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Thursday, September 17, 2026

Viele Verletzte nach Angriff: Russland setzt neuen Marschflugkörper gegen Ukraine ein

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Viele Verletzte nach AngriffRussland setzt neuen Marschflugkörper gegen Ukraine ein

17.09.2026, 11:50 Uhr

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In der Regionalhauptstadt Odessa am Schwarzen Meer wurden bei russischen Angriffen Wohngebäude beschädigt. (Foto: via REUTERS)

In der Nacht überzieht Russland sein Nachbarland erneut mit massiven Luftangriffen. In Kiew werden nach ukrainischen Angaben mindestens 18 Menschen verletzt, darunter Kinder. Neuerdings setzt Russland auch einen Waffentypen ein, der besonders einen Vorteil gegenüber anderen Raketen und Marschflugkörpern hat.

Der ukrainischen Luftwaffe zufolge griff das russische Militär die Ukraine in der vergangenen Nacht mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern an. Unter den von Russland eingesetzten Angriffskörpern befanden sich den Angaben nach auch Marschflugkörper des Typs Dan-T. Dieser Marschflugkörpertyp tauchte erstmals am 13. September in einem Bericht der Luftwaffe auf.

Dan-T-Marschflugkörper können 500 Kilometer weit fliegen und tragen einen 135 Kilogramm schweren Gefechtskopf, schreibt die ukrainische Militärnachrichtenseite "Militarnyi" unter Berufung auf den ukrainischen Veteranen und Analysten Dmytro Putjata alias "kriegsforscher". Zum Vergleich: Russische Drohnen des Typs Geran-5 besitzen einen 90 Kilogramm schweren Gefechtskopf.

Gestartet werden können die Dan-T Putjata zufolge von verschiedenen Flugzeugtypen. Russland plant demnach die Produktion von 10.000 Dan T-Marschflugkörpern im kommenden Jahr. Laut Militarnyi sind die Dan-T dabei 35 Prozent günstiger zu produzieren als die Marschflugkörper des Typs Banderol, die das russische Militär regelmäßig gegen die Ukraine einsetzt.

Der Beschuss mit Raketen und Marschflugkörpern folgte auf mehrere Nächte, in denen Russland allein mit Drohnen angriff. Gegen Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle in der vergangenen Nacht bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Seezielflugkörper des Typs Zirkon eingesetzt. In der Hauptstadt waren mehrere schwere Explosionen zu hören. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Seinen Angaben nach waren unter den Verletzten auch ein zehnjähriges und ein zwölfjähriges Kind.

Klitschko zufolge gibt es infolge des Angriffs zudem unter anderem Schäden an Bürogebäuden, einem Lager und mehreren Wohnhäusern sowie Probleme mit dem Wasserdruck. Bei einem Drohneneinschlag sei es zu einem Brand an einem Verwaltungsgebäude gekommen, schrieb er darüber hinaus am Morgen.

Auch Angriffe auf Sumy, Odessa und Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von einem russischen Angriff mit ballistischen Raketen, Raketen anderen Typs und Drohnen. Einmal mehr sei die zivile Infrastruktur angegriffen worden. In den Regionen Sumy und Odessa sei Energieinfrastruktur beschädigt worden, in Kiew und Odessa Wohnhäuser. Selenskyj schrieb von mehr als zehn Verletzten, aus acht Regionen seien Schäden gemeldet worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland sein Nachbarland in der Nacht mit 157 Kampfdrohnen, mindestens 14 Marschflugkörpern sowie einer nicht näher bezifferten Zahl ballistischer Raketen an. 124 Drohnen und 7 Marschflugkörper seien abgeschossen oder durch elektronische Luftabwehr zum Absturz gebracht worden. Einschläge habe es an 36 Orten in der Ukraine gegeben, teilte die Luftwaffe am Morgen auf Telegram mit. Seit dem 11. August macht die Ukraine keine genauen Angaben mehr zu der Zahl der von Russland eingesetzten Raketen.

Ihrerseits griff die Ukraine laut Berichten von Telegramkanälen Ziele in Russland mit Kampfdrohnen an. Dazu zählten die Stadt Rostow am Don im Süden des Landes sowie die Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau. Mehrere russische Flughäfen mussten den Betrieb zeitweise einschränken, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, teilte bei Telegram mit, dass es Schäden an einer Raffinerie gebe und ein Feuer ausgebrochen sei, das aber gelöscht worden sei. Er sprach von einem großen Angriff, bei dem 65 Drohnen abgewehrt worden seien. Tote oder Verletzte gibt es demnach nicht.

Der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von einem massiven Luftangriff. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber gelöscht worden, teilte er mit, ohne Details zu nennen. In mehreren Teilen der Regionalhauptstadt sei die Stromversorgung unterbrochen worden, es gebe auch Schäden an Wohnhäusern durch herabgestürzte Drohnentrümmer. 

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