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Tuesday, October 20, 2026

Chinesische Konzerne geben enorme Grafikkarten-Bestellung auf

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„Drei Millionen Grafikkarten, bitte”, sagen Alibaba, Bytedance und Tencent laut Reuters, „Und zwar die Nvidia RTX PRO 5500.” Macht zum Listenpreis rund 35 Milliarden US-Dollar. Weitere chinesische Unternehmen haben demnach sogar noch mehr bestellt, insgesamt also mehr als sechs Millionen. Die Grafikkarten sollen nicht für schöne Spielerlebnisse sondern für KI-Inferenz eingesetzt werden. Allerdings werden die potenziellen Käufer lange warten müssen.

Denn laut einer Reuters-Quelle kann Nvidia 2027 maximal drei Millionen Stück herstellen, für alle Kunden weltweit. Besteller dürften nur auf fünf bis zehn Prozent ihrer Bestellmenge hoffen. Deutliche Mindererfüllung dürfte die Besteller nicht überraschen, weshalb sie ihre Bestellmenge wohl entsprechend hoch angesetzt haben werden. Entsprechend sind die Bestellsummen mit Vorsicht zu genießen.

Eigentlich würden die chinesischen Firmen beim US-Konzern Nvidia lieber andere, leistungsfähigere Geräte kaufen, die auf große KI-Berechnungen getrimmt sind und GB102 oder GB112 Chips aufweisen. Das aber verbietet US-Präsident Donald Trump. Er möchte die leistungsfähigsten KI-Chips den USA vorbehalten.

Auch für die nicht ganz so kräftige H200-Reihe Nvidias galt ursprünglich ein Verbot des Exports in die Volksrepublik China, begründet mit Sorge um die Nationale Sicherheit der USA. Doch Ende 2025 entschied sich Trump für eine Exportsteuer von 25 Prozent, die auf unbekannte Weise auch Nationale Sicherheit bescheren soll, und stellte Exportlizenzen in Aussicht. Gleiches gilt für das Konkurrenzprodukt Radeon Instinct MI325X von AMD.

Die US-Verfassung verbietet Exportsteuern ausdrücklich, sodass die US-Regierung einen Trick versucht: Die angeblich für die Nationale Sicherheit gefährlichen Chips sollen aus Taiwan, wo sie hergestellt werden, zunächst zu einer Sicherheitsprüfung in die USA eingeführt werden. Dabei kann Einfuhrzoll kassiert werden.

Anschließend dürfen die Nvidia-Geräte, falls Washington für jeden Einzelfall eine Exportlizenz ausstellt, nach China exportiert werden. Diese Rechnung hat Washington ohne den Wirten Peking gemacht. Chinas Regierung wollte sich nicht mit minderen Chips, die durch die Hände von US-Diensten gegangen sind, abspeisen lassen und verbot kurzerhand die Einfuhr. Anfang 2026 gestattete Peking Alibaba, Bytedance und Tencent ausnahmsweise die Einfuhr von gut 400.000 H200-Chips.

Das reicht den Konzernen aber nicht. Der Mangel kann dadurch gemildert werden, H200 nur für KI-Training zu nutzen, und für KI-Inferenz auf andere Chips zu setzen. Da kommen Nvidias RTX-PRO-Grafikkarten in Spiel.

Der Hersteller hat, insbesondere für den chinesischen Markt, voriges Jahr eine exportverbotfreie Karte namens RTX PRO 6000D auf den Markt gebracht, eine eingeschränkte Variante der RTX PRO 6000. Doch auch die 6000D fiel in Peking in Ungnade, so dass Nvidia sie nicht mehr herstellt.

Bleibt die RTX PRO 5500, eine noch weiter eingeschränkte Variante. Unterdessen arbeitet die Volksrepublik mit Hochdruck an der Entwicklung eigener Technik.

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