ID für EU-Reisen künftig einen Chip.

Ein Datum steht noch nicht fest. Der Bund rechnet derzeit frühestens mit einem Inkrafttreten Anfang 2028. Die neue Regel für IDs ohne Chip würde somit frühestens ab Anfang 2029 gelten. Bereits ausgestellte Karten ohne Chip bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig.

Was kostet die biometrische ID?

Die Gebühren bleiben gleich: Für Erwachsene kostet die ID 65 Franken, dazu kommen fünf Franken Porto. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind es 30 Franken plus fünf Franken Porto. Im Ausland werden die Gebühren in der jeweiligen Landeswährung und zuzüglich allfälliger Versandkosten erhoben.

Wie stehst du zu biometrischen Pässen und Identitätskarten?

Meret Steiger

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

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