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Sunday, November 1, 2026

IG Metall startet Warnstreiks

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In Metall- und Elektroindustrie:IG Metall startet Warnstreiks

Die IG Metall hat Warnstreiks eingeläutet. In der kommenden Woche soll es bundesweit Arbeitsniederlegungen in den Branchen Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallverarbeitung geben.

Die Tarifverhandlungen zwischen IG Metall und Metall- und Elektroindustrie seien schwierig angelaufen, sagt ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann. Die Zeichen stehen auf Warnstreiks.

23.10.2026 | 1:08 min

Bei den Tarifverhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie stehen die Zeichen auf Warnstreiks. In bislang zwei Verhandlungsrunden haben sich IG Metall und Arbeitgeber nicht auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten einigen können.

Ein erstes Angebot weit unterhalb der Inflationsrate lehnte die IG Metall umgehend ab und lässt seit Sonntag die bereits vorbereiteten Warnstreiks rollen. Betroffen ist der Kern der deutschen Industrie unter anderem mit den Branchen Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallverarbeitung.

Heute beginnen die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. 3,7 Millionen Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen sind betroffen.

07.10.2026 | 2:08 min

Mit einer Kundgebung von rund 300 Beschäftigten in Hildesheim läutete die IG Metall die Warnstreikphase ein. Vor dem Werk des Automobilzulieferers KSM Castings sei mit dem Ende der Friedenspflicht um Mitternacht das Startsignal für Arbeitsniederlegungen gegeben worden, teilte der Gewerkschaftsbezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit.

"Die Arbeitgeber haben am Verhandlungstisch versucht, die Beschäftigten mit Mini-Prozenten abzuspeisen", erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger.

Ab heute ergreifen die Belegschaften das Wort, und sie werden es so deutlich tun, dass es auch in den Chefetagen nicht zu überhören ist.

IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger

Massive Warnstreiks angekündigt

Die Gewerkschaft hatte für die kommende Woche massive Warnstreiks angekündigt. Ausmaß und Dauer sind nicht genau absehbar. Sicher ist, dass es im ganzen Bundesgebiet welche geben wird. Nach den ersten Mitternachtsaktionen und kleineren Ausständen am Sonntag sind für die kommende Woche größere Demonstrationen geplant.

IG-Metall-Vorstand: Verzicht rettet Konjunktur nicht

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für Beschäftigte und Auszubildende bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine soziale Komponente für niedrigere Entgeltgruppen sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen. Zudem will die Gewerkschaft über die Sicherung von Arbeitsplätzen sprechen.

Die Gewerkschaft IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Frank Bethmann über Reaktionen aus der Wirtschaft zu den beginnenden Tarifverhandlungen.

07.10.2026 | 1:08 min

Die Arbeitgeber bieten dagegen eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoeinkommens im Juli 2027 sowie eine dauerhafte Lohnerhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 an. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll bis Ende 2028 reichen.

IG-Metall-Vorstandsmitglied André Arenz kritisierte dieses Angebot als "Minus-Angebot mit Reallohnverlusten". "Verzicht rettet keinen Beschäftigten, keinen Standort und erst recht nicht die Konjunktur", erklärte er.

Quelle: AFP, dpa

Über dieses Thema berichtete das ZDF in der heute Xpress-Sendung am 01.11.2026 ab 10 Uhr.

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