Klopp über Hass im Netz: "Meine Gedanken kriegen sie nicht"
Bundestrainer Jürgen Klopp und Torwart Jonas Ubrig treten vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien gemeinsam auf der Pressekonferenz auf. Die Veranstaltung im Re-Live.
30.09.2026 | 38:54 minJürgen Klopp hält sich in der Kapitänsfrage für das Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München bedeckt. "Die Mannschaft wird von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat", sagte der Bundestrainer am Vorabend der Begegnung, "das habe ich meine ganze Karriere lang so gehandhabt. Wenn der Spielerrat nicht auf dem Platz war, hat der mit den meisten Spielen die Binde getragen."
Gnabry, Wirtz oder David Raum?
Nach der Abreise des Großteils von "Kader eins" um den etatmäßigen Kapitän Joshua Kimmich, der nur in den ersten beiden Begegnungen mit den Niederlanden (1:1) und Griechenland (0:1) im Kader gestanden hatte, ist Serge Gnabry der Akteur mit den meisten Länderspielen im Aufgebot: Der Münchner lief bislang 61-mal mit dem Adler auf der Brust auf.
Hinter Gnabry kämen Florian Wirtz vom FC Liverpool (46 Länderspiele) und der Leipziger David Raum (39 Einsätze) infrage. Gesucht wird der 117. Kapitän der Nationalmannschaft. "Wenn der spielt, ist es der, wenn der spielt, der - wenn gar keiner spielt, ist es Jonas Urbig, der macht sein erstes Spiel", witzelte Klopp über die Frage, der er wohl nur wenig Bedeutung beimisst.
In der Nations League rangiert Deutschland nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland in der Gruppenphase nur auf dem dritten Platz hinter den bisherigen Kontrahenten. Serbien hat nach zwei Niederlagen noch keinen Punkt.
Viel Ballbesitz, viele Anläufe, wenig Ertrag: Die deutsche Nationalmannschaft tut sich gegen kompakte Griechen schwer und erlebt in Augsburg einen bitteren Abend.
27.09.2026 | 7:38 minKlare Kante gegen Hass im Netz
Zudem bezog Klopp klare Kante gegen Rassismus und Anfeindungen gegen "seine" Nationalspieler im Netz: "Es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen", sagte der 59-Jährige über Hasskommentare nach der Nations-League-Niederlage gegen Griechenland (0:1) in Augsburg und betonte: "Meine Gedanken kriegen sie nicht."
Er habe "im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit und für die in den sozialen Medien auch nicht". Es sei "die große Krux unseres Lebens", dass das Internet allen eine Plattform gebe: "Wenn man es früher öffentlich machen wollte, musste man einen Leserbrief schreiben. Die Älteren unter uns erinnern sich." Heutzutage "hauen die Leute Sachen raus, da hab ich noch gar nicht angefangen zu denken. Das ist Wahnsinn, wenn da sowas war."
Chancen, intensive Zweikämpfe und ein Tor in der Nachspielzeit: Im ersten Spiel von Jürgen Klopp als Bundestrainer liefern sich das DFB-Team und die Niederlande ein packendes Prestigeduell.
25.09.2026 | 2:59 minSportkabine als Beispiel für die Welt
Der Zusammenhalt unter seinen Spielern im Camp "könnte nicht großartiger sein", führte Klopp aus: "Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sportumkleidekabine nehmen. Da wird jeder genau aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund der falschen Meinung diskreditiert. Das beste Signal ist, dass es in der Mannschaft kein Thema ist. Das ist ja das Verrückte: In keiner Mannschaft, in keinem Sport ist das ein Thema."
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Quelle: ZDF, SID, dpa
Über dieses Thema berichtete sportstudio live am 30.09.2026 ab 18:00 Uhr.
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